Scheibenbarsch (Enneacanthus chaetodon)

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Enneacanthus chaetodon 02.jpg
Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung Barschartige (Perciformes)
Familie Sonnenbarsche (Centrarchidae)
Gattung Enneacanthus
Wassertemperatur 5-20°C
Wasserhärte 10-20°dGH (mittelhart bis hart)
pH-Werttoleranz 6,5-7,5 (leicht sauer bis neutral)


Beschreibung

Der Scheibenbarsch (auch: Mesogonistius chaetodon) stammt ursprünglich aus Nordamerika. Dort ist er vorwiegend in ruhig fließenden Gewässern und in Seen zu finden.

Er erreicht eine Größe von bis zu 10 cm und ernährt sich ausschließlich carnivor, also fleischlich. Hierbei bevorzugt er Lebendfutter. Er besitzt eine graugelbe Färbung, die mit dunkelbraunen bis schwarzen Querbinden und Flecken versehen ist. Der Körper ist relativ kompakt und wirkt seitlich etwas zusammengepresst. Die Flossen sind ungefärbt und besitzen dunkelbraune bis schwarze Strich- und Punktmuster.

Er wird in sogenannten Kaltwasseraquarien gehalten, was bedeutet, dass kein Beheizen des Beckens notwendig ist. Diese Aquarienart wird vor allem für Fische genutzt, die sauerstoffreiches Wasser benötigen, welches durch starke Strömung im Becken gewährleistet wird. Da sich der Scheibenbarsch vorwiegend in der mittleren und unteren Region des Beckens aufhält, benötigt er ausreichend Schwimmraum und Versteckmöglichkeiten. Diese sollten ihm durch eine relativ dichte Bepflanzung, als auch durch Steine und Wurzeln geboten werden. Um Schwimmraum zu ermöglichen sollte die Beckenlänge mindestens 80 cm betragen.

Sandboden ist vor allem für die Eiablage sehr wichtig. Hierzu gräbt das Männchen eine Grube und das Weibchen legt die Eier direkt hinein. Der Scheibenbarsch wird daher als Nestbauer bezeichnet. Diese Grube wird anschließend vom Männchen bewacht, verteidigt und regelmäßig mit Frischwasser versorgt. Die Brutpflege wird somit komplett vom Männchen übernommen (Vaterfamilie).

Geschlechtsunterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind kaum erkennbar. Die Weibchen sind vor allem zur Laichzeit, intensiver gefärbt und ein bisschen dicker als die Männchen.

Insgesamt gilt der Scheibenbarsch als ruhig und friedlich. Er zeigt sich jedoch vor allem nach der Eiablage revierbildend. Es wird empfohlen ihn paarweise oder in kleineren Gruppen zu halten. Diese Art ist sehr empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen, Wasserwechseln und schlechter Wasserqualität.


Literatur

  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 126-127
  • Sterba, Günther (1959): Süßwasserfische aus aller Welt. Berchtesgaden: Zimmer & Herzog; S. 464


weiterführende Links