Medienkompetenz

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In der aktuellen schulischen Diskussion wird das Schlagwort Medienkompetenz vor allem im Zusammenhang mit "Neuen Medien" genannt.[1]

Inhaltsverzeichnis

Definition

Medienkompetenz bezeichnet nach Dieter Baacke die Fähigkeit, Medien und die durch Medien vermittelten Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend effektiv nutzen zu können. Die Medienkompetenz umfasst deshalb mehrere Fähigkeiten:
  1. Medien (Bücher, Zeitschriften, Internet, Hörfunk, Fernsehen etc.) kennen und nutzen können [...]
  2. sich in der Medienwelt orientieren können [...]
  3. an medial vermittelten Kommunikationen teilnehmen können [...]
  4. eine kritische Distanz zu Medien halten [...]
  5. selbst kreativ in der Medienwelt tätig werden [...]

W-Logo.gif Medienkompetenz, 19.10.2005, Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, {{{3}}} - Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Siehe die Nutzungsbedingungen für Einzelheiten. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Dimensionen der Medienkompetenz

Dimensionen der Medienkompetenz nach Hoffmann.png

Hoffman[2] unterscheidet vier Dimensionen der Medienkompetenz, wobei betont wird, dass kommunikative Kommpetenz vorausgesetzt wird.

  1. Personaler Bezug
  2. Sozialer Bezug
  3. Nutzungsaspekt
  4. Handlungsaspekt

Medienkompetenz in der Lehrerausbildung

Portale

Problemfelder

In welche Bereiche die Frage einer angemessenen Medienkompetenz hineinreicht mögen einige Artikel und Diskussionen zeigen:

"Darf ich als Lehrer über Computerspiele reden? Oder muss ich es?"
"Computerausstattung der Schule hat keinen Einfluss auf Leistungen der Schüler
Bislang ist man landläufig davon ausgegangen, dass eine intensive Computernutzung durch Schüler zu besseren Leistungen in der Schule führt. Dies widerlegen nun Auswertungen der internationalen PISA-Daten durch Forscher des ifo Institus. Demnach sorgt die Verfügbarkeit von Computern zu Hause und die intensive Nutzung von Computern in der Schule nicht für bessere, sondern zumeist sogar für schlechtere Leistungen."
"50 Prozent Einschaltquote und wütende Proteste der Regierung - mit einer Satire-Sendung über Meinungsfreiheit versetzte Italiens Star-Komiker Adriano Celentano das halbe Land in Aufregung und erzürnte Silvio Berlusconi." (SpOn, 24.10.2005)

Materialien

Die moderne Medienwelt ist allgegenwärtig - und in ihrem Expansionsdrang offenbar nicht zu bremsen. Vor allem für Kinder und Jugendliche hält der Markt mehr und mehr Angebote bereit. So lernen Heranwachsende die neuen Medien in Schule und Freizeit als selbstverständlichen Teil ihres Lebens kennen. Dabei wird der Medien-Alltag für Kinder und Jugendliche oft genug zum Dilemma; denn einerseits bewegen sie sich zum Beispiel im Internet mit spielerischer Leichtigkeit; andererseits tun sie sich schwer, die dort angetroffenen Inhalte richtig zu bewerten. Eine Problemstellung, für deren Lösung die Themenbroschüre der Polizei wichtige Hilfestellung leistet. Sie finden diese und andere Materialien der Polizei zum Thema ZUM-Logo.png hier
  • bildblog: Schlagzeilen und andere wichtige Storys aus der BILD unter die Lupe genommen
  • Medienmami: Bewertung von verschiedenen Medieninhalten durch Medienpädagogikstudenten

Publikationen

"Infopool und Datenservice für die Region" [aber auch mit Themen von überregionaler Bedeutung]
"Der "medienbrief", ein Informationsmagazin nicht nur zur Medienpädagogik, steht dreimal im Jahr Interessierten als Print-Broschüre oder hier im Internet ab der Ausgabe 2/03 kostenlos zur Verfügung.
Jedes Magazin bietet neben einem Themenschwerpunkt praktische Anregungen für die schulische Arbeit, gibt Tipps zu Ausstattung und Wartung, stellt neue Medien vor oder bespricht interessante Neuerscheinungen vom Büchermarkt."

Denkanstöße

→ Rechtsextremismus (Rechte Strategie in den neuen Medien)
Rechte Strategie

Natürlich geben sich die braunen Spießgesellen nicht sofort zu erkennen. Zunächst tritt man als "Konservativer", als überzeugter Demokrat auf. Dem folgt typischerweise der Einsatz von Vokabeln, die dem Sprachgebrauch eher "linker" Kreise der 60er und 70er Jahre entnommen sind und deshalb zunächst unverfänglich wirken: Man gibt sich "kritisch", "undogmatisch", "fortschrittlich", ist "Systemkritiker", nennt sich "Nonkonformist", ist besorgt um die "nationale Identität" und will schließlich über "Tabuthemen" sprechen. "Tabuthemen", das sind z.B. die angebliche "Überfremdung", die Behauptung "alliierter Kriegsverbrechen", die Leugnung des Holocaust, aber auch die angebliche wirtschaftliche Vormachtstellung der Juden. Ein "Querdenker" entpuppt sich am Ende als handfester Neonazi, der seine rassistischen und antisemitischen Hetztiraden nicht mehr zu zügeln vermag. Kaum ein antisemitisches Stereotyp wird mehr an diesem Punkt ausgelassen. In vielen Foren haben zwar Diskussionsteilnehmer mit großen Einsatz und Zivilcourage versucht, der rechtsextremen Agitation Fakten entgegenzusetzen, doch war das oftmals vergeblich. Sie wurden nicht nur das Ziel von Diffamierungen, Bedrohungen und Beleidigungen, und sogar von Morddrohungen durch Rechtsextremisten, so mancher Forenverantwortliche zeigte ausgesprochene Hilflosigkeit angesichts des massiven Aufmarsches der Cyber-SA und löschte eher die Richtigstellungen als die Drohungen und volksverhetzenden Beiträge. [...]


Was tun mit der Cyber-SA? - von Margret Chatwin (infopartisan.net, 09/02)

  • Margret Chatwin (27.06.2000): Zur Taktik der Braunen in politischen Foren, Online Ausgabe des STERN Magazin
(Nicht mehr online abrufbar; bitte im Bedarfsfall ggf. Anfrage an die Redaktion.)

Anmerkungen

  1. Vgl. dazu: Medienpädagogischer Paradigmenwechsel
  2. Hoffmann, Bernward: Medienpädagogik. Eine Einführung in die Theorie und Praxis. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn/ München/ Wien/ Zürich 2003. S. 31-34.

Siehe auch