Theismus

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Monotheismus

Monotheismus (gr. monos = allein, theos = Gott) beschreibt Religionen, die an eine einzige Gottheit glauben. Diese Gottheit ist in der Regel eine außerweltlich, die die Welt erschaffen hat. Außerdem eine persönliche Gottheit, die menschliche Eigenschaften besitzt. Desweiteren gibt es unterschiedliche Richtungen:

- Theismus: Der Schöpfergott greift auch nach der Erschaffung der Welt noch aktiv in das Weltgeschehen ein, indem zum Beispiel Gebete erhört werden. Es ist also nach der Überzeugung von Theisten möglich mit einem theistischem Gott in Kontakt zu treten.

- Deismus: Der Schöpfergott greift nach dem Erschaffen der Welt nicht mehr aktiv ein. Mit einem deistischem Gott kann man also nach dem Glauben von Deisten nicht in Kontakt treten.

Beispiele: - Judentum - Islam

Beim Christentum ist die Einteilung aber schwierig. Zwar sehen sich Christen selbst als Monotheisten, jedoch macht die Lehre der Dreieinigkeit (Vater, Sohn, heiliger Geist) eine Einteilung schwierig, da nicht klar ist ob es sich nun um einen (dreigeteilten) oder um drei Götter handelt. Auch die Verehrung von Heiligen und von Maria bei den Katholiken spricht gegen einen reinen Monotheismus (zumindest in der katholischen Konfession).


Polytheismus

Im Gegensatz dazu werden in polytheistischen Religionen viele Götter verehrt. Diese Götter können, sowohl außerweltliche Schöpfer der Welt sein, als auch Weltliche, die zum Beispiel eine Personifikation bestimmter Geschehnisse in der Welt darstellen (z.B.: Mars als Kriegsgott in der römischen Mythologie). Die Götter im Polytheismus haben immer unterschiedliche Aufgabenbereiche und es kann durchaus Hierarchien geben, also eine "Obergottheit" die nochmals über der Vielzahl von Göttern steht.

Beispiele:

- Hinduismus - nordische Mythologie - griechische/römische Mythologie

Auch wenn Poly- und Monotheismus eigentlich Gegensätze sind ist die Einteilung schwierig (siehe Christentum), so es gibt auch Religionen die zwar die Existenz vieler Götter anerkennen, aber nur eine einzige Gottheit verehren.


Pantheismus

Eine Sonderform stellt der Pantheismus dar, hier wird das Universum, also die Gesammtheit von Allem als Gottheit verehrt. Ein pantheistischer Gott ist keine Person sondern wird vielmehr als eine regulierende Kraft gesehen, die die Welt im Gleichgewicht hällt, außerdem ist diese Gottheit nicht außerweltlich, sondern verkörpert die Welt selbst. Beispiele wären Religionen mancher Naturvölker ( z.B.: "Mutter Erde" bei den nordamerikansichen Ureinwohnern).


Quellen

Kommentare

Im Großen und Ganzen finde ich es einen guten Beitrag nur leider vermisse ich den Henotheismus ): Im Bezug auf die abrahamitischen Religionen eine sehr wichtige Anschauung. (MT)