Eisenbahnübergang Löbtauer Straße in Dresden

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Allgemein

Ernst Ludwig Kirchner(* 6. Mai 1880 in Aschaffenburg; † 15. Juni 1938 in Frauenkirch-Wildboden bei Davos) war ein bekannter Künstler des Expressionismus und Mitgründer der Künstlervereinigung die „Brücke“ . Ein etwas weniger bekanntes Kunstwerk von ihm ist der „Eisenbahnübergang Löbtauer Straße in Dresden“. Das Bild zeigt einen Eisenbahnübergang, Menschen und im Hintergrund ein paar Häuser. Das Bild ist ein Ölgemälde auf Leinwand und hat in etwa doppeltes A3 Format. Wann genau es gemalt wurde ist unklar, da er viele seiner Bilder noch einmal übermalte und sie anders datierte. Man geht aber davon aus das es 1910 gemalt wurde.

Kirchner - Eisenbahnunterführung


Analyse

Sehr schnell merkt man, dass das Bild eher in eine abstrakte Richtung geht, was man an der Genauigkeit wie der Künstler die Menschen gezeichnet hat erkennen kann. Die Farben sind sehr leuchtend und werden durch Kontraste wie zum Beispiel den Komplementärkontrast oder den Warm-Kalt Kontrast noch mehr hervorgehoben. In dem Bild sind sehr viele Kontraste vorhanden außer der Hell-Dunkel Kontrast. Was auch auffällt ist das es keine besonderen raumschaffenden Mittel gibt, also das die Farben nach hinten Dunkler werden oder ähnliches. Die Räumlichkeit wird nur durch Überdeckung von Gegenständen und das diese nachhinten kleiner werden deutlich. Dadurch leuchten die Farben noch mehr, weil sie überall sehr stark leuchtet. Dadurch hat Ernst Ludwig geschafft, dass das Bild heiterer wirkt. Es gibt auch keine Lichtquelle da es keine Schatten gibt doch trotzdem finde wirken die Häuser sehr Plastisch. Es gibt eine Ballung durch die Brückenträger und die Häuser sind auch wie eine Gruppe in der Mitte des Bildes, aber da die Menschen wieder sehr einzeln sind und auch geraden und Kurven immer wieder auftreten kann man von einem Gleichgewicht sprechen.


Kunstepoche

Für den Expressionismus sind abstrakte und Motive die auf ihre markanten Elemente reduziert werden charakteristisch. Aber auch das verweigern die Zentralperspektive zu nutzen ist für den Expressionismus typisch. Diese wesentlichen Merkmale sind alle in dem Bild wiederzufinden. Die Menschen die kaum erkennbar sind und auch die sehr leuchtenden und heiteren Farben sind vorhanden und typisch für den Expressionismus. Doch auch zeitlich passt das Bild zum Expressionismus.


Aussage

Ernst Ludwig Kirchner hat das Bild so gemalt das es keine sofortige offensichtliche Aussage besitzt. Da es keine handelnde Personen im Bild gibt. Doch wenn man das Bild auf sich wirken lässt und kurz Nachdenkt wird einem relativ schnell klar das Kirchner zeigen möchte wie ruhig eine Stadt sein kann und wie froh und heiter sie wirken kann. Denn zur damaligen Zeit waren die meisten Städte grau und trist. Desto länger man das Bild betrachtet umso mehr hat man das Gefühl dass das Bild an einem Herbsttag ist und schönes Wetter ist. Durch die Farbwahl und die Komplementärkontraste wird der Eindruck einer fröhlichen Stadt verstärkt.

Kirchner 1919 portrait

Künstler

Ernst Ludwig wurde 1880 geboren und war als er das Bild zeichnete gerade auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Im Jahr war er einer der Mitgründer der Künstlervereinigung die „Brücke“, eine der bekanntesten Gruppen des Expressionismus. Er war schon immer mit Dresden verbunden da er hier auch studierte und eines seiner ersten Ateliers hatte. Neben Stadtlandschaften zeichnete er oft auch Akten und Porträts. Im ersten Weltkrieg wurde er als Soldat eingesetzt was ihn und seine Kunst stark veränderte. Er malt immer trauriger und sehr linear und abstrahiert. Verzweifelt über die Entwicklung in Deutschland und wegen starken Depressionen begeht Ernst Ludwig Kirchner im Jahr 1938 Selbstmord.


Mehr zum Künstler

http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Ludwig_Kirchner

Quellen

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/KirchnerErnstLudwig/

http://www.bruecke-museum.de/kirchner.htm