Humphrey-Salamander (Ambystoma mexicanum x tigrinum)

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Humphrey-Salamander (Axolotl)
Kiemenästchen des Humphrey-Salamanders (Axolotl)


Klasse Lurche (Amphibia)
Ordnung Schwanzlurche (Caudata)
Familie Querzahnmolche (Ambystomatidae)
Gattung Eigentliche Querzahnmolche (Ambystoma)
Wassertemperatur 18-28°C
Wasserhärte 6 bis 16°dGH (hart)
pH-Werttoleranz 6,5 bis 8 (neutral)

Beschreibung

Der Humphrey-Salamander (Axolotl) ist ein Molch, der selbst im ausgewachsenen Zustand nicht an Land geht, sondern im Larvenstadium und somit im Wasser verbleibt. Er stammt ursprünglich aus den Seen Xochimilco und Chalco, die in Mexiko liegen. Er erreicht eine Größe von bis zu 30 cm und ernährt sich carnivor (Fleischfresser). Vor allem tierische und eiweißhaltige Futtermittel (Krebstiere, Würmer, Insekten, Mückenlarven und kleine Fische) werden von ihm bevorzugt. Da sich Axolotl hauptsächlich am Boden aufhalten, sollten die Futtertiere allerdings lebendig, am Grund vorhanden sein und nicht zu schnell flüchten können. Sie nähern sich ihrem Futter an, reißen das Maul auf, saugen es an und schnappen danach. Hierbei entsteht ein Unterdruck, sie saugen das Futter ein.


Der Körper des Axolotl hat eine längliche, zylindrische Form. Die Grundfarbe reicht von schwarz zu braun oder grau und schillert blau. Es gibt allerdings auch weisse oder goldgelbe Tiere, die meist durch Zucht entstanden sind. Auf dem gesamten Körper befinden sich dunklere und hellere Flecken, die ein marmorartiges Muster ergeben. Der Bauch und die Kehle sind heller gefärbt. Unterhalb der rundlichen Schnauze sitzt sein großes Maul. Er hat schief angeordnete, kleine und stumpfe Zähne, woher der Name Querzahnmolch kommt. Mit seinen beiden dunklen Augen (bei Albinos rot), die keine Lider haben, kann er nicht besonders gut sehen. Gerüche und Bewegungen nimmt er hauptsächlich über das Seitenlinienorgan (Sinnesorgan) wahr. Er atmet durch Außenkiemen und über die Haut. An beiden Seiten des Kopfes befinden sich drei Kiemenäste. Der breite Schwanz ist ummantelt von Hautlappen und dient dem Axolotl zum Schwimmen. Seine Haut ist mit einer Schleimschicht überzogen. Das vordere Beinpaar hat vier Zehen, das hintere fünf. Bei den Männchen ist die Kloake auffällig und nach außen gewölbt, bei den Weibchen ist sie unscheinbar. Außerdem ist der Körper der Weibchen rundlicher und dicker.


Zur Fortpflanzung setzt das Männchen Samenpakete am Boden ab und befördert das Weibchen an diese Stelle. Das Weibchen nimmt die Samen mit der Kloake auf, die Befruchtung findet im Inneren statt. Anschließend erfolgt die Eiablage. Hierzu heftet das Weibchen einzelne Eier an Pflanzen. Nach 10-20 Tagen schlüpfen die Larven. Die Larven sind ca. 8-12 mm lang.


Im Becken hält sich der Axolotl hauptsächlich am Boden auf und schwimmt nur gelegentlich an die Oberfläche, um Luft zu schnappen. Dies erleichtert ihm das Schwimmen. Das Becken sollte mindestens 80 cm lang sein und Sand oder Kies mit einer feinen Körnung sollten als Bodengrund gewählt werden. Er dient dem Axolotl als Halt. Kieselsteine sind ungeeignet, da er sie verschlucken könnte. Bei der Beckengröße ist vor allem auf die Größe der Tiere, die Anzahl der Mitbewohner und auf Ausweichmöglichkeiten zu achten. Um Wärmestauungen zu vermeiden, sollte auf einen Deckel auf dem Aquarium verzichtet werden. Rückzugsmöglichkeiten in Form von Röhren und Höhlen oder Steinaufbauten dürfen nicht fehlen. Zur Bepflanzung eignen sich vor allem der Brasilianische Wassernabel, das Zwergspeerblatt, Javamoos, Javafarn und viele andere. Welche Pflanze am geeignetsten ist, ist von den Lichtverhältnissen und der Wassertemperatur im jeweiligen Becken abhängig.


Er ist dämmerungs- und nachtaktiv, daher benötigt er wenig Licht. Sinkende Temperaturen im Aquarium führen dazu, dass Futter langsamer verwertet wird (Stoffwechselreduzierung), höhere Temperaturen machen den Axolotl anfälliger für Krankheiten.

Insgesamt sind Axolotl sehr verträglich und gesellig, daher sollte von einer Einzelhaltung abgesehen werden. Jungtiere sind klein und beweglich, ältere sind größer, aber auch unbeweglicher.


Die Vergesellschaftung mit anderen Tieren ist nicht zu empfehlen, denn entweder würde es dem Axolotl schaden oder er würde die Tiere fressen. Die Gold-Apfelschnecke eignet sich noch am besten, da sie ein weiches Maul besitzt und die Haut des Axolotl nicht zerstören kann. Auch Guppys, Kardinalfische und Zebrabärblinge wären bedingt geeignet. Falls sie die obere Schicht allerdings verlassen und nach unten sinken, würden sie dem Axolotl als Futter dienen. Posthornschnecken, Turmdeckelschnecken, Apfelschnecken oder Spitzschlammschnecken sind sehr langsam und passen nicht ins Maul des Axolotl. Daher kann er lediglich die Jungtiere fressen.


Der Axolotl wird praktisch nicht erwachsen und verweilt in einem Dauerlarvenstadium, kann sich aber trotzdem fortpflanzen. Diese Fähigkeit nennt man Neotenie. Der Grund hierfür ist eine Unterfunktion der Schilddrüse. Bei manchen Tieren tritt allerdings doch die Weiterentwicklung ein und sie gehen an Land (Metamorphose). Anstatt über Kiemen atmen sie dann über Lungen. Zudem kann der Axolotl Organe (Herz), Teile im Gehirn und abgebissene Körperteile regenerieren. Diese wachsen nicht funktionsunfähig oder verstümmelt nach, sondern exakt gleich, wie das verlorene. Aus diesem Grund ist der Axolotl vor allem in der Wissenschaft sehr beliebt. Forscher suchen nach der Ursache für diese Fähigkeit um sie auf den Menschen zu übertragen (ersetzen fehlender Körperteile oder Organe). Mit zunehmendem Alter lässt diese Fähigkeit allerdings nach. Außerdem kann der Axolotl elektrische Impulse wahrnehmen.



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