Frau und Maske, Karl Schmidt Rottluff

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Karl Schmidt-Rottluff wurde am 1.12.1884 in Rottluff geboren und starb am 10.8.1976 in Berlin. Sein eigentlicher Name war Karl Schmidt. Er war ein deutscher Maler, Plastiker und Graphiker.


Inhaltsverzeichnis

Karl Schmidt-Rottluff

Karl Schmidt wurde am 1.12.1884 als Sohn eines Müllers in der Nähe des heutigen Chemnitz geboren. Bereits in der Grundschule war er mit Erich Heckel befreundet, welcher später ebenfals ein bedeutender Expressionist werden sollte. 1905 fing er sein Architekturstudium an der Sächsichen Technichen Hochschule in Dresden an. Dort gründete er mit Heckel und zwei weiteren Künstlern die Künstlervereinigung "Die Brücke". 1911 zieht er nach Berlin und malt weiterhin vorwiegend Landschaften und Stillleben. Am 27.5.1913 wird "Die Brücke" offiziell aufgelöst. 1915-1918 muss er seinen Kriegsdienst im ersten Weltkrieg leisten. Nach seiner Rückkehr nach Berlin wird er Mitglied des Arbeitsrates für Kunst. 1920 legt er seinen eigenen Entwurf für den deutschen Reichsadler vor. 1931 wird er Mitglied der Akademie der Künste. Doch nur zwei Jare später wird seine Kunst von den Nationalsozialisten als "entartete Kunst" abgestuft und er wird aus der Akademie ausgeschlossen. Innerhalb kürzester Zeit bekommt Karl Schmidt Rottluff Ausstellungsverbot und seine Werke werden beschlagnahmt. 1941 wird ihm sogar Malverbot erteilt. Er zieht sich nach Chemnitz zurück. 1947 beginnt er seine Professur in Berlin an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. 1967 wird auf seinen Willen das Brücke Museum in Berlin eröffnet. Am 10.8.1976 stirbt Karl Schmidt-Rottluff in Berlin.

Frauenkopf und Maske

Kunstepoche

Das Bild Frauenkopf und Maske von Karl Schmidt ist ein hervorragendes Beispiel für den Expressionismus. Denn in der Epoche des Expressionismus wurde weniger auf räumliche Darstellung geachtet, stattdessen wurden gern sehr reine und bunte Farben verwendet und mit vereinfachten Formen gearbeitet. Karl Schmidt-Rottluff war neben Erich Heckel einer der großen Vertreter des Expressionismus. Doch zu der Zeit der Nationalsozialisten wurden viele Werke als "entartete Kunst" abgestuft und ihre ausstellung wurde verboten.

Analyse

Das Bild Frauenkopf mit Maske wurde 1912 mit Ölfarbe auf Leinwand gemalt. Diese Büste besitzt einen expressionistichen und anmutend leicht kubistichen Wiedergabemodus. Auch die Perspektive des Bildes ist stark charakteristich für den Expressionismus. Es ist eine subjektive Perspektive ohne dreidimensionale Darstellung oder Fluchtpunkt. Ein Gefühl der Räumlichket wird nur durch Überlappungen vermittelt. Es besitzt grobe aber Spitze, großflächige Formen mit Ausdrucksfarben, welche sehr bunt und rein gewählt sind. Es zeigt eine sehr lineare und flächige Malweise und viele Hell-Dunkel-, Warm-Kalt- und Farbe-an-sich Kontraste. Es ist eine anmutend symmetrische Komposition mit einem Schwerpunkt der es ein einzelnes Ellement im Bild gibt und der Hintergrund ist eher unwichtig. Es gibt eine unsichtbare Lichtquelle, welche einen leichten Hell-Dunkel Kontrast vermittelt. Es wirkt sehr ernst und leicht provokant was die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft betrifft.

Quellen