Gerechtigkeit

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Gerechtigkeit

„Absolute Gerechtigkeit gibt es nicht, und wenn jemand absolute Gerechtigkeit anstrebt, wird es furchtbar ungerecht.“ Friedrich von Metzler

Definition

griechisch: dikaiosýne, lateinisch: iustitia, englisch und französisch: justice) Durch die Gerechtigkeit werden die Beziehungen von Mensch zu Mensch geregelt. Sie wird durch Interaktionen definiert und hat als Ziel, Gleichheit zu erreichen. Gerechtigkeit stellt einen idealen Zustand des menschlichen und sozialen Miteinanders dar. Sie versucht, einen angemessenen und unparteilichen Ausgleich der Interessen und der Verteilung von Gütern und Chancen zwischen den beteiligten Personen oder Gruppen zu finden. Als Symbol für die Gerechtigkeit steht die Justitia, Göttin der Gerechtigkeit.

Bedeutung

Seit der griech. Antike gilt die Gerechtigkeit weltweit als höchste Tugend und Grundnorm im sozialen Zusammenleben. Sie gibt eine individuelle Haltung, Einstellung wieder, nach der ein Akteur die einzelnen Handlungen ausführt.


Differeinzierung

Seit Aristoteles werden zwei Formen von Gerechtigkeit, die ausgleichende und die austeilende Gerechtigkeit, unterschieden:

1. Ausgleichende Gerechtigkeit (=Tausch-Gerechtigkeit) bedeutet, dass der Ausgleich im Verhältnis zwischen den Individuen geschaffen wird, wenn z.B. geschlossene Verträge eingehalten werden (der Verkäufer übergibt die Ware, der Käufer zahlt den Kaufpreis; die geleistete Arbeit wird entlohnt = Geben und Nehmen) oder Schadensersatz geleistet wird.

2. Austeilende Gerechtigkeit steht in Bezug des Individuums zur Gemeinschaft: Das Individuum trägt, entsprechend seinen Kräften, zum Wohle der Gemeinschaft bei, erfüllt die Pflichten, und die Gemeinschaft sorgt dafür, dass dem Individuum seine gerechte Entlohnung (z.B. Fürsorge) bzw. seine gerechte Strafe (bei Verstoß gegen eine Ordnung) zukommt.


Quellen: