Leonardo-Mann

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Leonardo-Mensch auch vitruvianischer Mensch genannt, zeigt einen Mann, der sowohl in einem Quadrat als auch in einem Kreis steht.

Der vitruvianische Mensch (Feder und Tinte auf Papier, ca. 1490)

Inhaltsverzeichnis

Erklärung

Vitruvius positionierte einen Mann in die Mitte von einem Quadrat und einem Kreis, indem er davon ausging, dass der Bauchnabel die Mitte des menschlichen Körpers sei, also der Mittelpunkt des Kreises. Somit kann man theoretisch einen Zirkel nehmen, welcher dann einen Kreis so ziehen würde, dass die ausgetreckten Hände den Kreisrand berühren. Auch erkannte er, dass die Größe eines Menschen die gleiche Länge hat wie seine waagrecht ausgestreckten Arme, sodass der menschliche Körper perfekt in ein Quadrat reinpasst. So vereinigte Leonardo den Kreis und das Quadrat.

Marcus Vitruvius und Leonardo da Vinci

Der Ingeneur Marcus Vitruvius entwickelte zwischen 33v.Chr. und 22 v.Chr. den vitruvianischen Menschen wie vorhin beschrieben. Es gab mehrere Zeichnungem des Menschen, die von Leonardo da Vinci, 1490 entstandene, war jedoch eine der bekanntesten. Aufgrund dessen ist die Theorie in Form von Zeichnungen heute auch eher unter dem Namen Leonardo-Mann als vitruvianischer Mensch bekannt.

Berechnung

Goldener Schnitt:

Ist die Teilung einer Strecke in zwei Abschnitte in der Weise, dass sich der kleiner Abschmitt zum Größeren wie der Größere zur gesamten Strecke verhält. Dieses Verhältnis ist die goldenen Zahl phi. Sie beträgt 1,618 und kommt durch die Teilung von (a+b) durch a oder a durch b zustande.

Gegeben ist eine Strecke \overline {AB}

1. Im Punkt B wird eine Gerade gezeichnet die senkrecht zu der Strecke \overline {AB} ist und dann ein Kreis um B mit den Radius 0,5 *\overline {AB} gezogen, der die senkrechte Grade im Punkt C schneidet

2. Es wird ein Kreis gezeichnet mit dem Mittelpunkt C und den Radius \overline {CD} was das gleiche ist wie \overline {AB}:2, der Kreis teilt wiederum die Strecke \overline {AC} im Punkt D.

3. Dann wird noch ein Kreis um A gezeichnet mit dem Radius \overline {AD}, der die Strecke \overline {AB} im Punkt S schneidet, also da wo die Strecke \overline {AB} im Verhältnis des goldenes Schnittes geteilt wird.

-> das gilt wenn (\overline {AS}:\overline {AB})=(\overline {SB}:\overline {AS}) ist.

Goldener Schnitt Konstr beliebt

Zusammenhang

Der Leonardo-Mann entspricht dem goldenen Schnitt mit einer Abweichung von 1,7 und handelt von dem Verhältnis von der Seite des dem Menschen umgebenen Quadrats zum Radius des umgebenen Kreises und nicht von dem Verhältnis der Proportionen des Menschen selbst. Wenn man bei einem liegenden Menschen mit gespreizten Armen und Beinen einen Zirkel am Bauchnabel ansetzt und einen Kreis zieht, passt die Person genau in den Kreis hinein. Daraus folgt, dass der Nabel der Mittelpunkt des Körpers ist. Stellt er sich hingegen mit zusammengestellten Füßen und waagrecht ausgestreckten Armen in ein Quadrat, so berühren die Fußsohlen, der Kopf und die Fingerspitzen das Quadrat. Der Mittelpunkt des Quardartes befindet sich also im Schritt. Das Verhältnis aus der Quadratseite und dem Kreisradius entspricht dem Verhältnis des Goldenen Schnitt. Also die Quadratseite geteilt durch den Kreisradius ist gleich 1,618.

Anwendung am eigenen Körper

Der Bachnabel ist der Punkt an dem der Körper im Verhältnis zum goldenen Schnitt geteilt wird. Man misst nun seine Körpergröße (von der Fußsohle bis zum Scheitel) und dann die Länge von der Fußsohle bis zum Bachnabel (entspricht der längeren Seite des goldenen Schnitts). Dauraufhin teilt man die Körpergröße durch die Länge der Fußsohle zum Bachnabel und umso näher sich das Ergebnis dem Wert Phi nähert, desto perfekter sind die Proportionen.