Szenarium

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FE-Szenarium

Szenarium Reisebüro

Die Gedanken der linken und der rechten Seite gehören zeilenweise zusammen!

Zu den Begriffen:

  • Ein Szenarium ist ein System von Projekten, Stundenskizzen, Messpraktika, usw. als tragende Idee für einen längeren Zeitraum des Schuljahres. Ein Szenarium soll verschiedene Fächer verknüpfen. (Im neuen bayerischen G8-Lehrplan wird hierfür der Begriff "fächerverknüpfendes Unterrichtsvorhaben" gebraucht.)
  • Basiswissen beschreibt einen Themenbereich, der vom Lehrer bzw. vom Lehrplan vorgegeben ist. Darauf setzen Methodentraining und Arbeitstechniken auf.
  • Arbeitstechniken und Experimente sind als Selbstlernprogramm (Tutorial) gestaltet oder sie sind mit ihren Anleitungen Teil eines lehrerzentrierten Unterrichts.
  • Methodentraining versteht sich als lehrergesteuertes Training. Es wird von Übungsaufgaben begleitet.
  • Softwaretraining beginnt mit einer Einführung durch den Lehrer, die Vertiefung bei den Schülern erfolgt über Partnerhilfen nach dem Muster: "Hey cool! Wie hast du das gemacht?"
  • Die Aneignung von Expertenwissen meint die Eigenarbeit der Schüler. Sie wird durch eine offene Aufgabenstellung angeregt und führt auf individuelle Präsentationen (Produktorientierung).

Das Szenarium Europa-Reisen für die 7.Jgst. ist als digitaler Lernzirkel auf CD-ROM verfügbar. Die Beiträge der einzelnen Schüler fehlen noch, die Informationsteile sind fest integriert. Und so sieht das Menü der Intranet-Website aus:

Die Startseite aller Aktivitäten

Projekt-Kurzfassung

Europa-Reisen ist ein Beispiel für ein "Unterrichts-Szenarium" für die 7.Klasse. Ausgehend vom Fach Erdkunde (in Bayern im alten Lehrplan 1-stündig) werden die vielfältigen handlungsorientierten Unterrichtsaktivitäten der Fächer Erdkunde, Deutsch, Geschichte, Englisch, Französisch, Kunst, Informatik in der Idee eines virtuellen Reisebüros einer Schulklasse gebündelt. Elemente wie Lernzirkel, Methodentraining, Messen und Experimentieren, Arbeitsformen mit Computer, Internet & Co., Präsentationstechniken etc. erhalten damit einen gemeinsamen sinngebenden Bezugsrahmen.

Die Idee eines Unterrichts-Szenariums für ein ganzes Schuljahr ist

  • ein Simulationsfeld betreffend die übergeordneten pädagogischen und didaktischen Zielsetzungen (= Kern des Szenariums),
  • eine zusätzliche Sinngebung für den Unterricht,
  • eine Metaebene zur Hilfe bei der Bewertung von "wichtig" und "weniger wichtig",
  • ein realitätsbezogener Impulsgeber für Lehrer und Schüler,
  • ein integrierender Rahmen für unterschiedlichste Unterrichtsmethoden (Projekte, Lernen an Stationen, Gruppenunterricht, Lernen durch Lehren, ...) und Arbeitstechniken (Lerntechniken und fachspezifische Arbeitstechniken),
  • ein Anwendungsfeld für die Arbeit mit den traditionellen und den neuen Medien,
  • eine Brücke zur Welt der Erwachsenen.

Das spezielle Szenarium "Reisebüro" in der 7.Klasse verfolgt eine Kernfrage: Was ist in Ländern Europas anders als bei uns?
Schüler wählen sich ein Land aus, um daran schrittweise in einem halben Jahr exemplarisch zu lernen. Ihre Experten-Position dient als Vehikel für den Kompetenzerwerb bei Arbeitstechniken, Lernmethoden, Arbeiten im Team etc.

Die Simulation "Reisebüro" wird in den einzelnen Fächern zuerst arbeitsteilig vorbereitet: Naturbeobachtung, Messen im Gelände, Experimente zu den Wetterelementen, Satellitenbilder als neue Atlaskarten, Internetrecherche, Präsentationsformen, Erstellen einer Website, Arbeiten mit Mindmaps, ...

Nach 3 Monaten Schule wird das virtuelle Reisebüro gegründet. Eine digitale Website zu diesem virtuellen Reisebüro wird vom Lehrer vorgegeben. Sie steht im Intranet der Schule und enthält die wichtigsten Anleitungen und Aufgaben in den Bereichen Methodentraining, Arbeitstechniken, Wetter und Klima. Alle Länderinformationen sind zu diesem Zeitpunkt noch leer. Das Team wird gebildet, die Arbeitsbereiche von den Schülern ausgewählt. Im Menü-Punkt "Unser Team" finden sich alle Schüler mit ihren Aufgaben. Die "Workshops" beinhalten die Arbeitsbereiche. Bei den "News" gibt es jede Woche neue Arbeitsaufträge. Die Lehrer bringen sich bei Bedarf im Rahmen der "Workshops" ein.

Jeder Schüler muss in der Folgezeit seine Länderbeiträge in Form eines Länderportaits, einer Linkliste, eines Reiseangebots (Flyer) und eines Referats zur Website beisteuern. Die Ergebnisse sind im Intranet der Schule für alle sichtbar.

Siehe auch