Pumphutt beim Lohtalmüller

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Eine Geschichte aus dem Umkreis der Krabatsage

Der Lohtalmüller war nah am Verzweifeln, er wusste nicht, wie er die nächsten Steuern bezahlen sollte, seine Frau war krank, und er musste alle Arbeit allein machen.

Da kam eines Abends ein alter Müllergeselle zu ihm und fragte ihn, ob er bei ihm übernachten dürfte.

Der Müller wollte ihn schon abweisen, da fragte seine Frau: "Wer ist denn da? Was will er denn?" "Ach, ein alter Geselle, der über Nacht hier bleiben will. Es sind jetzt so viele unterwegs", sagte der Müller.

"Er soll bei uns bleiben", sagte die Frau. Wo zwei satt werden, da langt es auch für drei. Ich esse ja sowieso nicht viel." Darauf meinte der alte Geselle: "Vergelt's Gott!" und fragte, ob er denn auch etwas arbeiten könne. Der Müller meinte, dass der Geselle zu alt sei, um noch viel zu schaffen; aber er meinte, er könne ja das Mehl aus dem Mahlwerk in die Säcke füllen.

Am nächsten Morgen fühlte sich die Frau ganz gesund, und der Mann meinte: "Da haben wir ja eine Belohnung dafür, dass der Geselle bei uns übernachtet hat."

Als er dem Gesellen die freudige Nachricht überbringen wollte, war der aber schon aufgebrochen.

Der Müller sah ihm nach. Und als er seinen spitzen Hut sah und der goldene Ring in seinem Ohr blitzte, rief er: "Warum habe ich ihn denn vorher nicht erkannt, das muss der PumhuttWikipedia-logo.png gewesen sein. Jetzt weiß ich, warum meine Frau gesund geworden ist."

Was er aber noch nicht wusste, war, dass zwölf voll gefüllte Mehlsäcke beim Mahlwerk standen, genug, um seine Steuern zu bezahlen. Dabei hätte das Korn im Mahlwerk nicht einmal für einen Sack gereicht.