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Schulnetz

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Mit Schulnetz ist hier ein Netzwerk von Computern (Rechnernetz) gemeint. Der Begriff "Schulnetz" wird sowohl für das Verwaltungsnetz als auch für das Unterrichtsnetz einer Schule verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Verwaltungsnetz und Unterrichtsnetz

Es ist in Deutschland und vermutlich auch in anderen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, dass das Verwaltungsnetz einer Schule, in dem unter anderem Personaldaten von Schülern und Personal abgelegt sind, physikalisch von einem Unterrichtsnetz getrennt sein muss.

Grundsätzliche Überlegungen

"Musterlösungen?"

Musterlösungen für Schulische Netzwerke - Support-Seiten des Landesmedienzentrums (LMZ) Baden-Württemberg

"Schulen benötigen innovative Netzwerklösungen, die den Anforderungen eines multimedialen Unterrichts gerecht werden. Die Musterlösung für schulische Netzwerke wurde entwickelt, um den fächerintegrativen Einsatz des PC effizient und sicher zu ermöglichen. Hier finden Sie Informationen, welche Vorteile der Einsatz der Musterlösung bietet. Unter den Navigationspunkten Linux, Novell und Windows finden Sie Einzelheiten zu Verfügbarkeit, Features, Installation und Konfiguration der einzelnen Musterlösungen."

Windows-Netze

Windows ist das Betriebssystem, mit dem vermutlich die meisten Kollegen ihre ersten Computerkenntnisse erworben haben - nicht zuletzt dank Intel-Lernen. Dabei muss eingeräumt werden: Die Kenntnisse beziehen sich meist auf ältere Windows-Versionen, der Umstieg auf Windows 2000 oder gar XP fällt nicht immer leicht.

Fragt man Systemadministratoren nach dem Wartungsaufwand für Windows-Netze, so erfährt man, dass diese nur dann mit vertretbarem Aufwand zu warten sind, wenn entweder ein Hardware-Schutz das System vor unberechtigter Modifikation schützt oder man dazu in der Lage ist, die Ursprungsinstallation von einem Image-Server zu rekonstruieren. Ein derart statisches System ist nach spätestens zwei Jahren überholt, nicht selten steigen bei der Aktualisierung der Software gleichzeitig die Anforderungen an die Hardware, was zusätzliche Kosten verursacht.

Aus bildungspolitischer Perspektive wird kritisch bewertet, dass der Einsatz von kommerzieller Software die Chancengleichheit der Schüler/innen beeinträchtigt, da für den heimischen Einsatz teure Lizenzen für Anwendungen wie MS Office, Corel Draw oder Adobe Photoshop anfallen.

Linux-Netze

Bei GNU/Linux handelt es sich um eine freie Unix-Variante. Oft wird Linux auch als das Betriebssystem des Internets bezeichnet: Ein Großteil aller Webserver laufen unter Linux, der gesamte Quelltext des Systems ist im Internet frei verfügbar. Dies verlangt die "GNU General Public Licence" (GPL), die außerdem jedem frei stellt, den Quellcode zu modifizieren, wenn das Ergebnis ebenfalls unter GPL veröffentlicht wird. Neben dem eigentlichen Linux-Kernel exisitieren inzwischen ca. 10.000 Anwendungsprogramme mit GPL-Lizenz, von denen häufig auch Versionen für andere Plattformen (Windows, Mac) existieren.

Bildungseinrichtungen schätzen an GNU/Linux den freien Zugang zum Quellcode (der im weiten Sinne auch Grafiken und sprachabhängige Zeichenketten umfasst). In Projekten kann Software analysiert, optimiert und übersetzt werden. Ein Nebeneffekt ist, dass informatische Forschungsergebnisse unmittelbar ihren Niederschlag in der Software finden, die dadurch besonders robust und ressourcenschonend wird. Ältere Hardware, die bei Windows XP in die Knie geht, kann unter Linux nachhaltiger eingesetzt werden. Eine Studie des norwegischen Beratungsinstituts Statskonsult zeigt jedoch, dass die Einsparungsmöglichkeiten durch Linux weniger bei den Hardwarekosten als vor allem beim Wartungsaufwand liegen: Alle Konfigurationsdateien liegen im Klartext vor und können zentral angepasst werden.

Als häufiger Nachteil von Linux wird oft seine geringe Verbreitung genannt, gerade Lehrer/innen, die bereits Schulungen auf einem anderen Betriebssystem erfahren haben, äußern immer wieder Bedenken. Es ist sicher nicht richtig, dass diese Kollegen heute noch dieselbe Automarke fahren, die sie von ihrer Führerscheinprüfung her kennen. Vielmehr können Live-Linux-CDs wie Knoppix helfen, solche Ängste zu nehmen.

Tipps und Tricks

Überblick

Sicherheit

In der Schule wird ein Computer im Computerraum, in einer Medienecke oder einem Selbstlernzentrum von vielen verschiedenen Schülerinnen und Schülern genutzt. Deshalb müssen für die Einrichtung eines Computers in der Schule und eines Schulnetzes einige Aspekte berücksichtigt werden, die für den heimischen Computerarbeitsplatz in der Regel nicht gelten:

  • Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte sollten sich darauf verlassen können, dass sie für die Arbeit mit dem Computer im Unterricht jeweils einen Computer vorfinden,
  • der problemlos startet;
  • der immer die gleiche, bekannte Oberfläche präsentiert;
  • der virenfrei ist;
  • auf dem keine anderen irritierenden Veränderungen vorgenommen wurden;
  • auf dem die in vorhergehenden Sitzungen gespeicherten Arbeitsergebnisse wiederzufinden sind.

Da viele Schülerinnen und Schüler nun mal verständlicher Weise (wie auch andere Menschen) dazu neigen, alles Mögliche auszuprobieren und Spaß daran haben, etwas zu verändern, z.B. das Hintergrundbild, aber auch Dateinamen und vieles Andere, sollten die Schülercomputer in der Schule so eingerichtet sein, dass absichtliche und unabsichtliche Änderungen nicht zu Störungen im Unterricht führen.

Lösungen bieten verschiedene Hardware- und Software-Lösungen.

Weblinks:

Hardware-Lösungen

Es gibt verschiedene Hardware-Lösungen, die dafür sorgen, dass (software-mäßige) Veränderungen am Computer im Unterricht zu keinen Schäden und Störungen im Unterricht führen und beim Neustart des Computers automatisch rückgängig gemacht werden.

Die bekannteste Lösung ist wohl die PC-Wächter-Karte von Dr. Kaiser:

Software-Lösungen

Das Funktionsprinzip der Software-Lösungen ist das selbe, wie bei den Hardware-Lösungen. Der Originalzustand der Festplatten wird bei jedem Neustart wieder hergestellt. Die Software-Lösungen zeichnen sich besonders durch ihren günstigen Preis und die hohe Flexibilität aus.

An vielen deutschen Schulen hat sich die Software HDGUARD, PC-SHERIFF und Deep Freeze bewährt:

Didaktische Netze

Für den Unterricht am Computer ist es günstig, wenn zusätzlich zum Betriebssystem und zu allgemeiner und fachspezifischer Software auch noch Hardware oder Software dafür sorgen, dass am Computer in der Schule bestimmte zusätzliche für die Lehrkraft nützliche Funktionen vorhanden sind, vor allem:

  • Lehrer-Demo: Was auf dem Bildschirm der Lehrkraft passiert, ist auch auf allen Schülerbildschirmen zu sehen.
  • Bildschirm und Tastatur sperren: Die SchülerInnen können, ohne das dafür die Computer ausgeschaltet werden müssten, (eine von der Lehrkraft kontrollierte Zeit lang) nichts am eigenen Arbeitsplatz machen. Ihre Aufmerksamkeit für ein Gespräch oder eine Lehrer-Information ist also gesichert.

Bekannte Software für diesen Zweck sind:

Thema Netzwerk im Informatikunterricht

Linkliste

Siehe auch