Hymne

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Ihren Ursprung hat die Hymne in der Antike. Dort diente sie als "Preisgesang" zu Ehren eines Gottes oder Helden. Später (Renaissance, Barock, Aufklärung) wurden religiöse Themen und Lehren in den Hymnen aufgegriffen. Dabei nahm sie immer mehr die Form der Ode an. Erst mit Klopstock bekam die Hymne eine neue Bedeutung. Dort wurde sie zum Ausdruck leidenschaftlicher Begeisterung und religiösen Gefühls.

Beispiel

Dem Unendlichen (1764)

Wie erhebt sich das Herz, wenn es dich,
Unendlicher, denkt! wie sinkt es,
Wenns auf sich herunterschaut!
Elend schauts wehklagend dann, und Nacht und Tod!

Allein du rufst mich aus meiner Nacht, der im Elend, der im Tod hilft!
Dann denk ich es ganz, daß du ewig mich schufst,
Herlicher! den kein Preis, unten am Grab', oben am Thron,
Herr Herr Gott! den dankend entflamt, kein Jubel genug besingt.

Weht, Bäume des Lebens, ins Harfengetön!
Rausche mit ihnen ins Harfengetön, krystallner Strom!
Ihr lispelt, und rauscht, und, Harfen, ihr tönt
Nie es ganz! Gott ist es, den ihr preist!

Donnert, Welten, in feyerlichem Gang, in der Posaunen Chor!
Du Orion, Wage, du auch!
Tönt all' ihr Sonnen auf der Straße voll Glanz,
In der Posaunen Chor!

Ihr Welten, donnert
Und du, der Posaunen Chor, hallest
Nie es ganz, Gott; nie es ganz, Gott,
Gott, Gott ist es, den ihr preist!


Friedrich Gottlieb Klopstock, zitiert aus: Projekt Gutenberg-DE, 20.08.2009

Bekannte Vertreter

Goethe, Hölderlin, Klopstock, Novalis

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