Metrum

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In der Literatur nennt man die Lehre vom Versmaß (Metrum) Verslehre oder Metrik. Dabei ist der Vers in Einheiten aus mehreren Silben untergliedert, die man jeweils als Versfuß bezeichnet. Eine regelmäßige Abfolge von betonten und unbetonten Silben (bzw. Längen und Kürzen/Hebung und Senkung) bezeichnen wir dabei als Versmaß.

Inhaltsverzeichnis

Überblick über die gängigsten Metren

Metrum Erklärung Beispiel

Trochäus

zweisilbiger Versfuß, gekennzeichnet durch eine betonte (-) und unbetonte Silbe (v)
-v
Wonne, Sonne

Jambus

zweisilbiger Versfuß, gekennzeichnet durch eine unbetonte (v) und betonte Silbe (-)
v-
ein Brot

Daktylus

dreihebiger Versfuß, gekennzeichnet durch eine betonte (-) und zwei unbetonte Silben (vv)
-vv
singenden, klingenden

Anapäst

dreihebiger Versfuß, gekennzeichnet durch zwei unbetonte (vv) und eine betonte Silbe (-)
vv-
Anapäst

freier Rhythmus

Hier werden die Verse nur durch einen stark ausgeprägten Rhythmus geformt, ohne die Regelmäßigkeit eines Metrums und ohne Reim.
Wie im Morgenrot
du rings mich anglühst,
Frühling, Geliebter!
Mit tausendfacher Liebeswonne
sich an mein Herz drängt
deiner ewigen Wärme
Heilig Gefühl,
Unendliche Schöne!


Linkliste

Siehe auch