Gandhi

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Mahatma Gandhi

Portrait Gandhi.jpg

„Wann lernen wir es, gegen uns selbst zu rebellieren? Wir müssen uns gegen uns selbst erheben, um unsere psychische Abhängigkeit loszuwerden. Wir glaubten, wir durch Kriecherei mehr erreichen, als durch Mut. Wir können nicht gegen die Regierung rebellieren, wenn wir nicht gegen uns selbst rebellieren.“ - Mahatma Gandhi

Mahatma Gandhi (ursprünglich Mohandas Karamchand Gandhi, *2. Oktober 1869 in Porbandar; † 30. Januar 1948 in Neu-Delhi, Delhi) war ein indischer Rechtsanwalt und war der politische, sowie der geistige Führer der Inder im Kampf gegen die Unterdrückung des damaligen Kolonialherren Großbritannien. Im Laufe des „Kampfes“ entwickelte er das Konzept „Satyagraha“, was die Briten in große Schwierigkeiten brachte. Den Namen „Mahatma“(deutsch:„Große Seele“), welchen er selber nicht mochte, wurde ihm von einem indischen Philosophen verliehen. Gandhi selbst fühlte sich durch diesen Namen zutiefst verletzt, weil er auf jede Art von Kult um seine Person verzichtete.

Sein Leben

Mohandas Karamchand Gandhi wurde in der Hafenstadt Porbandar, als Jüngstes von vier Kindern, geboren. Sein Vater, Karamchand Gandhi, arbeitete zur damaligen Zeit als Lokalpolitiker in Porbandar und seine Mutter, Putali Bai, war Hausfrau. Entsprechend den Traditionen der Hindu wurde Gandhi mit 13 Jahren mit Kasturba Makharji verheitet, mit welcher er zusammen lebte. Im Alter von 16 Jahre starb sein Vater, was Gandhi sehr verletzte. Er entwickelte nach dem Tod seines Vaters Schuldgefühle, was in ihm ein großes Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein entfaltete. 1888 lies Gandhi seine Familie in Indien zurück und reiste nach London, um Anwalt zu werden. Als er nach seinem Abschluss nach Indien zurückkehrte, hatte er als Rechtsanwalt kaum Erfolg, was damit endete, dass er nach Südafrika reiste, um als Anwalt Selbstvertrauen zu entwickeln. Auf seiner Reise nach Südafrika wurde Gandhi aus dem Zug geworfen, weil er als Inder kein Recht hatte, um im Abteil der ersten Klasse zu reisen. Aus diesen Umständen gründete er 1894 den Natal Indian Congress, welcher die Rechte der Hindus gegenüber dem rassistischen Kolonialherren bewahren sollte. Des Weiteren entwickelte er das Konzept „Satyagraha“. Nach diversen gewaltlosen Streiks in Südafrika kehrte Gandhi nach dem Burenkrieg wieder zurück in seine Heimat, wo er, fest überzeugt von seinem Konzept, gegen die britische Kolonialmacht rebellieren wollte. Er forderte die Inder auf, keine Steuern an die britische Krone zu zahlen, was zum „Salzmarsch“ führte. Gandhi wollte die Menschen dazu bewegen, keine Salzsteuern mehr zu zahlen und wanderte, begleitet von tausenden Indern, an das arabische Meer, um Salz herzustellen. Diese Massenproteste wurden von den Briten gewaltvoll niedergeschlagen. Viele Streiks, darunter auch die Hungerstreiks von Gandhi, schwächten die britische Kolonialmacht so sehr, dass Indien 1944 durch den gewaltlosen Rebell Gandhi unabhängig wurde. Nachdem aber Indien unabhängig wurde, entstanden sehr große Streitereien zwischen Hindus und Moslems, welche Gandhi zutiefst verletzten. Er setzte sich für den Frieden dieser beiden Völker ein, was fanatische Hindus nicht akzeptierten. Darum wurde er am 30. Januar 1948 in Neu-Dehli beim Gebet von einem fanatischen Hindu erschossen.

Satyagraha

Das Konzept Satyagraha (deutsch: „Festhalten an der Wahrheit“), welches durch Mahatma Gandhi entworfen wurde, soll durch Gewaltlosigkeit und der Bereitschaft, Schmerz auf sich zu nehmen, den Widerstand gegen die Gegner erhöhen. Gandhi sieht diesen Widerstand nicht als Waffe der Schwachen, sondern als Waffe der geistig Stärksten. In seinen Reden wies Gandhi die Inder immer darauf hin, dass er durch diese Widerstände keine Gewalt der Gegner ausschließt, sogar nicht den Tod. Aber solange die Inder stark blieben, könnten sie nicht verlieren. Er handelte nach dem Motto: „Wenn wir anfangen mit Gewalt gegen das System zu kämpfen sind sie im Recht. Wenn wir ohne Gewalt dagegen kämpfen sind wir im Recht!“ Im Gegensatz zum passiven Widerstand, welchen die Menschen als Waffe der Schwachen sehen, sieht Gandhi sein Konzept keineswegs als vergleichbar mit dem passiven Widerstand, denn der passive Widerstand wird nur dann geleistet, wenn die Menschen keine Waffen besitzen und sie nicht erwerben können. Das heißt, dass der passive Widerstand keine Gewalt ausschließt. Durch den gewaltlosen Widerstand revolutionierte Gandhi die Form der effektiven Widerstände, was zur Unabhängigkeit Indiens führte.

Gandhi aus meiner Sicht

Meiner Meinung nach ist Gandhi einer der einzigartigsten Menschen der Welt. Allein sein auftreten imponierte die Menschen überall auf der Welt. Er trug sehr leichte Bekleidung und wohnte in Vierteln, wo nur arme Menschen lebten. Dennoch schaffte er es, durch die Gewaltlosigkeit, die britische Vormacht zu besiegen. Ein Mensch, der so überzeugt von seinen Prinzipien ist und durch diese einen so enormen Sieg erlangen konnte, ist meiner Meinung nach der Inbegriff gesegneter Vernunft, denn nur diejenigen, die durch ihre Machenschaften keinem Menschen Schaden zufügen und dennoch so große Steine in Bewegung bringen können, sind Menschen, die es verdient haben niemals vergessen zu werden. Meiner Meinung nach ist Gandhi ein sehr großes Vorbild aller Menschen, denn er zeigte, dass der Mensch auch dann sehr vieles erreichen kann, wenn er keine materiellen Werte, sondern nur seine Würde und Selbstachtung besitzt.

Quellen

http://www.klein-singen.de/ghandi.php

http://de.wikipedia.org/wiki/Satyagraha

http://home.snafu.de/mkgandhi/exhibitions/ger/gandhi/pg01.htm

http://www.youtube.com/watch?v=O7Cl6XlE7H8

http://www.youtube.com/watch?v=epS4cUkmj3E&feature=related

http://www.helles-koepfchen.de/mahatma-gandhi.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Mohandas_Karamchand_Gandhi

Kommentare

!! Bitte etwas sinnvolles schreiben !!

Mir gefällt deine Gliederung, obwohl ich meine dass nicht ganz so lange Fließtexte übersichtlicher wären. Du könntest dich etwas zusammenfassen, denn dein Inhalt ist wirklich sehr ausführlich, was aber zwangsläufig nichts schlechtes ist. Allerdings finde ich, dass du dich im Punkt 'Ghandi aus meiner Sicht' etwas wiederholst, gerade hier könntest du dich etwas knapper fassen. Besonders gut gefallen mir die vielen weiterführenden Links, für die die mehr wissen wollen und auch dein Einstieg mit einem Zitat, das 'lockt' den Leser. (LK)

Ein interessanter und etwas 'innovativer' gestalteter Artikel. Das Zitat und die weiterführenden Links finde ich ebenfalls sehr ansprechend, letzteres vor allem, weil ich das Konzept des gewaltlosen Widerstands wirklich faszinierend finde und mich deshalb noch etwas genauer darüber informieren möchte. Im Gegensatz zu LK gefällt mir dein Abschnitt "Gandhi aus meiner Sicht" echt gut, weil er die Kernpunkte von Ghandis Errungenschaften noch einmal zusammenfasst und deshalb eine überzeugende Argumentation gewährleistet. (KA)

Meiner Meinung nach hast du deine Aufgabe gut erfüllt. Klar, du hast viele lange Texte verwendet, die möglicher Weise etwas zäh zu lesen sind, allerdings handelt es sich eben um eine Person, bei der z.B. die Biographie wichtig, und womöglich auch nur schwer zu kürzen ist. So etwas ist wohl etwas komplex, und ich finde für den Inhalt, den du wiedergeben solltest, hast du es gut in deinem Wiki umgesetzt. :) (JP)

Ein guter, kurzer Bericht über Gandhi mit interessanten weiterführrenden Links. Ich finde deine Gliederung sinnvoll, da die wichtigsten Aspekte beleuchtet werden. Allerdings sind deine langen Fließtexte stellenweise etwas holprig zu lesen, eventuell sollte man ein bisschen was rauskürzen. --Gg-ethik-fm 16:57, 25. Jun. 2011 (CEST)

Ich kann eigentlich nur wiederholen, was meine Vorgänger schon gesagt haben. Du hast dir ein sehr interessantes Thema gewählt und dieses meiner Meinung nach auch interessant umgesetzt, mit dem Zitat zum Einstieg zum Beispiel. Die langen Fließtexte machen den Artikel nicht weniger interessant, sie schrecken nur auf den ersten Blick etwas ab. Deine Meinung ist auch sehr wichtig. Zwar wiederholst du einige Punkte, aber du regst auch zum weiteren Nachdenken über ihn an. Gandhi war tatsächlich ein derart willensstarker Mann, dass dies auch ruhig noch einmal speziell herausgehoben werden darf. Ein gelungener Artikel. GG-ethikss 15:16, 29. Dez. 2011 (CET)

Ich kann auch nur das wiederholen, was die anderen schon geschrieben haben. Mir hat der Bericht gut gefallen, da er sowohl strukturiert, verständlich und ausfühlich ist. An der Sprache und Rechtschreibung könnte man noch was machen. Mir sind viele Fehler und Wiederholungen aufgefallen. Allerdings ist dir der Beitrag gut gelungen. (SC)

Dein Artikel wirklich sehr gut gestalltet, wie bereits mehrfach erwähnt. Auf jeden Fall sehr informativ und ausführlich. Gerade das Zitat erleichtert den Einstieg. Leider finde ich, dass der Unterschied zwischen gewaltfreiem Widerstand (Gandhi) und passivem Widerstand leider nicht ganz klar wird; an dieser Stelle sind deine Formulierungen leider etwas unverständlich. Aber dies ist wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt an einem ansonsten rundum gelungen Artikel. (DO)

Zu dem vorherigen Kommentar: Ich muss zugeben ich habe früher immer geglaubt Gandhi sei passiver widerstand bis Herr Sanke uns das Gegenteil bewies. Somit würde ich die Verantwortung für die Undeutlichkeit eher an das Schulsystem weiterreichen! Ich finde den Artikel im großen und ganzen sehr gelungen und muss sagen, dass ich es toll finde das jemand mal längere Texte zu einem Thema schreibt. Wiki heißt nicht fast stichpunktartige "Informationsrunterbrechung" sondern soll Informationen verständlich und klar beschreiben und das geht eben manchmal mit längerem Texten besser als mit Stichpunkten! --Gg-ethik-HMX 10:54, 2. Jan. 2012 (CET)