Feedback

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Zielscheibe für ein Feedback; Sebastian Waack, edkimo.com; CC BY

Der Begriff Feedback wird häufig in der Alltagssprache gleichgesetzt mit dem Begriff Kritik. Beide Begriffe beziehen sich auf eine Rückmeldung an eine beobachtete Person, über ihr Verhalten oder ihre Äußerungen. Der Begriff Kritik ist jedoch in der Umgangssprache oft negativ besetzt. Dies erfolgt allerdings zu Unrecht. Der Begriff Kritik stammt aus dem französischen Wort critique, der wiederum aus dem Griechischen übernommen wurde. Kritik gilt als Kunst der Beurteilung, des Auseinanderhaltens von Fakten. Dies bedeutet, dass der Begriff Kritik im Ursprung wertneutral ist und zu Unrecht im modernen Sprachgebrauch negativ behaftet ist. Die neutrale Wirkung des Begriffs finden wir im modernen Sprachgebrauch bei dem aus dem Amerikanischen übernommenen Begriff Feedback. Der Begriff Feedback ist in der Kommunikationswissenschaft stark etabliert. Die Verwendung des Begriffs erfolgt hier als Rückmeldung in der Kommunikation. Diese Art der Rückmeldung bezieht sich auf die Interaktion mindestens zweier Partner, die ein Kommunikationssystem bilden.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale eines Feedbacks

Bei einem Feedback erhält der Empfänger eine Rückmeldung über die Wirkung eines Verhaltens, d. h. es wird ihm mitgeteilt, wie sein Verhalten auf das Publikum wirkt. Darüber hinaus erhält er Informationen über die Wirkung einer Äußerung und Möglichkeiten der Veränderung, im Hinblick auf seine Argumentationstechnik, hinsichtlich seines Auftretens in der Gruppe und bezüglich seiner Präsentationstechnik bzw. seines Präsentationsverhaltens. Im Rahmen des Feedbacks wird darauf geachtet, welche Methoden verwendet und auf welche Weise diese themenspezifisch angewendet werden.

Ein Feedback kann jeweils am Ende einer Kommunikationssituation oder Präsentation stattfinden, um aus konkreten Situationen zu lernen und Möglichkeiten der Veränderung für sich zu reflektieren. Inwieweit sich der Feedback-Nehmer auf die Veränderungsmöglichkeiten einlässt, kann sich erst durch die praktische Umsetzung in einer neuen Situation und im methodischen Vorgehen zeigen. Bei einem Feedback ist es wichtig zu berücksichtigen, dass keine Vortragssituation gleich einer vorherigen Situation ist und kein Publikum die gleichen Empfindungen wie beim ersten Mal hat. Jede Situation und jedes Feedback ist einmalig.

Ein Feedback ist eine Gesprächsform zur Vermittlung subjektiver Eindrücke und Wahrnehmungen. Es bietet Raum, dem anderen darüber etwas mitzuteilen, wie sein Verhalten auf andere wirkt und wie er sich gibt. Ein Feedback besteht grundsätzlich aus zwei Komponenten, zum einen aus dem Feedback–Geber und zum anderen aus dem Feedback–Nehmer. Die Personen müssen sich untereinander nicht kennen oder vertraut sein. Wichtig ist allerdings, möglichst zwei oder mehrere Feedback–Geber zu hören, da Verhaltensweisen sehr unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert werden können. Feedback-Nehmer, aber auch Feedback-Geber sollten immer daran denken, dass ein Feedback eine Möglichkeit der Optimierung ist, jedoch keine Garantie.

Methoden

Um ein sinnvolles Feedback zu erzielen, können u.a. die folgenden Methoden genutzt werden:

Linkliste

Siehe auch