Erklärvideos mit dem Smartphone

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Lernen durch Erklären - selbstgedrehte Erklärvideos

Digitale Medien sind integraler Bestandteil der Lebenswirklichkeit auch von Schülerinnen und Schülern. Was liegt also näher, als selbst zum Regisseur und Produzenten zu werden und mit dem Smartphone eigene Erklärvideos zu drehen. Ihr Schüler organisiert dabei in Kleingruppen euren Lernprozess selbständig und eigenverantwortlich, um euren Mitschülern komplexe Sachverhalte unterhaltsam in Videos zu veranschaulichen. Dies erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem filmisch umzusetzenden Stoff. Gleichzeitig erstellen die Gruppen ein individuelles Portfolio, um den eigenen Lernprozess zu reflektieren.

Was sind Erklärvideos?

Um zu zeigen, was genau Erklärvideos sind, hier ein Beispiel von www.explainity.com

Demokratie einfach erklärt

Ablauf des Projekts anhand des Beispiels "Rechtsformen von Unternehmen" in WTHS

Zunächst werden der organisatorische Ablauf und zeitliche Rahmen des Projekts besprochen. Außerdem sollten die Anforderungen an Länge und Inhalt des Videos, Form und Umfang des Portfolios und die Bewertungskriterien bekanntgegeben werden.

Einführung und Recherche

Nach der Gruppenbildung beginnt ihr, euch mit dem Lehrbuch und dem Internet über das Thema zu informieren. Ziel ist es, sich fachlich in das Thema Rechtsform einzuarbeiten, insbesondere zu den Fragen

  • Gründung der Unternehmung
  • Geschäftsführung
  • Verteilung von Gewinnen und Verlusten
  • Haftung
  • Finanzierung
  • Besteuerung

Aber es sollen auch problemorientierte Fragen für das Erklärvideo entwickelt werden, wie z.B. die konkrete Auswirkung von privater Haftung bei Personengesellschaften. Außerdem legen die Gruppen ihr persönliches Portfolio an, in dem ihr den Zeitplan, Ideen und Entwürfe, das Drehbuch u.s.w. ablegt und sammelt.

Drehbuch, Sprechertext und Bilder

Wenn die Recherchen abgeschlossen sind, entwickelt die Gruppe gemeinsam das Drehbuch und den Sprechertext. Welche Bilder sollen zur Visualisierung eingesetztz werden? Die Ideen werden im Storyboard zusammengeführt. Dann können die benötigten Bilder gezeichnet werden, ggf. kann auch auf Bilddatenbanken zurückgegriffen werden, die Bilder unter CC-Lizenz (Creative Commons) oder gemeinfrei zur Verfügung stellen.

Drehen des Videos

Jetzt geht es an den Video-Dreh. Idealerweise sollte dabei jede Gruppe einen eigenen Raum zur Verfügung haben. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wird der Ton beim Dreh direkt mit aufgenommen. Das ist etwas schwieriger, erleichtert aber die Endbearbeitung des Videos, da Bild und Ton nicht separat geschnitten und zusammengeführt werden müssen. Alternativ kann man auch erst nur das Bild aufnehmen und den Text nachträglich dazu sprechen.

Simone Salas hat einen schönen Film gemacht, worauf beim Drehen zu achten ist.

Nochmal die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Licht - sorgt für genug Lichtquellen und achtet darauf, keine Schatten ins Bild zu werfen.
  • Stabilität - nutzt ein Stativ oder baut eine Halterung für das Handy. Notfalls die gebeugten Arme an den Oberkörper anlegen.
  • Querformat - filmt unbedingt im Querformat, sonst habt ihr nachher links und rechts schwarze Balken.
  • Ruhe - sucht einen ruhigen Platz, damit ihr ungestört drehen könnt, ggf. jemanden vor der Tür postieren.

Das Videomaterial kann dann am Rechner nachbearbeitet werden, z.B. mit dem Windows MovieMaker. Freie Musik, Sounds und Geräusche findet man auf der Seite Medienpädagogik Praxis.

Präsentation der Videos im Unterricht

Zum Abschluss werden die Videos von den Gruppen im Unterricht gezeigt. Dabei solltet ihr auch reflektieren, welche Probleme es bei der Umsetzung gab, was gut geklappt hat und welche Erfahrungen ihr gemacht habt. Die Klasse gibt danach ein Feedback anhand vorher festgelegter Kriterien.

Und jetzt heißt es: Erklärfilm, Szene 1, die Erste!