Notebookarbeit

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Seit etwa 2000 wird die Arbeit mit Laptops bzw. Bildungsrechnern für Schul- und Unterrichtszwecke intensiv diskutiert. Seinerzeit hatte die damalige Bundesbildungsministerin Bulmahn erstmals von Überlegungen berichtet, deutsche Schüler flächendeckend mit Laptops für schulische Zwecke auszurüsten. Der Vorstoß war 2000 noch stark von Lehrerverbänden kritisiert worden.[1]

Die flächendeckende Bereitstellung der Hardware ist eine wichtige Voraussetzung für Notebookarbeit.

Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen

Hardware: Schul-Laptop

Im Bereich Hardware werden robuste Geräte benötigt, die zugleich leistungsfähig und kostengünstig in der Anschaffung sind. Das olpc-Projekt („one laptop per child“) von Nicolas Negroponte ist mit Sicherheit ein Meilenstein auf dem Weg zum vernetzten Klassenraum. Hier wurde erstmals ein Laptop speziell für das schulische Anforderungsprofil entwickelt. Sein Vorstoß brachte die übrigen Hersteller von PCs und Laptops in Zugzwang, die inzwischen eigene Konzepte und Modelle vorstellen konnten.

Die bekanntesten Modelle sind der XO-Laptop, der Classmate PC von Intel sowie der EEE PC von Asus:

  • KPC, Shuttle[2]
  • Noahpad, E-Lead[3]

Breitband

Wird über Laptop-Klassen gesprochen, so ist meist impliziert, dass die Geräte auch einen Zugang zum Internet ermöglichen sollen. Insofern im Netz große Informationsressourcen (Wikipedia, Commons usw.) verfügbar sind, ist ein Breitbandzugang für die Geräte auch zweifelsohne sinnvoll. Bill Gates kritisierte das olpc-Projekt auf der CES dafür, dass das Projekt von Negroponte ignoriere, dass Breitbandnetze die wirkliche Herausforderung seien.[4]

Alternative Konzepte und Ansätze

In den letzten Jahr wird verstärkt auch an Terminal-Lösungen gearbeitet, die zwar für die Schulverwaltung und für die "Vernetzung" der Lehrerzimmer von Interesse sein könnten, allerdings wegen einer zu geringen Flexibilität für den Einsatz im Klassenraum eher ungeeignet erscheinen. Vgl. hierzu etwa den Bericht „NComputing: Günstige PC-Arbeitsplätze für finanzschwache Länder“, heise.de, 14.1.2008.

Didaktische Konzepte und Einsatzmöglichkeiten

In den vergangenen Jahren haben verschiedene Institute und Forschungsinstitutionen im Bereich Pädagogische Psychologie, Medienpädagogik sowie Informatik verstärkt über die Einsatzmöglichkeiten von Laptops im Klassenraum und speziell über Softwareausstattung und Anwendungsszenarien geforscht und dabei teils eigene Programme für schulische Zwecke entwickelt. Entsprechend unüberschaubar ist inzwischen der Pool an verfügbaren Edu-Programmen und entsprechend umfangreich das mediendidaktische Theorieangebot.

Stichworte:

  • Selbstentdeckendes Lernen...
  • ...

Mögliche Probleme und gesundheitliche Risiken

Zu diskutieren ist im Kontext von Notebookarbeit auch die Frage nach möglichen Problemen für den Lernprozess sowie nach möglichen gesundheitlichen Risiken[5] (Stichworte: Belastung der Augen, Elektrosmog, Strahlung usw.). Besonders der Fragenkomplex hinsichtlich möglicher gesundheitlicher Risiken der Notebookarbeit bleibt in der Diskussion um „vernetzte Klassenräume“ meist ausgeklammert.

Anmerkungen

  1. Lehrer kritisieren Forderung nach Schüler-Laptops. golem.de, 11.8.2000
  2. Shuttle kündigt 199-Dollar-PC mit Linux an, heise.de, 9.1.2008
  3. Noahpad: Erklärter Konkurrent des Eee-PC, golem.de, 10.1.2008
  4. OLPC-Notebook soll Dual-Boot-fähig werden und Amerika erobern, heise.de, 9.1.2008
  5. Gesundheitliche Risiken durch Wlan?

Weblinks

Siehe auch