Supervision

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Supervision ist eine Beratungsmethode, die zur Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit eingesetzt wird. Sie bezieht sich damit auf Person, Rolle, Institution und Institutionskultur.

Supervision ist nicht Therapie. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit Person und Rolle kommt es zwangsläufig zu Berührungspunkten mit sehr persönlichen Themen. Ob und wie diese Platz finden sollen in der Supervision, ist Absprachesache zwischen Supervisandin und Supervisorin.

Supervision ist für alle Berufe sinnvoll, in denen mit Beziehungen und in Beziehung gearbeitet wird.

Supervision ist dann optimal, wenn sie nicht erst in Krisenzeiten als „Feuerwehr“ eingesetzt wird, sondern den normalen Arbeitsalltag begleitet. Sie ist entweder fallorientiert (klientenbezogen) oder teamorientiert.

Supervision ist somit sinnvoll, wenn

  • Fachkompetenz erweitert werden soll
  • Qualität von Arbeit erhalten werden soll
  • Veränderungen anstehen
  • Neue Strukturen am Arbeitsplatz entwickelt werden sollen
  • Der Stress am Arbeitsplatz belastend ist
  • Burnout-Situationen bestehen
  • Konflikte im Team bestehen.

Supervison im Internet

  • DGSv Deutsche Gesellschaft für Supervision e.V., "der Ansprechpartner Nummer Eins für Supervision in Deutschland" (www.dgsv.de)

Supervision für Lehrerinnen und Lehrer

Zum Beispiel:

"Nach einer zweieinhalbjährigen Ausbildung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Advanced Studies der Carl-Albrechts-Universität zu Kiel erhielten 24 brandenburgische Lehrerinnen und Lehrer im März 2004 ihren akademischen Abschluss als ausgebildete Supervisorinnen und Supervisoren. Damit stehen diese exklusiv für brandenburgische Lehrkräfte, Schulleitungen und Lehramtskandidaten zur Verfügung.
Supervision richtet sich an alle diejenigen, die ihre eigene Professionalität verbessern wollen und mithilfe einer externen Beratung eine Möglichkeit zur Besinnung und Neuorientierung suchen. Supervision leistet einen Beitrag zur Klärung unterrichtlicher Probleme, fördert eine bessere Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und dient der Stressbewältigung. Supervision bietet auch Hilfe und Unterstützung, wenn es um Fragen der Lehrergesundheit geht.
Die Inanspruchnahme von Supervision ist eine freiwillige und persönliche Entscheidung und basiert auf dem Wunsch, etwas für die eigene Berufszufriedenheit zu tun. Supervision kann nicht angeordnet werden.
Die Gespräche zwischen Supervisor/-in und Klient/-in unterliegen einem absoluten Vertrauensschutz.
Ziele der Supervision sind:
  • Steigerung der beruflichen Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Frustrationstoleranz,
  • Gewinnung neuer Perspektiven und Sichtweisen für berufliche Fragestellungen,
  • Erschließung neuer Energie und Motivation,
  • Verbesserung der Teamarbeit in beruflichen Zusammenhängen,
  • Verbesserung der methodisch-praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten,
  • Training individuell passender Verhaltensweisen für die berufliche Tätigkeit."

Siehe auch