Karl Popper

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Sir Karl Popper (1980)

Karl Raimund Popper (1902-1994) war ein österreichisch-britischer Philosoph, der den kritischen Rationalismus begründete.

Aspekte seines Werks

Über Popper

"Poppers Theorie ist erfolgreich gewesen hauptsächlich mit seiner Theorie über den Erfolg von Theorien." (Eckard Nordhofen, ZEIT v. 23.9.1994, S.70)

Logik der Forschung. Falsifikationismus. "Unser Wissen über die Welt macht dadurch Fortschritte, dass wir unsere Theorien mit der Erfahrung konfrontieren, sie dort scheitern lassen und dann nach besseren Theorien suchen. Wissenschaftlich sind unsere Theorien genau dann, wenn sie ein solches Scheitern erlauben, wenn sie also widerlegbar oder, wie Popper sagt, 'falsifizierbar' sind. Die Kritik, die Suche nach Widerlegbarkeit wird dann zum Motor des menschlichen Fortschrittes.
Das Elend des Historizismus: Es gibt nach Popper keine historischen Gesetze, die sich in ihrem wissenschaftlichen Anspruch mit Naturgesetzen vergleichen lassen. Wir können immer nur einzelne historische Tendenzen, aber niemals den Gang der Geschichte als Ganzes begreifen, wie dies die großen Geschichtsphilosophen des 19.Jh., Hegel und Marx, beansprucht hatten. Die Zukunft, das war Poppers feste Überzeugung, ist offen und hängt von uns selbst ab. Wir sind nicht durch die Fesseln einer historischen Notwendigkeit gebunden.
Die offene Gesellschaft und ihre Feinde: 'Der Zauber Platons' enthält eine kritische und provozierende Auseinandersetzung mit dem Verfasser der ersten uns überlieferten Staatsutopie. Der zweite Band, 'Falsche Propheten', ist eine Abrechnung mit Hegel und Marx und der Tradition des Historizimus. Alle drei Denker gelten Popper als Vorläufer des Totalitarismus. Doch das Buch ist mehr als eine Auseinandersetzung mit der Philosophiegeschichte: Es entwickelt auch eine Theorie der modernen liberalen Demokratie als Alternative zur geschlossenen Gesellschaft der totalitären Diktaturen. (Aus: Philosophenportal)

„Die hypothetisch-deduktive Methode ist der Weg der Erkenntnis: Wir entwickeln Hypothesen, leiten aus ihnen Ereignisse ab, die nicht eintreten dürfen, wenn die Hypothese stimmt, suchen dann solche Ereignisse und korrigieren die Hypothese im Lichte ihrer Falsifizierung.“ (Ralf Dahrendorf, ZEIT v. 23.9.1994, S.70)

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