Begabungsförderung

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Der Begriff Begabungsförderung ersetzt immer häufiger Begriffe wie "Hochbegabtenförderung" oder "Begabtenförderung".

Gründe dafür sind unter anderem:

  • Auch bei Hochbegabten lassen sich einzelne Begabungen voneinander abgrenzen, die verschieden stark ausgeprägt sein können.
  • Die Erkenntnisse der Hochbegabtenforschung lassen sich auf Bildung und Erziehung aller Menschen übertragen und liefern wertvolle Ergebnisse für Unterricht und Schulorganisation im Allgemeinen.
  • Politische Gründe: Da das Thema sehr umstritten ist, lässt sich der Begriff "Begabungsförderung" besser "verkaufen".

Inhaltsverzeichnis

Begabungsförderung in der Schule

Der gezielten Förderung und Forderung des Einzelnen kommt im Rahmen der Bildungsreform eine wachsende Bedeutung zu. Unterrichtsmethoden, die individuelle Begabungen und Interessen, aber auch ein unterschiedliches Arbeitstempo berücksichtigen, wie zum Beispiel Formen der Binnendifferenzierung, aber auch neue Formen der Leistungsbewertung, wie zum Beispiel Kriteriengestütztes Korrekturverfahren und Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen, werden in diesem Zusammenhang erprobt und zunehmend auch in den Bildungsplänen festgeschrieben.

Integrative Modelle

In der Regel sind Hochbegabte in den Regelschulen integriert.

Beispiele

Hochbegabtenklassen oder -züge

Vereinzelt werden "Hochbegabtenklassen" eingerichtet.

Beispiele

Fördermittel für Arbeitsgemeinschaften

In manchen Bundesländern werden Fördermittel zur Einrichtung von Arbeitsgemeinschaften für Hochbegabte zur Verfügung gestellt.

Beispiele

Schulen mit "Hochbegabtenprofil"

Neben den Schulen mit integrativen Modellen gibt es auch Einrichtungen, die sich von ihrem Profil her auf die Ausbildung Hochbegabter konzentrieren:

Deutschland

Baden-Württemberg

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Sachsen

Österreich

Schweiz

Kinder- und Schülerakademien

Seminare zur Förderung von Schülerinnen und Schülern in den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) im Regierungsbezirk Karlsruhe

Kinderuni

"Am 18. Mai 2002 ruft das Schwäbische Tagblatt mit folgendem Artikel den Start der Kinder-Uni aus:
Kinder, stürmt den Hörsaal!

Vereine, Verbände, Stiftungen

Forschung

Allgemein

Zusammenhang zwischen Musikerziehung und Intelligenzquotient

Hans Günther Bastian, Musikwissenschaftler an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, arbeitet am Thema "Begabungsforschung und Begabtenförderung in der Musik". Zwischen 1992 und 1998 führte er an Berliner Grundschulen eine Langzeitstudie "Zum Einfluss von erweiterter Musikerziehung (EMU) auf die allgemeine und individuelle Entwicklung von Kindern" durch.

Seiten auf Bildungsservern

Siehe auch

Wettbewerbe

Sonstige Weblinks zum Thema

Literatur zum Thema

  • Jost, Monika: Hochbegabte erkennen und begleiten. Universum Verlagsanstalt, 2004, 2., aktualisierte Neuauflage, ISBN 3898690911
  • Kluge, Karl-J., Pieper, Katrin: Wie Eltern und Erzieher Hochbegabte 'in den Griff bekommen' - und nicht umgekehrt! Lit, 2004, ISBN 3825880281
  • Reichle, Barbara u.a.: Hochbegabte Kinder. Beltz, 2004, ISBN 3407253516
  • Rohrmann, Sabine und Rohrmann, Tim: Hochbegabte Kinder und Jugendliche. Reinhardt, München, 2005, ISBN 3497017868
  • Rost, Detlef H.: Hochbegabte und hochleistende Jugendliche. Waxmann, 2000, ISBN 3893256857
  • Schulte zu Berge, Sabine: Hochbegabte Kinder in der Grundschule. Lit, 2004, ISBN 3825853489
  • Stapf, Aiga: Hochbegabte Kinder. Beck, 2003, 2., aktualisierte Auflage, ISBN 3406502520
  • Webb, James T. u.a.: Hochbegabte Kinder, ihre Eltern, ihre Lehrer. Huber, Bern, 2004, 4., aktualisierte Auflage, ISBN 3456841183