Geflecktes Dornauge (Pangio kuhlii)

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JugendlichesDornauge.jpg
Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Ostariophysi
Ordnung Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie Schmerlen/Steinbeißer (Cobitidae)
Gattung Dornaugen (Pangio)
Wassertemperatur 23-30°C
Wasserhärte 5-10°dGH (weich bis mittelhart)
pH-Werttoleranz 6-7 (leicht sauer bis neutral)


Beschreibung

Das Gefleckte Dornauge ist vorwiegend in Südostasien beheimatet.

Es erreicht eine Länge von bis zu 10 cm und besitzt eine wurmförmige Gestalt, mit sehr stark zurückentwickelten Flossen. Der Mund sitzt unterständig. Daran befinden sich 3 Paar Barteln, die dem Gefleckten Dornauge zum riechen und tasten dienen. Die Grundfarbe ist gelblich bis orange und erscheint teilweise golden. Der Körper ist mit dunklen breiten Streifen versehen, die zum Bauch hin spitz zulaufen. Der Bauch ist rosa gefärbt. Unterhalb des Auges besitzt es ein Dorn, der zur Verteidigung dient. Es bewegt sich schlängelnd fort. Die Weibchen sind größer als die Männchen und ihr Bauch ist heller.

Die Vermehrung ist im Aquarium nicht möglich. In der Natur laicht das Weibchen an der Wasseroberfläche ab (Freilaicher). Die Eier haben eine grüne Färbung und haften sich an Wurzeln oder Blätter von Schwimmpflanzen an.

Das Gefleckte Dornauge ernährt sich omnivor (Allesfresser). Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das Futter auf dem Boden liegen muss. Im Aquarium hält sich das Gefleckte Dornauge ausschließlich am Boden auf. Das Becken sollte dicht und reichlich mit Wasserpflanzen versehen sein. Der Grund sollte aus feinem weichem Sand oder Kies und etwas Erde bestehen. Da das Gefleckte Dornauge nachtaktiv ist, müssen viele Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Es gilt als "Putzer" und kann nur hell und dunkel unterscheiden. Außerdem besitzt es eine spezielle Atmung. Es kann an die Oberfläche schwimmen, um Luft zu schlucken und veratmet diese durch die Darmschleimhaut. Bei der Haltung ist zu beachten, dass es sich alleine anders verhält, als in der Gruppe. Eine Vergesellschaftung mit anderen Fischarten ist problemlos möglich.


Literatur

  • Mariani, Mauro (2005): Fische im Aquarium. Arten, Pflege, Ernährung, Fortpflanzung Kalt-, Warm- und Salzwasserbecken. Klagenfurt: Kaiser Verlag; S. 163-164
  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 2
  • Mills, Dick (41995): Aquarienfische. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag; S. 176
  • Schmitz, Siegfried (81999): Aquarienfische. Merkmale, Pflege, Haltung wichtiger Süßwasserarten. München: BLV; S. 110


weiterführende Links