Weltreligionen

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Inhaltsverzeichnis

Die fünf Weltreligionen

Was ist eine Weltreligion?

Es ist schwer, eine genau Definition der Weltreligion anzugeben. Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff "Weltreligion" einen Religionsüberbegriff, der sich durch eine überregionale Verbreitung, einen universalen Anspruch und vor allem eine großen Zahl an Anhängern auszeichnet.

Karte Weltreligionen

In den meisten Fällen wird von fünf Weltreligionen ausgegangen:


Diese Religionen sind über den kompletten Erdball verteilt:

Das Christentum

Typische Symbole des Christentums: Fisch und Kreuz

Das Christentum ist mit ca. 2,1 Mrd Anhängern (Ein Drittel der Weltbevölkerung) die Größte der Weltreligionen. Sie wird von Jesus Christus abgeleitet. Zentrale Begriffe des Christentums sind die 10 Gebote, die Dreifaltigkeit, und der Glaube an ein ewiges Leben. Grundlage ist die Bibel

Glaube
Kennzeichnend für das Christentum ist der Glaube an die Trinität, die Dreieinigkeit Gottes. Zentral ist hierbei Jesus Christus selbst, der durch seinen Tod die Menschen von ihrer Sünde befreit hat. Alle Glaubensinhalte des Christentums sind im Apostolischen Glaubensbekenntnis vereint (siehe: [1] ).

Islam

Der Islam ist die jüngste monotheistische Religion, deren Gott Allah genannt wird. Er ist nicht nur eine Religion sondern ein komplettes Wertesystem, was eine Trennung von Religion und Staat unmöglich macht. Basierend ist diese Religion auf der heiliger Schrift Koran und den Worten und Handlungen des Prohpeten Mohammed. Islam bedeutet übersetzt Hingabe an Gott .


Die fünf Säulen des Islam

  1. Das Bekenntnis (Schahada), Es gibt keine Gott außer Allah, und Mohammend ist sein Prophet!
  2. Das Gebet (Salat) , Fünfmal Täglich , Ritualgebet
  3. Das Almosen (Zakat) , Steuer die den Bedürftigen zugute kommt.
  4. Das Fasten (Saum) , Fastenmonat Rammadan (9. Monat)
  5. Die Pilgerreise (Hadsch) , Reise nach Mekka, mindestens einmal im Leben

Hinduismus

Der Hinduismus ist mit ca. 850 Mio Anhängern die drittgrößte und älteste Religionsgruppe und hat ihren Ursprung auf dem indischen Subkontinent. Er ist eine Gemeinschaft aus zahlreichen Religionsgemeinschaften ähnlicher Grundlage und Geschichte und Angehörige werden Hindu genannt.

Glaubensvorstellungen
Im Gegensatz zu den zwei großen monotheistischen Religionen verehrt der Hinduismus keine Religionsstifter sondern jeder Hindu sucht sich aus zahlreichen Göttern (ca. 3 Mio) seinen Gott heraus. Die meisten Hindu glauben an die Widergeburt (Reinkarnation) und verehren ihre Lehrer, die sogenannten Gurus. Trotz der abweichenden Glaubensvorstellungen der Hindu beten sie dennoch miteinander.

Buddhismus

Der Buddhismus wurde von Buddha im 5. Jahrhundert vor Christus gegründet. Er ist eine Religion und Lehrtradiotion die auf Siddharte Gautama, dem historischen Buddha, beruht, welcher im 6. Jahrhundert v.Chr. in Nordindien lebte.

Glaubensinhalte
Buddhisten wollen durch ihre Lebensweise von dem Kreislauf aus Widergeburten erlöst werden und ins Nirvana eingehen, das höchste Ziel aller Buddhisten. Ihr Ziel ist es, das Leid und die Ursache aller Begierde zu umgehen und so die Quelle aller Probleme zu überwinden

Die vier edlen Wahrheiten

  1. Dukkha - Das Leben im Daseinskreislauf ist leidvoll
  2. Samudaya - die Ursachen des Leidens sind Begehren, Abneigung (negatives Begehren) und Unwissenheit (über die Natur des Leidens).
  3. Nirodha - Durch das Erlösche der Ursache erlischt das Leiden
  4. Magga - Zum Erlöschen des Begehrens (und damit des Leidens) führt der „Edle Achtfache Pfad“.


Judentum

Das Judentum ist aus dem Volk Israel hervorgegangen, als es noch keine Unterschied zwischen religiösem und weltlichen Bereich gab.

Geschichte
Die Geschichte des Judentums ist durch Verfolgung, Unterdrückung und Verschleppung geprägt.Dennoch umfasst das Judentum heute noch mehr als 150 Mio Menschen, welche sich in Orthodoxe, Liberale und konservative Juden aufspalten.

Glaubensinhalte

  • Orthodoxe Juden: Die Tora ist eine abgeschlossene, schriftliche Offenbarung ,an die es sich unbedingt zu halten gilt. Sie ernähren sich koscher und befolgen eine Vielzahlt ritueller Regeln. Außerdem glauben sie an das Kommen des Erlösers und und die körperliche Auferstehung der Toten am Ende der Welt.
  • liberale Juden: Die Offenbarung ist ein ständig stattfindender Prozess (Änderungen in der Tradition möglich)
  • Konservative Juden: Wollen Jüdische Traditionen wahren, aber auch Modernisierungen durchsetzten (Gleichberechtigung der Frau)

Fazit

Trotz der vielen Unterschiede zwischen den einzelnen Religionen und den zahlreichen Kriegen, die aufgrund unterschiedlicher, religiöser Konflikte geführt wurden, gilt zum Schluss noch anzumerken, dass es keine einzig wahre Religion gibt, und jeder für sich selbst die EINE finden sollte in der er Halt und Zuflucht findet. Gott sei Dank ist es in vielen Ländern der Welt heutzutage möglich, frei und nach eigenem Ermessen eine Religion zu wählen. Ich hoffe, dass in naher Zukunft kein Mensch mehr wegen seinem Glauben und seiner Konfession verurteilt oder bestraft wird. Friede :-)

Quellen


Kommentare


Meiner Meinung nach ist dir dein Artikel sehr gut gelungen. Ich finde deine Gliederung sehr übersichtlich und mir hat es sehr gut gefallen dass du jede einzelne der Weltreligionen so gut erklärt hast, weshalb ich auch keine Fragen mehr zu dem Thema haben. Ich kann dir leider keine Verbesserungsvorschläge machen.
Ich finde dein Fazit am Ende ebenfalls nicht schlecht und teile voll und ganz deine Meinung! (MH)

Ein wirklich sehr guter Beitrag, nur muss man sagen dass die erste monotheistische Weltreligion das Judentum war. Mit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten veränderte sich die jüdische Sichtweise vom Henotheismus zum Monotheismus. Ansonsten ist es eine wirklich gute Arbeit! (: (MT)