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Metakognition

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Metakognition bezeichnet das Wissen über das eigene Denken und Lernen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das?

Metakognitives Wissen befähigt zum Verständnis und zur Steuerung von Lernprozessen.

Metakognitive Strategien sind Strategien höherer Ordnung, die der Lerner gezielt einsetzt.

"Ein wichtiges Merkmal selbstregulierten Lernens ist die Fähigkeit, Lernstrategien auszuwählen, zu kombinieren und zu koordinieren [...] Hierzu zählen Planung (z.B. des Lernziels und der Mittel, die zur Erreichung notwendig sind), Überwachung (z.B. des Lernfortschritts), Steuerung (z.B. durch Veränderung der Mittel) und Evaluation (Bewertung der Zielerreichung)." (Deutsches PISA-Konsortium (Hrsg.): PISA 2000 - Basiskompetenz von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich, leske+budrich 2001 S.272)

Perspektivwechsel

Für Schülerinnen und Schüler bedeutet dies einen Perspektivwechsel vorzunehmen und sich als Organisator von Lernprozessen - nicht mehr nur als Objekt von Lernzielen - zu begreifen. Im Einzelnen:

  • Die Schüler sollen Wissen über ihr eigenes Denken und Lernen erwerben,
  • sie sollen Gelegenheit erhalten, ihren Kompetenzzuwachs zu erkennen,
  • sie sollen schließlich einschätzen lernen, welche Lernstrategien ihnen gemäß sind.

(vgl. Gerhard Eikenbusch, Qualität im Deutschunterricht der Sekundarstufe I und II, Cornelsen 2001 S.175 ff)

Die Kenntnis und der regelmäßige Einsatz von Lern- und Problemlösestrategien ist eine entscheidende Voraussetzung für Lernerfolg. Unterschieden wird hier zwischen

  • Elaborationsstrategien : Verfahren, um den Lerngegenstand zu verstehen und die Bedeutung desselben - für sich und andere - herauszustellen
  • Wiederholungsstrategien : Verfahren, um den Stoff so genau wie möglich wiedergeben könne
  • Kontrollstrategien : Verfahren zur Selbstüberprüfung

Zur Konkretisierung siehe Lesekompetenz und Lesestrategien oder die SQ3R-Methode für Textverstehen.

Siehe auch

Das Thema in der Wikipedia