Guerezas

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Allgemeines

Die Guerezas, auch Mantelaffen genannt, gehören zur Familie der Meerkatzenverwandten. Sie leben in Haremsgruppen, welche aus 8-15 Tieren bestehen. Die Affen sind in großen Gebieten Afrikas verbreitet. Die Tiere besitzen ein schwarz-weißes Fell, wobei die Jungtiere in den ersten 2-3 Monaten weiß gefärbt sind. Dies ruft bei den anderen Gruppenmitgliedern den Schutzinstinkt und ihre Aufmerksamkeit hervor. Die Mantelaffen haben eine Kopfrumpfumlänge von 50-67 cm und eine Schwanzlänge von 52-90 cm. Ihr Gewicht beträgt 7-14kg. Sie ernähren sich von Blättern, Früchten, Knospen und Blüten. Die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere ist ab dem vierten Lebensjahr möglich. Nach einer Tragzeit von 6 Monaten bringen sie ein Jungtier zur Welt. Die Lebenserwartung der Guerezas beträgt bis zu 20 Jahre.

Beobachtung von einer Gruppe Guerezas

Beobachtungsschwerpunkte

Vor unserem Besuch der Guerezas des Dresdner Zoos wählten wir uns folgende Beobachtungsschwerpunkte aus:

  • Festigung der Rangordung
  • Gegenseitige Fellpflege
  • Kontaktversuch zu Artgenossen und Menschen
  • Verhalten beim Fressen
  • Pflege der Jungtiere


Ergebnisse des Beobachtungsprotokolls

Guereza-Mutter mit Baby, die anderen Affen kümmern sich liebevoll um den Kleinen

Wir haben die Gruppe der Guerezas des Dresdner Zoos von 9.15 bis 10.30 Uhr beobachtet. Dabei achteten wir auf unsere, davor festgelegten, Beobachtungsschwerpunkte. Darunter zählt auch die Festigung der Rangordnung. In der Zeit von 9.20 bis 9.25 Uhr konnten wir diese beim Herumjagen zweier Affen verfolgen. Dabei wurde einer optischer, taktiler und akustischer Übertragungskanal sichtbar. Zwei ausgewachsene Mantelaffen haben sich von 9.35 bis 9.40 Uhr mit der Fellpflege beschäftigt. Dies diente zur Entfernung von Parasiten, bei dem der Übertragungskanal taktil war. Von 9.15 bis 10.30 Uhr konnten wir den Kontaktversuch zu den Artgenossen und uns Menschen beobachten. Dadurch versuchten sie uns kennen zu lernen und neue Eindrücke ihrer Umgebung zu gewinnen, was taktil und optisch übertragen wurde. Zur selben Zeit knabberten die Guerezas gemeinsam an Weidebündeln. Dies führte zur Gruppenstärkung. Dabei war ein ausgeprägtes Sozialverhalten erkennbar. Die Übermittlung war optisch und taktil. Zu dem Zeitpunkt, in dem wir die Tiere kennen lernten, befand sich in der Gruppe ein 1-Monate altes Jungtier. Hinsichtlich dieses fiel uns auf, dass das Betreuen des Nachwuchses für alle Gruppenmitglieder eine wichtige Rolle spielt und sehr ernst genommen wird. Die Übergabe des Jungtieres an andere Guerezas der Gruppe erfolgt akustisch, taktil und optisch. Es dient zur Entlastung des Muttertieres, zur Gruppenstärkung und zum Schutz des Kleinen.