SLRT II

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Mit diesem Verfahren wird eine differenzierte Diagnose von Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb möglich. Zur Erstellung detaillierter Förderpläne wird die genaue Beurteilung der Teilbereiche des Lesens und Rechtschreibens herangezogen.

Der Lesetest wird individuell vorgegeben. Der Test besteht aus einer Liste mit Wörtern und einer mit erfundenen Pseudowörtern. Diese Listen sollen jeweils genau eine Minute lang laut vorgelesen werden, und zwar so schnell wie möglich, aber ohne Fehler zu machen. Am Anfang stehen sehr kurze und einfache (Pseudo)wörter. Erst allmählich werden sie schwieriger, sodass der Schwierigkeitsgrad mit der Leseleistung steigt. Ausgewertet wird, wieviele Wörter/Pseudowörter innerhalb einer Minute korrekt gelesen werden können (daher ist es sehr wichtig möglichst fehlerfrei zu lesen).

Die Durchführung dauert also nur 2 x 1 min, davor wird mit einem Probeblatt kurz geübt. Es werden zwei wesentliche Teilkomponenten des Wortlesens gemessen: die automatische, direkte Worterkennung und das synthetische, lautierende Lesen. Mit dem Lesetest des SLRT II ist die Beurteilung der Leseleistung von der 1. Schulstufe bis ins Erwachsenenalter möglich.

Moll, K. & Landerl, K. (2010). SLRT II – Lese- und Rechtschreibtest Weiterentwicklung des Salzburger Lese- und Rechtschreibtests (SLRT). Bern: Huber.

(Der schulische Umgang mit der Lese-Rechtschreibschwäche - Eine Handreichung, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, 2013)