Sadako

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sadako - Ein Wunsch aus tausend Kranichen Johanna Hohnhold

Inhaltsverzeichnis

Autor

Johanna Hohnhold hat Kulturwissenschaften studiert und zahlreiche Kinder- und Bilderbücher übersetzt. Sie schreibt unter Pseudonym und lebt mit ihrem Mann in Norddeutschland.

Inhalt

Das Buch "Sadako - Ein Wunsch aus tausend Kranichen" erzählt die Geschichte des japanischen Mädchens Sadako Sasaki, die 1943 in der Nähe von Hiroshima geboren wurde und als Zweieinhalbjährige den Atomwaffenabwurf auf ihre Stadt miterlebte. Zehn Jahre später diagnostizierten die Ärzte bei Sadako Leukämie und trotz ihres Lebenswillens und ihrer Hoffnung starb sie kurze Zeit später. Bekannt wurde die Geschichte von Sadako Sasaki durch die Legende der tausend Kraniche, die besagt, dass die Götter demjenigen einen Wunsch erfüllen, der es schafft, tausend Papierkraniche zu falten. Während ihres mehrmonatigen Krankenhausaufenthaltes begann Sadako voller Hoffnung, einen Kranich nach dem anderen zu falten und faltete immer weiter, auch als sie die Zahl von tausend Kranichen längst erreicht hatte. Bis heute sind Sadakos Papierkraniche ein Symbol der Friedensbewegung auf der ganzen Welt und wurden in zahlreichen Denkmälern verewigt.

Verfilmung

Ergriffen von der Geschichte Sadakos beschloss man einen Film mit dem Titel „Tausend Papierkraniche“ zu drehen. Schauspieler waren Kinder aus Hiroshima und Tokio. Nach dem Ende der Dreharbeiten beschlossen die Schauspieler als Freunde zusammen zu bleiben und gründeten den bis heute bestehenden Club „Club der Papierkraniche“ (Thousand Crane Club“).

"Club der Papierkraniche"

Der Club entstand aus dem Zusammenschluss der Schauspieler der Buchverfilmung. Die Mitglieder kümmern sich um Sadakos Denkmal. Immer wieder falten sie Kraniche, fädeln sie an Bündchen auf und ziehen sie zu Ketten zusammen. Die Ketten hängen sie über das Denkmal, schicken sie Atombombenopfern oder anderen kranken Menschen zur Ermutigung. Außerdem senden sie Papierkraniche an Weltpolitiker, um ihnen zu zeigen, dass Kinder auf der ganzen Welt Atombomben und Kriege verurteilen.

Geschichtlicher Hintergrund

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, am 6. August 1945, wurde von den US-amerikanischen Streitkräften auf Befehl des damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten Harry S. Truman eine Atombombe auf die japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen. Wenige Tage später, am 9. August 1945, erfolgte der Abwurf einer zweiten Atombombe auf die japanische Stadt Nagasaki. Japan hatte zuvor eine vollständige Kapitulation verweigert. Die Atombombe, die am Morgen um 8.15Uhr aus dem US-Bomber ‚Enola Gay‘ abgeworfen wurde, trug den Code-Namen ‚Little Boy‘. Eine Minute später explodierte die Bombe in etwa 600 Metern Höhe und ihre Druckwelle zerstörte innerhalb einer Sekunde 80% der Stadt. Etwa 80.000 Menschen, größtenteils Zivilisten starben sofort. Exakte Opferzahlen lassen sich bis heute nicht bestimmen, da in Folge der aufgenommenen Strahlendosis Zehntausende Einwohner der Stadt in den darauffolgenden Jahren zumeist an Krebs erkrankten und starben. Am 6. August 2015, also dem 70. Jahrestag des Bombenabwurfs, verzeichnete die Gedenkstätte im Friedenspark Hiroshima offiziell 297.684 Todesopfer.

* Rezensionen