Friedrich Schiller

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Friedrich Schiller (1759 - 1805) ist neben Goethe der bedeutendste Autor des Sturm und Drang und der deutschen Klassik.

Inhaltsverzeichnis

Aktuell: Schiller-Jahr 2009

  • Die Web-Site www.schillerjahr2009.de bietet u.a. eine Schiller-Biografie, kurze Werk-Einführungen, viel Marbach und einen "Imagefilm der Stadt Marbach am Neckar" (Weiterleitung zu YouTube)
"Mit der Wechselausstellung »Autopsie Schiller. Eine literarische Untersuchung« im Literaturmuseum der Moderne (1. März bis 4. Oktober 2009) nähert sich das Deutsche Literaturarchiv Marbach Schillers sinnlicher Seite an, seinem physischen wie poetischen Körper, seinen realen wie gesitigen Hinterlassenschaften. "

Skurril: Schillers Schädel und Goethes Gedicht

MDR gibt Überraschung bekannt: Friedrich Schiller liegt nicht in der Fürstengruft

"Das Geheimnis um den Schillerschädel in der Weimarer Fürstengruft ist gelüftet. Der Schädel im Sarg von Friedrich Schiller gehört nicht dem Dichter. Das haben die Untersuchungen der interdisziplinären Wissenschaftlergruppe ergeben, die vom MDR LANDESFUNKHAUS THÜRINGEN in Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar ins Leben gerufen wurde.
Demnach stimmt die DNA vom Schädel aus dem Sarkophag in der Fürstengruft weder in der weiblichen noch in der männlichen Linie der Schiller-Familie mit den Vergleichspersonen überein. Zu wem der Schädel wirklich gehört, konnte von den Forschern nicht geklärt werden. Auch das Skelett im Sarkophag stammt nicht vom Dichter. Nach den Erkenntnissen des Expertenteams gehören die Gebeine zu mehreren Personen." (www.mdr.de 5.5.2008)

Schillers Schädel – Weimar sucht nicht weiter

"Es lagen zwei Schädel in der Gruft von Friedrich Schiller. Beide waren falsch, soviel ist nun geklärt. Aber existiert der echte Schädel irgendwo? Die Stiftung Weimarer Klassik winkt ab. Man woll nicht mehr danach forschen, erklärt der Präsident. Noch schlechter steht es um die Reste von Schillers Vater.
„Für uns ist der Schiller-Schädel-Streit beendet“, sagte Stiftungspräsident Hellmut Seemann zur Vorstellung der Forschungsergebnisse." (www.welt.de 5. Mai 2008)

Ein Schädel auf dem Schreibtisch - Was wollte Goethe mit Schillers Kopf?

"Bevor Schillers Gebeine 1827 in der Weimarer Fürstengruft untergebracht wurden, ließ Goethe sie sich aus der Anna-Amalia-Bibliothek in sein Haus am Frauenplan bringen. Dort hielt der Geheimrat den Schädel seines Freundes in den Händen! Nicht nur für den heutigen Geschmack ein ungeheuerlicher Vorgang. [...] Doch was faszinierte den Geheimrat bloß an dem Relikt? Schillers Schädel diente ihm als Anschauungsmaterial für seine naturwissenschaftlichen Studien. Am 25. September 1826 entstand im Angesicht des geputzten, polierten und präparierten Totenkopfes Goethes letztes großes naturphilosophisches Altersgedicht. Das Ich des Gedichts beschwört Schillers Grabstätte im Weimarer Kassengewölbe herauf, die Goethe selbst nie gesehen hatte." (Eine Schillerepisode zum Schiller-Jahr 2005, Andrea Amerland, www.schiller.ard.de )

Goethes so genanntes Beinhaus-Gedicht fand unter dem Titel "Schillers Reliquien" Eingang in die Goethe-Ausgaben. Der Name Friedrich Schillers wird darin jedoch nicht erwähnt.

    Johann Wolfgang von Goethe:
    Schillers Reliquien (1826)

    Im ernsten Beinhaus wars, wo ich beschaute,
    Wie Schädel Schädeln angeordnet paßten;
    Die alte Zeit gedacht ich, die ergraute.
    Sie stehn in Reih geklemmt, die sonst sich haßten,
    Und derbe Knochen, die sich tödlich schlugen,
    Sie liegen kreuzweis, zahm allhier zu rasten.
    [...]
    Geheim Gefäß! Orakelsprüche spendend,
    Wie bin ich wert, dich in der Hand zu halten?
    Dich höchsten Schatz aus Moder fromm entwendend
    Und in die freie Luft, zu freiem Sinnen,
    Zum Sonnenlicht andächtig hin mich wendend.
    Was kann der Mensch im Leben mehr gewinnen,
    Als daß sich Gott-Natur ihm offenbare?
    Wie sie das Feste läßt zu Geist verrinnen,
    Wie sie das Geisterzeugte fest bewahre.

Der vollständige Text im Projekt Gutenberg, dort mit dem Titel: Bei Betrachtung von Schillers Schädel

Für weitere Informationen siehe auch

"Im Verwirrspiel um die Köpfe des Poeten mischte auch Kollege Goethe mit ..." Die Geschichte von Schillers Gebeinen, in vier Teilen erzählt von VON KAI MICHEL | © DIE ZEIT 04.05.2005 Nr.19)
  • Buchtipp: ALBRECHT SCHÖNE: Schillers Schädel, Verlag C. H. Beck, 2002, 12.- € ISBN 3406486894
"Ein Meisterstück essayistischer Archäologie, das die literarischen, seelischen und kulturgeschichtlichen Verliese freilegt, die sich unter Goethes berühmtem Gedicht über den Schädel seines Freundes Schiller bis heute verborgen haben. (Gert Ueding)" (www.swr.de/bestenliste/archiv/2002) Albrecht Schöne wurde 1925 geboren. Er ist emeritierter Professor der Deutschen Philologie an der Universität Göttingen.

Unverzichtbar: Leben ...

Marbach und Stuttgart - Mannheim und Thüringen - Jena und die Schwabenreise - Goethe und Weimar
  • schiller.ard.de - Schiller ist ... zu entdecken: Zum Sehen, zum Schmunzeln, zum Hören und zum Rätseln.
  • Das dtv-Schiller-Magazin - kostenlos als PDF-Datei: Informationen und Bilder zu den wichtigsten Stationen im Leben Schillers
  • Schiller - Private WebSite des Literaturliebhabers Jürgen Kühnle, enthält eine ausführliche Biografie, sowie Werke und zahlreiche Briefe Schillers

... und Werke

Im Überblick

Die Hauptwerke Schillers sind über das Gutenberg-Projekt frei zugänglich.
Alle Werke von Schiller im Volltext - sehr übersichtlich sortiert

Einzelne Werke

Die folgende Liste der Werke von Friedrich Schiller ist höchstwahrscheinlich unvollständig und nennt vor allem Titel, zu denen es Seiten hier im ZUM-Wiki gibt. - Auf diesen Seiten zu einzelnen Werken geht es mehr um Ideen für den Unterricht als um bibliographisches Wissen zu diesem Werk.

Balladen

Die Kraniche des Ibykus - Die Bürgschaft - Der Handschuh - Der Taucher - Das Lied von der Glocke - Der Ring des Polykrates - Das Mädchen aus der Fremde

Verschiedenes

"In diesem Jahr feiert Deutschland den großen Dichter und Dramatiker Friedrich Schiller anlässlich seines 200. Todestages. Abdo Abboud, Professor für vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Damaskus, über Rezeption und Übersetzung der Werke Schillers in der arabischen Welt."
  • Schiller-Zitate-Quiz - schiller.ARD.de und das MDR THÜRINGEN JOURNAL fragen: Wie gut kennen Sie Schiller?

Schillerjahr 2005

"Der 200. Todestag von Friedrich Schiller, dem Dichter der Freiheit und der deutschen Klassik, wurde am 9. Mai 2005 gefeiert. In diesem Jubeljahr ist der Dichter nahezu allgegenwärtig, in den Medien, auf dem Buchmarkt, im Internet und nicht zuletzt in der Schule. Im Rahmen eines Projektes zur Rezeption des Klassikers Friedrich Schiller im Jahr 2005 hat sich die Klasse 12 des Otto-Hahn-Gymnasiums Böblingen unter Leitung von Herrn StRef Ramsperger mit diesem Phänomen befasst. Ausgehend von der Leitfrage, welche neuen und bisher eher vernachlässigten Aspekte aus dem bewegten Leben von Friedrich Schiller werden im Jubeljahr 2005 ins Licht der Öffentlichkeit gehoben, haben wir uns dem Klassiker genähert."
  • Zwei Sonderausstellungen in Weimar und Marbach zum Schillerjahr:
»Götterpläne & Mäusegeschäfte«
»Ich habe die Menschen gesehen, ihre Bienensorgen, und ihre Riesenprojekte – ihre Götterpläne und ihre Mäusegeschäfte, das wunderseltsame Wettrennen nach Glückseligkeit.« (Karl Moor)
Diesen Zusammenhängen und Widersprüchen, die Schillers Biographie in besonderer Weise geprägt haben, will die große Marbacher Sonderausstellung »Götterpläne & Mäusegeschäfte. Schiller 1759-1805« nachspüren. Sie zeigt den Dichter als einen Meister des Kalkulierens und Kommunizierens, als souveränen Anwalt seiner Stoffe und als einen der ersten freien Schriftsteller in Deutschland.
»Die Wahrheit hält Gericht – Schillers Helden heute«
"Ein Blick in die Spielpläne der Theater belegt es nachdrücklich – die Dramen Schillers und ihre Helden haben auch heute an Aufmerksamkeit und Interesse nichts verloren. Noch immer gehört Schiller zu den meistgespielten Bühnenautoren und dies keineswegs allein in Gedenkjahren. »Die Räuber«, »Don Carlos«, auch »Wallenstein«, »Maria Stuart« und »Wilhelm Tell« werden vielfach in Neuinszenierungen aufgegriffen und lediglich Shakespeare und die Dramen Brechts finden in vergleichbarem Maß Berücksichtigung in den Theatern."
Die Website zum Schillerjahr mit Informationen zu Schiller, Interviews mit Schiller-Kennern und einem Veranstaltungskalender
"Dieses Portal, hervorgegangen aus einer gemeinsamen Anstrengung verschiedenster Vertreter aus Politik und Kultur, soll dem Dichter, auf den das Wort von der "Kulturnation" zurückgeht, unsere Reverenz erweisen.
Lernen Sie Schiller (neu) kennen! Besuchen Sie eine der zahlreichen Veranstaltungen! "
Texte und Termine zu Friedrich Schiller-Sendungen in der ARD und seelenverwandten Sendern (3Sat) - Sehr informativ und einfallsreich, vor allem die Episoden aus Schillers Leben!
"Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten (Aus: Wilhelm Tell)"
"Wehe, wenn sie losgelassen." (aus "Das Lied von der Glocke")
"Studierende des Studiengangs Sprecherziehung haben einige Gedichte von Schiller sowie einen Prosatext über das Theater für Sie zum Klingen gebracht. Die Kunst des Sprechens lernen sie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart."
Der Handschuh, Der Spaziergang, Sprüche des Confuzius Würde der Frauen, Die Kraniche des Ibykus, Nänie, Der Tanz, Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet. (mp3)

Weitere Links zum Schillerjahr

www.schiller-fuer-schueler.de Informationen zur Veranstaltung "Schiller für Schüler"

www.schiller2005-bw.de Inszenierungen, Ausstellungen, Lesungen und Events in den Baden-Württembergischen Städten Marbach, Lorch, Ludwigsburg, Stuttgart und Mannheim

www.friedrich-schiller.net Veranstaltungs-Portal der KulturRegion Stuttgart anlässlich des 200. Todestags des Dichters

www.dla-marbach.de Veranstaltungen des Deutschen Literaturarchivs in Marbach am Neckar

www.schiller-weimar-marbach.de Veranstaltungs-Portal zu Weimar und Marbach am Neckar

Schiller 24 - öffentliche 24-Stunden-Lesung aus Schillers Werken am 5./6. März 2005, Live-Übertragung auf ZDF-Theaterkanal und per Live-Stream über die Website der Kulturstiftung des Bundes

Siehe auch