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Georg Trakl

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Georg Trakl

Verfall (1913)
Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten,
Folg ich der Vögel wundervollen Flügen,
Die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen,
Entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.
Hinwandelnd durch den dämmervollen Garten
Träum ich nach ihren helleren Geschicken
Und fühl der Stunden Weiser kaum mehr rücken.
So folg ich über Wolken ihren Fahrten.
Da macht ein Hauch mich von Verfall erzittern.
Die Amsel klagt in den entlaubten Zweigen.
Es schwankt der rote Wein an rostigen Gittern,
Indes wie blasser Kinder Todesreigen
Um dunkle Brunnenränder, die verwittern,
Im Wind sich fröstelnd blaue Astern neigen.

Gutenberg-DE

Georg Trakl (*1887, †1914) war ein deutscher Schriftsteller des Expressionismus.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Lemo3-20.gif Georg Trakl 1887-1914

Leben und Werk

Alle literarischen Werke und Briefe u.a.
Trakl-Biographie und Texte zu Werk und Autor, zu Expressionismus und Symbolismus von Hartmut Schönherr.
Text, Interpretation, Zeithintergründe, literaturwissenschaftliche Angaben zu einzelnen Gedichten.

Zu einzelnen Gedichten

Verfall

Text

Winterdämmerung

Weitere Gedichte

"Georg Trakl, ein Lyriker des deutsprachigen Expressionismus; eine der stärksten Stimmen seiner Generation, ein Prophet der Endzeit — aber auch ein Dichter sinnlicher Traumvisionen voller Schönheit. Die Schreckenszeit, die er mit düsterer Bildkraft beschwor, der Krieg und die Zerstörung zerbrachen ihn schließlich..."
Biografisches und ausgewählte Gedichte (www.think-of-me.de)

Siehe auch