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ToDo (weitere ToDos)

Diese Seite wurde aus mehreren Artikeln zusammengefasst. Sie müssen aktualisiert, gegliedert und evtl mit Aufgaben in den Lernpfad integriert werden. Matthias Scharwies (Diskussion) 06:18, 21. Nov. 2017 (CET)
Die Fabrik als neuer Arbeitsort

Die Industrielle Revolution hat durch Fortschritte in den Naturwissenschaften sowie technische Innovationen das Leben und Arbeiten der Menschen seit dem 19. Jahrhundert nachhaltig verändert. Begonnen hat die Industrialisierung im 18. Jahrhundert in England. Von dort breitete sie sich im 19. Jahrhundert über Europa auf der ganzen Welt aus. Deutschland blieb zunächst hinter der Entwicklung in England zurück. Dies hatte mehrer Gründe:

  • Die territoriale Zersplitterung und die damit verbundenen Zollgrenzen sowie unterschiedliche Währungen behinderten die wirtschaftliche Entwicklung
  • Viele Bauern gingen noch Nebenerwerben nach, sodass die landwirtschaftlichen Erträge sehr gering ausfielen. Des Weiteren schränkte die Abhängigkeit der Bauern von ihren Grundherren die Mobilität stark ein.
  • Die Standesschranken und die fehlende Investitionsfreudigkeit der vermögenden Schichten hemmten ebenfalls die wirtschaftliche Entwicklung.
  • Die Handwerker unterlagen ihren Zunftordnungen, die innovatorische Entwicklungen unterbanden.
  • Der Merkantilismus unterband die Entstehung freier Märkte.

Diese Hürden galt es abzubauen, um die Voraussetzungen für die Industrialisierung zu schaffen. In Deutschland wurde der Eisenbahnbau zum Wegbereiter der Industrie, der zu einer rasanten Produktionssteigerung beitrug. Dabei kam dem Staat eine große Bedeutung als Förderer oder Finanzier des Eisenbahnbaus zu, da sonst nicht genug Kapital zur Verfügung stand. Die Zahl der Beschäftigten im gewerblichen Sektor nahm stark zu. Schon um 1880 hatte das Sozialprodukt aus Handel und Gewerbe die Landwirtschaft in Deutschland überholt. Nach der 1. industriellen Revolution des 18./19. Jahrhunderts, die durch die Textilindustrie, Eisenindustrie und den Eisenbahnbau geprägt war, setzte um 1900 die 2. industrielle Revolution ein. Nach der Reichsgründung 1871 kam es trotz des industriellen Fortschrittes zuerst zu einer großen Depression in der Wirtschaft.

Gründe für die zahlreichen Neugründungen von Firmen, Kapitalgesellschaften und Banken (Gründerjahre) waren

  • der wachsende Konsum durch den Bevölkerungsanstieg und eine leichte Erhöhung der Reallöhne.
  • die Steigerung der Produktion durch verstärkte Investitionen in Ausbau und Modernisierung der Kapazitäten.
  • der neu entstandene einheitliche große Wirtschaftsraum (verstärkt durch die annektierten Gebiete Elsass und Lothringen), der der Industrie bessere Absatzmöglichkeiten bot und die Investitionsfreudigkeit steigerte.
Wirtschaftswachstum in Deutschland 1870-1913

Die fortschreitende ungebremste Industrialisierung führte zu einer Hochkonjunktur. In Deutschland kam es zu einer sprunghaften Gründung von Aktiengesellschaften. Die steigende Nachfrage nach Kriegsmaterial, die französischen Reparationszahlungen (Deutsch-Französischer Krieg) und die wirtschaftlichen Wachstumserwartungen provozierten übersteigerte Investitionen, sodass es Anfang der 70er Jahre zum Wirtschaftsumschwung (Gründerkrach) und zu einer wirtschaftlichen Depression kam. Die Krise traf vor allem die Landwirtschaft. Schwere Kursstürze rissen zahlreiche Banken und Industrieunternehmungen in ganz Europa in den Untergang. Erst ab 1873 kam es wieder zu einem (verlangsamten) Wirtschaftswachstum, wobei es Mitte der 90er Jahre zu einem erneuten Aufschwung durch neue Industriezweige (Elektrotechnik, Chemie, Motoren) kam.

Inhaltsverzeichnis

Artikel: Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert

Die Epochen des Industriezeitalters: von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution [1]
Der Deutsche Zollverein zum Zeitpunkt der Gründung (blau), mit Gebietserweiterungen bis 1866 (grün) sowie nach 1866 (gelb).
Mechanische Werkstätten von Friedrich Harkort in den Ruinen der Burg Wetter

Die Industrielle Revolution im 19. Jahrhundert veränderte innerhalb weniger Jahrzehnte die Lebenswelt der Menschen in Europa, vor allem in England, Frankreich und Deutschland. Das Industriezeitalter beginnt. In diese bis in die Gegenwart reichende Ära fällt die Entstehung der Arbeiterbewegung und Gewerkschaften und auch der Beginn der Sozialgesetzgebung.

Die Veränderungen durch die erste Industrielle Revolution

Vorindustrielle Zeit
(man bezeichnet diese Epoche auch als 1. Solare Zivilisation)[2]
Epoche der regenerativen Energiequellen:
Holz[3] [4], Holzkohle, Torf, Tierdung, Wind und Wasserkraft
Die Epochen des Industriezeitalters[5] [6] [7]
Erste industrielle Revolution
(ab ca. 1750)
Epoche der Kohle; Erfindung der Dampfmaschine (1712 von Th. Newcomen; Optimierung durch J. Watt 1769);
Trennung von Produktions- und Wohnstätte[8] (erfordert "Mobilität" der Arbeitnehmer!)
Zweite industrielle Revolution
(um ca. 1900)
→ Industrielle Revolution als politische Frage
(Zeit-Tafel: Das Industriezeitalter)
Dritte industrielle Revolution
(ab ca. 1975)
→ Industrielle Revolution als politische Frage
(Zeit-Tafel: Das Industriezeitalter)

Schaubild

Bei der folgenden tabellarischen Übersicht wird jeweils differenziert zwischen den beiden Bedeutungsebenen (Prozessbegriff versus Epochenbegriff).

Zeit Terminus technicus Charakteristika / Details  
ab ca. 1750 Erste Industrielle Revolution  
  maßgebl. Erfindungen DampfmaschineWikipedia-logo.png; SpinnmaschineWikipedia-logo.png; mechan. Webstuhl; Dampflokomotive; EisenbahnWikipedia-logo.png  
(Ebene 1) Prozessbegriff:
Technischer Wandel
Industrialisierung (Schlüsselindustrien: Textil, Kohle, Stahl) (die Anfänge der Massenproduktion)  
    Mechanisierung (menschliche Muskel- wird durch Maschinenkraft ersetzt)  
(Ebene 2) Epochenbegriff:
Gesellschaftswandel
Übergang von der AgrargesellschaftWikipedia-logo.png zur IndustriegesellschaftWikipedia-logo.png  
  plakativ: Gesellschaftsumbruch vom Ackerbau zum Autobau  
    Entstehung einer industriellen Arbeiterschaft,

Arbeitsmigration (UrbanisierungWikipedia-logo.png: rasch wachsende Industriestädte)

 
  Soziale Frage

im 19. Jahrhundert

Das Kernproblem:

Verelendung + totale Existenzunsicherheit der Arbeiter
(Massenarbeitslosigkeit, Hungerlöhne etc. pp.)

 
    Unternehmer Staat Kirchen Gesellschaft  
  gesellschaftliche bzw. politische Reaktionen


ggf.:
Lösungsversuche

beklagen unerbittlichen Konkurrenzdruck

vereinzelt:
betriebliche Sozialpolitik
(z. B.: Arbeiterwohnungen:
Krupp-Siedlungen)

Robert OwenWikipedia-logo.png
Ernst AbbeWikipedia-logo.png
C.F. von StummWikipedia-logo.png

Um die Massenarbeitslosigkeit einzudämmen, wird die Auswanderung von staatlicher Seite gefördert.
Drei Reform-Zweige[9]
  1. Schutz-Zölle
  2. Steuerreform
  3. Aufbau eines
    Sozialstaates:
Katholische Kirche
Papst Leo XIII.:
Sozial-Enzyklika Rerum NovarumWikipedia-logo.png
Evangelische Kirche
Johann Hinrich WichernWikipedia-logo.png,
Friedrich von BodelschwinghWikipedia-logo.png
Arbeiterbewegung
Ferdinand LassalleWikipedia-logo.png, August BebelWikipedia-logo.png, Wilhelm LiebknechtWikipedia-logo.png etc.
Sozialismus

Friedrich Engels

Wissenschaft
KathedersozialistenWikipedia-logo.png
 
 

Industrielle Revolution

Maehnrot.jpg
Merke:
Definition (Epochenbegriff): Als (erste) Industrielle Revolution
bezeichnet man den Gesellschaftsumbruch von der Agrar- zur Industriegesellschaft.
(plakativ: Gesellschaftswandel vom Ackerbau zum Autobau)

Die vorindustrielle Agrargesellschaft

→ Datei:Bruno_Huhnt_Gliederung_Soziale_Frage_didaktischer_Entwurf.jpg

Wandlungen während des Industrialisierungsprozesses

Zeche Mittelfeld, Ilmenau (Zeichnung um 1860)
→ Datei:Bruno_Huhnt_Gliederung_Soziale_Frage_didaktischer_Entwurf.jpg
Was wurde durch die Industrialisierung verändert?
Die stichwortartige Gegenüberstellung verdeutlich vor allen die veränderten Arbeitsverhältnisse (Nr. 1 bis Nr. 5)
  vorher später
1 Handarbeit Maschinenarbeit
2 Einzelproduktion für den bekannten Auftraggeber Massenproduktion für den Markt
3 Einheit von Familie und Beruf Trennung von Familie und Beruf,
"Freizeitfamilie"
4 Haus, Handwerksstube, Feld Fabrik (Produktionsstätte)
5 Geräte und Hilfsmittel im Eigentum Maschinen (Produktionsmittel), die dem Unternehmer gehören
6 Bauern und Handwerker (75 %) Arbeiter, Arbeitnehmer (75 %)
7 Einkommen Lohn (Lohnarbeit per DienstvertragWikipedia-logo.png)
8 Dorf und Kleinstadt Großstadt und Industrierevier
9 Stände Klassen
Quelle: Bruno Huhnt, a. a. O., Seite 41


Phasen

  1. Frühindustrialisierung: Die erste Phase der Industrialisierung (1835 - 1849)
  2. Die zweite Phase der Industrialisierung in Deutschland (1850 - 1870)

(vgl. Dieter Griesshaber (Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.): Industrielle Revolution)

Aspekte

Der Eisenbahnbau als Ausdruck der industriellen Revolution (hier die Bonn-Cölner Eisenbahn um 1844)
Lokomotivfabrik von August Borsig (um 1847)


Entwicklung der Eisenbahn

Die Entwicklung des Eisenbahnetzes in Deutschland zeigt sehr anschaulich die folgenden animierte Karte, die auf den Seiten der IEG zu finden ist: Eisenbahnen in Deutschland 1835-1885.

UrbanisierungWikipedia-logo.png: hygienische Verhältnisse / ökologische Folgen
Vor mehr als einem Jahrhundert stank es in Berlin zum Himmel. Die Kloake schwamm zusammen mit dem Regenwasser durch die Rinnsteine der Stadt und sorgte neben dem üblen Gestank für katastrophale hygienische Verhältnisse. Erst der Einsatz von Hygieneexperten wie des Berliner Arztes Rudolf Virchow oder des Architekten James Hobrecht sorgte für die Einführung eines Abwassersystems, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einer wesentlichen Verbesserung der hygienischen Umstände führte und die Sterbe- und Krankheitsrate senkte. [...]


[...] Es wird stets von Seiten der Sozialdemokraten, wenn sie uns die Ideale ihrer Zukunft schildern wollen, ein Schleier vor die Sache gezogen. [...] Nun hat die Sache allerdings auch ihre Kehrseite. Denn, wie ich schon sagte: keine Arbeit ohne Genuß, aber auch kein Genuß ohne Arbeit. Arbeiten muß jeder, auch derjenige, der sonst seiner früheren Stellung nach daran nicht gewöhnt ist. [...] Z. B. muß ein Gelehrter Vormittags die menschlichen Fäkalstoffe auf das Feld führen und Nachmittags studirt er den Aristoteles. Das sind keine Hirngespinste, sondern das steht so gut wie wörtlich in dem Buche. [...]


Aus: Rede des Staatsministers von Puttkamer in der Sitzung des Deutschen Reichstags am 20. März 1884

Bevölkerungszuwachs
[...] Die Industrialisierung wurde im 19. Jahrhndert vom größten Bevölkerungszuwachs in der deutschen Geschichte begleitet, der zu Recht manchmal auch als „demografische Revolution“ [...] bezeichnet wird. Die Zahl der Einwohner auf dem Gebiet des Deutschen Reiches nahm zwischen 1816 und 1850 von 24,8 Millionen auf 35,5 Millionen um mehr als 40 % zu und schnellte dann nochmals auf knapp 65 Millionen im Jahr 1910 in die Höhe [...]. Die Bevölkerung nahm dramatisch zu, obwohl Deutschland seit dem frühen 19. Jahrhundert bis in die 1890er Jahre mehrere Auswanderungswellen erlebte [...].

* Rainer Geissler: Die Sozialstruktur Deutschlands, Vs Verlag, 2008, Seite 32 f.

Industrialisierung im Ruhrgebiet

Barmen um 1870 vom Ehrenberg aus gesehen, Gemälde von August von Wille
Zeche Sterkrade, Foto, ca. 1910–1913

Bilder zur Industrialisierung im Ruhrgebiet

Soziale Frage

→ Datei:Bruno_Huhnt_Gliederung_Soziale_Frage_didaktischer_Entwurf.jpg


Zum Begriff
  •  : Die Soziale Frage (synonym: die Arbeiterfrage) - unspezifer Epochenbegriff (nebst Kriterien bzw. Systematik zu dessen genauerer Spezifikation):
[...] Ein soziales Problem entsteht erst dadurch, daß die thatsächlichen Zustände der Gesellschaft in Widerspruch geraten mit einem Gesellschaftsideal, mit einem Zustand, wie er nach der idealen und sittlichen Anschauung sein sollte, und daß man allgemein zu der Überzeugung gelangt ist, daß Staat und Gesellschaft die Möglichkeit und die Pflicht haben, diesen Widerspruch zwischen Ideal und Wirklichkeit, zwischen dem, was sein sollte, und dem, was ist, zu heben. Soziale Probleme können deshalb doppelten Ursprungs sein. Sie können einerseits entstehen dadurch, daß die thatsächlichen Zustände sich gegen früher verschlechtert haben. Sie können aber auch anderseits entstehen, ohne daß eine solche Verschlechterung eingetreten, lediglich dadurch, daß ein Volk sich höhere Gesellschaftsideale stellt als früher. [...]

* Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 1. Band: Arbeiterfrage (Seite 750)]

Kinderarbeit

Arbeiterbewegung

→ Arbeitsrecht#Unterrichtsmaterial → Die Anfänge des Arbeitsrechts
→ Armut_und_Reichtum#Existenzminimum → das Existenzminimum aus ökonomischer Sicht
[...] 2. Das eherne ökonomische Gesetz, welches unter den heutigen Verhältnissen, unter der Herrschaft von Angebot und Nachfrage nach Arbeit, den Arbeitslohn bestimmt, ist dieses: daß der durchschnittliche Arbeitslohn immer auf den notwendigen Lebensunterhalt reduziert bleibt, der in einem Volke gewohnheitsgemäß zur Fristung der Existenz und zur Fortpflanzung erforderlich ist. Dies ist der Punkt, um welchen der wirkliche Tageslohn in Pendelschwingungen jederzeit herum gravitiert, ohne sich jemals lange weder über denselben erheben, noch unter denselben hinunterfallen zu können. Er kann sich nicht dauernd über diesen Durchschnitt erheben — denn sonst entstände durch die leichtere, bessere Lage der Arbeiter eine Vermehrung der Arbeiterehen und der Arbeiterfortpflanzung, eine Vermehrung der Arbeiterbevölkerung und somit des Angebots von Händen, welche den Arbeitslohn wieder auf und unter seinen früheren Stand herabdrücken würde. [...]

  • Ferdinand Lassalle: Offenes Antwortschreiben. An das Zentralkommitee zur Berufung eines Allgemeinen Deutschen Arbeiterkongresses zu Leipzig, 1. März 1863.

Kirchen

Katholische Kirche

  • Kolpingwerk Deutschland gGmbH:
  1. Kolping und die soziale Frage
  2. Zur Arbeiterfrage - Kolpingtext
    Aus Band 5 der Kolpingschriften stammt der Text "der unvollendete Text" zur Arbeiterfrage, eine grundsätzliche Auseinandersetzung Kolpings mit wichtigen Aspekten der sozialen Frage seiner Zeit und zugleich der letzte grundsätzliche Beitrag aus der Feder Adolph Kolpings.

Evangelische Kirche

...

Wissenschaft (KathedersozialismusWikipedia-logo.png)

Es gibt Zeiten, in denen die wirtschaftlichen Verhältnisse die Lebensbedingungen der Menschen in besonderer Weise belasten. Gegenwärtig lautet die von Seiten der Sozialwissenschaften aufgeworfene Frage angesichts der krisenhaften wirtschaftlichen Situation, über welche Möglichkeiten der Staat verfügt (und welche Konzepte er entwickeln sollte) um gesellschaftliche Grundprinzipien wie ‚Gerechtigkeit, Verantwortung und Sicherheit‘ auch in Zukunft noch gewährleisten zu können.
→ Soziale Frage#Literatur

=

Stift.gif   Aufgabe

Betrachte bitte - aufmerksam - die nachstehend verlinkten Grafiken:

Untersuche bitte - unter den dort genannten Aspekten - ob bei der folgenden Textpassage die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse (insbesondere den Klimawandel betreffend) in angemessener Weise berücksichtigt wurden (Stichwort: Zukunftskompetenz).

[...] Mit "erfolgreicher" Industrialisierung meint Buchheim (1994)*) den Prozess der Entstehung einer Industriegesellschaft, die u.a. durch die Anhebung eines allgemeinen Lebensstandards gekennzeichnet ist. [...]


*) Christoph Buchheim: Industrielle Revolutionen. Langfristige Wirtschaftsentwicklung in Großbritannien, Europa und in Übersee. München 1994



  1. Trag oberhalb dieser Zeitache bitte die Dir bekannten Epochenbegriffe ein.
  2. Ordne unterhalb dieser Zeitachse bitte die folgenden "Phasen" ein:
    epochenübergreifender Prozessbegriff "Industrialisierung": 3 bzw. 5 Phasen
  3. Ordne anschließend (eine Ebene darunter) bitte die Kondratjew-ZyklenWikipedia-logo.png ein:
    Kondratjew-Zyklen
  4. Untersuche bitte am Beispiel des Begriffs "De-Industrialisierung" (Phase 5), ob das Klassifikationssystem (vgl. hierzu: Sprache) im Allgemeinen sowie dieser Begriff im Besonderen die Lebenswirklichkeit zutreffend beschreibt (vgl. hierzu: Zukunftskompetenz#Politik_und_Sozialwissenschaften → "Die Eine Welt"). Mit anderen Worten: findet der "De-Industrialisierungsprozess" in ALLEN Nationen des Globus gleichermaßen statt? Sind alle Wirtschaftssektoren (vgl.:#Grundwissen) gleichermaßen betroffen? Wird der "De-Industrialisierungsprozess" in der Literatur als "Fortschritt" oder als "Rückschritt" bewertet.
    (Welchem KulturkreisWikipedia-logo.png und welchem WissenschaftsbereichWikipedia-logo.png sind die Autoren der hier in Rede stehenden Publikationen zuzuordnen?)
  5. Schau Dir bitte die Prognosen (Projektionen) des IPCC an:
    1. Klimawandel#Weltklimabericht_2007
    2. Diskussion:Klimawandel#Grundannahmen für die SRES-Szenariofamilien
    Bitte positioniere Dich.
  6. Bitte informiere Dich über die Auswirkungen unserer Lebensweise (Lebensstandard) hinsichtlich der biologischen Ressourcen:
  7. Bzgl. der Landwirtschaft eines industrialisierten Landes lautet das Resultat einer Diplomarbeit, dass dieser Sektor "nicht als Netto-Energielieferant betrachtet werden kann." (vgl. Energie#Energieflüsse im Landwirtschaftssektor).
    Kann bzw. darf die Industrialisierung unter dem o. a. Aspekt als "erfolgreich" bezeichnet werden? Bitte positioniere Dich.


Bundeszentrale für politische Bildung

Lernmodule für Offenen Geschichtsunterricht

Schulbuchverlage

Ausgesprochen übersichtlich gestaltete Material-Seite (Arbeitsblätter).

Digitale Schule Bayern

Grafiken (kompetenzorientierte Didaktik)

Naturwissenschaften in Kita und Grundschule


Grafische Darstellung der Entwicklung (Zeitraum 1750 bis heute)
Bevölkerungsexplosion
(Demographische Entwicklung)
  1. Grafik (en:wikipedia)
  2. Grafik (de:wikipedia)
... ...
BIP pro Kopf (Industrie-Nationen) Grafik: Abb. 1 + 2, Seite 4 von 85; PDF-Datei)
CO2-Emission
Fossile Brennstoffe - globale CO2-Produktion seit 1860.jpg

Grundwissen

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Grundwissen

Die folgenden Begriffe werden in der Prüfung als bekannt vorausgesetzt.

Wortschatz (sozioökonomische Veränderungen)
(ökonomische Veränderungen)
  1. Primärer Sektor → Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei
  2. Sekundärer Sektor → Industrieller Sektor
  3. Tertiärer Sektor → Dienstleistungsbereich
  4. Quartärer Sektor → Informationstechnologie (IT-Sektor)
  5. ...
(soziale Veränderungen)
(vgl. bspw.: http://www.bpb.de/themen/WZDR7I,0,Gesundheitspolitik_Lernobjekt.html?guid=AAB119&lt=AAB383 )

Einzelnachweise

  1. BMU-Broschüre: Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert (Seite 14 von 148 der PDF-Datei), Tabelle "Von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution"
  2. Vgl.: Rolf Schwarze (FH Bielefeld): Vorlesungsskript (März 2005) "Regenerative Energien und Klimaschutz" (Seite 11 von 42 der PDF-Datei), Abb.: Fossiles/nukleares Energiezeitalter zwischen 1. und 2. solarer Zivilisation
  3. Vgl. dazu Matthias Rekow: Die Entstehung der industriellen Welt - die Geschichte einer Energiekrise?
  4. Vgl. hierzu E. Specht (Uni Magdeburg): Verbrennungstechnik (WS 07/08) "Brennstoff Holz" (Seite 9 f. von 14 der PDF-Datei)
  5. öbv Österreichischer Bundesverlag: Das Industriezeitalter (Seite 3 von 4 der PDF-Datei)
  6. In Anlehnung an Ch. Franke (03/06): Skript zur Vorlesung "Rationeller Energieeinsatz" (Seite 14 von 96 der PDF-Datei), Kapitel 1.2 Weltenergieversorgung
  7. Jens Ivo Engels: Umweltgeschichte als Zeitgeschichte (Aus Politik und Zeitgeschichte Nr. 13 / 27.03.2006)
  8. Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM Internet e.V.): Industrielle Revolution und Soziale Frage (Wiederholungsthesen), Seite 1 von 3 der PDF-Datei
  9. Vgl. Otto von Bismarcks Rede im Deutschen Reichstag am 20. März 1884;
    (auch abrufbar bei der Staatsbibliothek zu Berlin: online)


Materialien


Lernpfadinhalte

Die nachfolgenden Einzelkapitel geben dir einen Einblick in die wichtigen Themenfelder zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Sie setzen sich mit folgenden Fragen auseinander:

  • Welche Veränderungen bewirkte die Industrialisierung in den Lebens- und Arbeitsverhältnissen?
  • Welche sozialen Spannungen und Konflikte entstanden im Zuge der Industrialisierung und welche Konsequenzen zogen die beteiligten Gruppierungen daraus?
  • Welche Lösungsvorschläge wurden vorgebracht und umgesetzt?

Methodenarbeit:

  • Kartenarbeit
  • Arbeit mit Statistiken
  • Bildanalyse und -interpretation



Abschließender Wissenscheck zur Einheit

Setze dich mit folgenden Aufgaben auseinander. Du kannst sie allerdings erst abarbeiten, wenn du die einzelnen Themengebiete wiederholt und gelernt hast.

  1. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte in Deutschland die Industrialisierung ein. Erkläre diesen Umstand unter Berücksichtigung der Ausgangssituation in Deutschland!
  2. Stelle den Verlauf der industriellen Revolution in Deutschland dar!
  3. Erörtere die Veränderungen der Lebensbedingungen im Verlauf der industriellen Revolution!
  4. Erörtere die Problematik der sozialen Frage!
  5. Diskutiere unterschiedliche Lösungsansätze zur sozialen Frage unter Berücksichtigung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppierungen!


Nuvola apps kig.png   Merke

Grundwissen

Die folgenden Begriffe solltest du kennen:

Merkantilismus, Verlagswesen, Fabrik, soziale Frage, Sozialgesetzgebung, Sozialistengesetz, industrielle Revolution, Urbanisierung