Schiffe im Hafen am Abend

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"Schiffe im Hafen am Abend"

Das Bild „Schiffe im Hafen am Abend“ entstand 1828. Es wurde von Caspar David Friedrich mit Öl auf Leinwand gemalt. Es befindet sich derzeit im Albertinum Dresden, Galerie Neue Meister. Man sieht einen verlassenen Fischerhafen mit Fischernetzen und aufgefalteten Segeln. Einige Boote schwimmen im Wasser am Hafen. Der komplette untere Teil des Bildes ist in dunklen, düsteren Farben gehalten und auch der Himmel wirkt wie in der Dämmerung. Trotzdem ist das Bild nicht dunkel und düster, denn die untergehende Sonne strahlt Wärme und Zuversicht aus. Wenn man das Bild ansieht fühlt man sich sehr geborgen und getröstet, denn der Hafen wirkt heimisch. Doch im Hintergrund sieht man einige Schiffe, die weit draußen auf See sind. So fühlt man auch Sehnsucht nach der Ferne, Hoffnung und Freiheit, wenn man das Bild betrachtet.

"Schiffe im Hafen am Abend

Analyse des Bildes

Das Bild ist mit einer Mischtechnik gemalt, welche Friedrich bei vielen seiner Malereien angewendet hat. Dazu hat er die Untermalungen mit Temperafarbe aufgetragen und darüber eine lassierende Ölschicht gemalt. Die Malerei zeigt eine naturalistisch wiedergegebene Landschaft, welche in Zentralperspektive dargestellt ist. Durch die raumschaffenden Mittel (z.B. Hell-Dunkel) wirkt es, als würde man direkt vor dem Hafen stehen. Das Bild ist sehr kleinteilig gemalt wurden, sowohl die Boote im Vordergrund, als auch der Himmel mit der untergehenden Sonne. Es wurden Lokal- bzw. Gegenstandsfarben verwendet, wobei die Farben am Boden dunkel, schwer und getrübt wirken und die Farben des Himmels hell, zart und warm. Das Bild ist sehr malerisch und wirkt natürlich, wiklichkeitsnah und leicht bewegt. Doch es ist auch ruhig, ernst, harmonisch und träumerisch.

Der Künstler - Caspar David Friedrich

Caspar David Friedrich wurde am 5. September 1774 in Greifswald geboren. Er stammt aus einer Handwerkerfamilie, doch seine Kindheit war überschattet vom frühen Tod der Mutter. Seine künstlerischen Studien führte er in der Kunstakademie Kopenhagen durch und zog dann nach Dresden. Doch sein inniges Verhältnis zu seiner Heimat und der norddeutschen Landschaft hielt stand und prägte seine Persönlichkeit und seine Kunst stark.

Um 1807 entstanden die ersten Ölgemälde von Friedrich. Er malte mit Mischtechnik, mit einer Verbindung von Öl- und Temperafarben.

Er schuf meist komponierte Seenlandschaften und wollte mit ihnen den Sinn des Lebens und die Ewigkeit darstellen. Wichtig war ihm der Augenblick der spirituellen Erfahrung des Betrachters. Dieser sollte Teil des Bildes werden und die Gefühle des Malers nachempfinden können. Seine Landschaftsbilder sind Sinnbilder für Symbolik.

Heute ist er überall auf der Welt bekannt und seine Werke werden in den unterschiedlichsten Galerien ausgestellt. Er ist ein Inbegriff für die romantische Malerei und seine präzise Bildpositionen sind zum Symbol für die Romantik geworden.