Pseudotropheus Ice Blue Zebra (Maylandia greshakei)

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Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung Barschartige (Perciformes)
Familie Buntbarsche (Cichlidae)
Gattung Pseudotropheus
Wassertemperatur 23-27°C
Wasserhärte 10-18 °dGH (weich bis hart)
pH-Werttoleranz 7,5-8,5 (neutral bis leicht alkalisch)


Beschreibung

Der Pseudotropheus Ice Blue Zebra wird auch Eisblauer Zebra (Pseudotropheus greshakei) genannt. Der natürliche Lebensraum des Eisblauen Zebras ist der in Ostafrika liegende Malawisee. Hier ist er vor allem am Makokola Reef und am Crocodile Reef in der Freiwasserzone anzutreffen.

Er erreicht eine Größe von 10-14 cm und gehört zur Gruppe der Haplochromini und hier zur Untergruppe Mbunas. Daher ist er ausschließlich in der Felsregion zu finden. Er ernährt sich herbivor (Pflanzenfresser).

Die Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Der Körper der Männchen besitzt eine hellblaue Grundfarbe, die Rücken-und Schwanzflosse ist orangerot gefärbt und von einem hellblauen Saum umgeben. An der Afterflosse befinden sich Eiflecke. Die Weibchen sind braungrau, rötlich oder silbergrau gefärbt und die Ränder der Rücken-, Schwanz- und Bauchflosse sind hellblau umrandet. Bei Männchen und Weibchen ist ein leichtes Muster von Querstreifen zu erkennen. Polymorphismus (Abweichungen und Ähnlichkeiten der Erscheinung von Männchen und Weibchen) ist möglich.

Der Eisblaue Zebra ist ein ovophiler Maulbrüter, da das Weibchen direkt nach dem Ablaichen die Eier zum Schutz vor Fressfeinden in der Mundhöhle aufnimmt. Da das Weibchen alleine Brutpflege betreibt und das Männchen sich daran nicht beteiligt, gilt die Familienform des Eisblauen Zebras als Mutter-Familie.

Im Aquarium hält er sich vorwiegend in der mittleren und unteren Zone oder der Freiwasserzone auf. Das Becken sollte eine Länge von mindestens 100 cm haben und mit sandigem Grund, Fels- und Steinaufbauten versehen sein. Pflanzen können vernachlässigt werden.

Die Besonderheit dieser Malawi-Cichliden ist, dass die Weibchen Gruppenverhalten zur gemeinsamen Nahrungssuche zeigen. Die Männchen sind während der Balzzeit aggressiv und revierbildend. Eine Gruppenhaltung ist empfehlenswert, jedoch sollten mehrere Weibchen, als Männchen zusammen gehalten werden. Durch das aggressive Verhalten der Männchen untereinander empfiehlt es sich nur ein Männchen mit mehreren Weibchen zu halten.


Literatur

  • Spreinat, Andreas (2006): Malawisee- Buntbarsche. Teil 2: Arten und Lebensräume. Ettlingen: Dähne


weiterführende Links