Marmorierter Panzerwels (Corydoras paleatus)

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Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse Neuflosser (Neopterygii)
Überordnung Ostariophysi
Ordnung Welsartige (Siluriformes)
Familie Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae)
Gattung Panzerwelse (Corydoras)
Wassertemperatur 18-25°C
Wasserhärte 2–25°dGH (weich bis hart)
pH-Werttoleranz 6–8 (leicht sauer bis leicht alkalisch)


Beschreibung

Der Marmorierte Panzerwels wird auch Punktierter Panzerwels genannt und stammt ursprünglich aus Südostbrasilien. Er erreicht eine Größe von bis zu 8 cm und ernährt sich omnivor (Allesfresser), Lebend-, Frost- und Trockenfutter stehen somit auf seinem Speisplan.

Der Marmorierte Panzerwels besitzt einen olivgrünen Körper, der metallisch schimmert und einen gelblichen Bauch. Charakteristisch sind dunkle Flecken auf der Oberseite, die unterschiedlich groß und unregelmäßig auf dem Körper verteilt sind. Diese können teilweise wie Striche aussehen. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind grau und ebenfalls mit schwarzen Strichen und Punkten versehen. Die Weibchen sind von oben betrachtet etwas breiter als die Männchen. Ansonsten sind keine äußeren Unterschiede erkennbar. Bei den Männchen ist der erste Strahl der Rückenflosse etwas verlängert, sie wirkt spitzer und ist gekerbt.

Er vermehrt sich ovipar (legt Eier) und gilt als Substratlaicher, somit laicht er auf Blättern, Steinen oder sonstigen Untergründen ab. Hierzu umschwimmt das Weibchen das Männchen und signalisiert ihm die Laichbereitschaft. Das Männchen stellt sich vor das Weibchen, so dass ein „T“ entsteht und hält die Barteln des Weibchens mit den Brustflossen fest. Dann gibt das Männchen Sperma frei, welches das Weibchen mit ihren Eiern vermischt. Das Weibchen säubert eine Stelle (Stein oder Blatt) und klebt die Eier darauf. Der Marmorierte Panzerwels betreibt keine Brutpflege. Daher kümmert er sich nach der Eiablage nicht um Eier und Jungtiere, sie sind auf sich selbst gestellt. Die Jungtiere schlüpfen nach 4-7 Tagen aus den Eiern.

Eine Besonderheit ist, dass der Marmorierte Panzerwels ein Darmatmer ist. Aufgrund dessen schwimmt er immer wieder an die Oberfläche, um dort Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen. Dadurch wird sein Körper zusätzlich mit Sauerstoff versorgt. Er hält sich hauptsächlich am Bodengrund auf, um ihn nach Nahrung abzusuchen. Im Aquarium benötigt er Rückzugsmöglichkeiten, die ihm z.B. durch Wurzeln und Pflanzen gewährt werden können. Eine Beckenlänge von 80 cm wird empfohlen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, keinen scharfkantigen Sand zu verwenden, da sonst die Barteln beschädigt werden könnten.

Eine Gruppenhaltung von mindestens 6 Fischen ist ratsam. Er zeigt ein friedliches Verhalten, wodurch eine Vergesellschaftung mit anderen Fischarten kein Problem darstellt. Stress sollte allerdings vermieden werden, da der Marmorierte Panzerwels in Stresssituationen Giftstoffe ausscheidet und diese anderen Aquarienbewohnern schaden könnten.


Literatur

  • Baensch, Ulrich (1987): Bunte Zierfischwelt. Melle: Tetra Verlag; S. 175
  • Gilbert, John und Legge, Raymond (21975): Das grosse Aquarienbuch. Die schönsten tropischen Süßwasserfische. Stuttgart: Eugen Ulmer; S. 204
  • Meyer, Rolf (2000): Lexikon Süßwasseraquarienfische. Augsburg: Weltbild Verlag; S. 101 und 104
  • Mills, Dick (41995): Aquarienfische. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag; S. 175
  • Schliewen, Ulrich (2001): Wasserwelt Aquarium. 300 Süßwasserfische und Pflanzen in Gesellschafts-, Art- und Biotopaquarien. Bindlach: Gondrom Verlag: S. 143
  • Schmitz, Siegfried (1977): Aquarienfische. Die wichtigsten Arten für das Süßwasseraquarium, ihre Haltung und Pflege. München: BLV; S. 64
  • Schmitz, Siegfried (81999): Aquarienfische. Merkmale, Pflege, Haltung wichtiger Süßwasserarten. München: BLV; S. 62
  • Sterba, Günther (1959): Süßwasserfische aus aller Welt. Berchtesgaden: Zimmer & Herzog; S. 325


weiterführende Links