Hungerweg

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Kurzinfo
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Diese Seite befasst sich mit
Kinder- und Jugendliteratur (KJL).

Der Jugendroman Der Hungerweg Von Tirol zum Kindermarkt in Ravensburg. von Othmar Franz Lang schildert den Marsch einer Gruppe von Schwabenkindern aus dem Vinschgau in Südtirol nach Ravensburg. Schwabenkinder nannte man die etwa sieben- bis vierzehnjährigen Kinder, die vom 17. bis ins 20. Jahrhundert aus Vorarlberg, Nord- und Südtirol und der Schweiz alljährlich zu den Kindermärkten in Süddeutschland zogen, um sich dort von Frühjahr bis Herbst meist zum Viehhüten oder anderer landwirtschaftlicher Arbeit zu verdingen.

Inhaltsverzeichnis

Lektüreempfehlung

Noia 64 apps kontour.png   Meinung

Ich würde den Roman für die 5. oder 6. Klasse als Lektüre empfehlen. -- Fontane44, 18. Nov. 2007


Bitte ändere den Inhalt dieses Beitrags nicht. Denn er gibt eine persönliche Meinung wieder.

Nuvola apps edu miscellaneous.png   Unterrichtsidee

Fragen zur Lektüre

Aus welcher Sicht ist das Buch geschrieben? (Sebastian)

Kann man davon auch schon auf der ersten Seite etwas merken? (Vater, Mutter)

Wie ist das Verhältnis von Eltern und Sebastian?

Weshalb schicken sie ihn fort?

Woran merkt man, dass die Eltern arm sind?

Warum macht sich Schwingshackl Sorgen?

Was verpassen die Kinder, wenn sie nach Süddeutschland gehen? Wieso findet Schwingshackl das schlimm?

Warum bestimmt Schwingshackl "die aufgeschossene Walburga" dazu, als Letzte zu gehen?

Warum bleibt Walburga zurück, als ein Junge muss?

Suche Reschenpass, Vinschgau und Nauders auf einer Karte auf.

Was meint der Wirt, als er fragt: "An welchem Tag hat Gott die Armut gemacht?"

Weshalb tragen die Kinder Krippenfiguren mit sich?

Weshalb will Sebastian nicht wiederholen, was er gesagt hat? (S.38 unten) (Er will nicht an den Hunger erinnern.)

Weshalb ist es ungehörig, dass er von "Schlutzkrapferl" redet?

Weshalb bettelt Schwingshackl? Warum lässt er nicht die Kinder betteln? (S.41) (Leute gegen Kinderelend abgehärtet, Priester sind angesehen.)

Was hatten die Kinder mit Ochs oder Kuh vor dem Pflug zu tun? (S.43) (vgl. S.42: Nur wer genügend Geld hat, kann sich zusätzliche "Fresser" erlauben.)

Weshalb waren die Beine des ChristophorusWikipedia-logo.png "übel zugerichtet"? (S.77)

Weshalb soll die Schwäche in den Beinen eine Rache des Christophorus sein? (S.8o)

Weshalb wird den Kindern erst jetzt bewusst, dass sie wehrlos den Entscheidungen fremder Menschen ausgesetzt sein werden? (S.103-106)

Weshalb wünscht sich Sebastian, dass die Scheubles in den Himmel kommen, "auch wenn sie nur evangelisch waren"? (S.174)

Beziehungen zwischen den Personen

Mütterliche Fürsorge:

  1. Eltern
  2. Schwingshackl
  3. Burgl
  4. Finitante
  5. Frau Scheuble

Frage: Wie unterscheiden sich die verschiedenen Arten der Fürsorge?

Partnerschaftliche Liebe:

  1. Sebastian - Burgl
  2. Sebastian - Helene
  3. Onkel und Finitante
  4. Herr und Frau Scheuble

Frage: Wie unterscheiden sich die verschiedenen Arten der Liebe?

Sexualität ohne Liebe:

  • der Knecht
  • die Angst der Kirchenleute

Bibliographische Daten des Buchs

Othmar Franz Lang: Der Hungerweg. Von Tirol zum Kindermarkt in Ravensburg, dtv 1993 ISBN 3423702834

Literatur

  • Regina Lampert: Die Schwabengängerin. Hrsg. von Bernhard Tschofen. Limmat, Zürich 1996, ISBN 3-85791-301-0 (autobiographische Aufzeichnungen eines „Schwabenkindes“ aus der Zeit vor 1900)
  • Otto Uhlig: Die Schwabenkinder aus Tirol und Vorarlberg. 4. Auflage. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2003, ISBN 3-7030-0320-0 (wissenschaftliche Gesamtdarstellung) (Rezension)
  • Sabine Mücke, Dorothee Breucker: Schwabenkinder. Vorarlberger, Tiroler und Graubündner Kinder als Arbeitskräfte in Oberschwaben. Volksbank Ravensburg [u.a.], Ravensburg 1998 (Begleittext zur Ausstellung)
  • Loretta Seglias: Die Schwabengänger aus Graubünden. Saisonale Kinderemigration nach Oberschwaben. (Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte; Bd. 13). Kommissionsverlag Desertina, Chur 2004, ISBN 3-85637-297-0
  • Weitere Literaturhinweise

Linkliste

zum Autor:

zum Buch:

zum Film:

zu den Schwabenkindern: