Roter Neon (Paracheirodon axelrodi)

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Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Ostariophysi
Ordnung Salmlerartige (Characiformes)
Familie Echte Salmler (Characidae)
Gattung Paracheirodon
Wassertemperatur 24-30°C
Wasserhärte 5-20°dGH (weich bis hart)
pH-Werttoleranz 4,5-6,5 (sauer bis neutral)


Beschreibung

Der Rote Neon ist auch unter dem Namen Kardinaltetra oder Roter Neonsalmler bekannt. Er stammt aus Südamerika und ist hauptsächlich in stillen Gewässern (Rio Negro und seine Nebenflüsse, Orinoko) zu finden. Er erreicht eine Größe von bis zu 5 cm und ernährt sich omnivor (Allesfresser).

Er besitzt eine schlanke Gestalt und einen bräunlich rot gefärbten Rücken. Vom Maul bis zum Schwanz verläuft ein blau-grünlich schillerndes Band, die untere Hälfte ist rot gefärbt. Geschlechtsunterschiede sind kaum erkennbar, die Weibchen erscheinen oft etwas fülliger und größer als die Männchen.

Eine Nachzucht im Aquarium ist kaum möglich. Sie sind Freilaicher, daher legen sie die Eier (ovipar) offen auf dem Bodengrund oder Oberflächen ab und heften sie nicht an. Die Jungtiere schlüpfen nach 24-30 Stunden. Die Elterntiere sollten nach dem Ablaichen entfernt werden. Sie betreiben keine Brutpflege und kümmern sich daher nicht um Eier und Jungtiere.

Im Aquarium hält er sich vorwiegend in der mittleren und oberen Region auf, durchschwimmt jedoch grundsätzlich das ganze Becken. Dies sollte dicht bepflanzt, durch Schwimmpflanzen verdunkelt und mindestens 60 cm lang sein. Das Wasser sollte Schwarzwasser (enthält gelöste Humusstoffe) sein. Eine Haltung im Schwarm wird empfohlen, da Rote Neons immer sehr dicht zusammen schwimmen. Insgesamt verhält er sich friedlich und aufgeweckt. Zur Vergesellschaftung eignen sich besonders kleine und mittelgroße Arten (Salmler, Buntbarsche und Skalare).

Der Rote Neon besitzt chemische und physikalische Besonderheiten in der Haut, die Licht reflektieren und dadurch eine enorme Leuchtkraft erzeugen.


Literatur

  • Baensch, Ulrich (1987): Bunte Zierfischwelt. Melle: Tetra Verlag; S. 65
  • Braum, Erich (1972): Aquarienfische. Stuttgart: Belser Verlag; S. 145-146
  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 231
  • Mills, Dick (41995): Aquarienfische. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag; S.82
  • Schliewen, Ulrich (2001): Wasserwelt Aquarium. 300 Süßwasserfische und Pflanzen in Gesellschafts-, Art- und Biotopaquarien. Bindlach: Gondrom Verlag: S. 79
  • Schmitz, Siegfried (81999): Aquarienfische. Merkmale, Pflege, Haltung wichtiger Süßwasserarten. München: BLV; S. 30


weiterführende Links