Thin Client

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Thin Client (engl. wörtlich "dünner Kunde", inhaltlich bezogen auf Client-/Server-Architekturen) bezeichnet innerhalb der Elektronischen Datenverarbeitung eine Anwendung oder einen Computer als Endgerät (Terminal) eines Netzwerkes, dessen funktionale Ausstattung auf die Ein- und Ausgabe beschränkt ist.

W-Logo.gif Thin Client, Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, 03.11.2005 - Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Siehe die Nutzungsbedingungen für Einzelheiten. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Einsatz an der Schule

Die Thin Client Architektur ist historisch ein Rückschritt zu den Client/Server-Systemen der Mainframezeit, jedoch durch die Verfügbarkeit moderner Hardware insbesondere im Netzwerksegment ein Fortschritt.

Als Beispiel sei hier ein Computerraum mit 20 PCs und einem Server für die Ablage von Dateien genannt. Die häufig auftretenden Probleme in einem solchen Umfeld sind hierbei:

  1. Datensicherheit
  2. Datenschutz
  3. Betriebssystem-Stabilität
  4. Aktualität der Hardware bzw. Beschaffung neuer Hardware
  5. Wartungsaufwand

Durch ein Thin Client Netzwerk werden diese Probleme eingegrenzt. Die Schüler-PCs verfügen hierbei nicht mehr über eine komplette Installation aus Betriebssystem, Software und Daten, sondern dienen mittels eines Minimalbetriebssystems nur noch als Anzeigegerät (Terminal). Das eigentliche Betriebssystem, die Software, Nutzerdaten und Rechteverwaltung befindet sich auf einem zentralen Server.

Die Vorteile insbesondere für Schulen sind dabei deutlich. Da sich die Software nur auf dem Server befindet, muss auch nur an dieser Stelle von der verantwortlichen Lehrkraft Wartungs- und Backupaufwand unternommen werden. Restriktive Sicherheitsmaßnahmen, wie sie häufig auf Schüler-PCs genutzt werden, sind nicht mehr notwendig, da kein Schaden am eigentlichen PC-System entsteht: Das Gefühl des "Eingeengtseins" verringert sich. Zudem ist lediglich für den Server moderne Hardware notwendig - für die Schüler-Clients können alte Systeme genutzt werden, da Prozessorleistung, Festplattenkapazität und Speicherausbau für diese nahezu irrelevant sind.

Das Betriebssystem Linux und die BSD-Derivate stellen diese Fähigkeiten bereits kostenlos zur Verfügung. Für Windows hingegen ist spezielle Software und eine um die Anzahl der Clients erweiterte Serverlizenz nötig. In allen Fällen jedoch ist für den Aufbau eines Client-Server-Netzes Fachwissen erforderlich, da die anfallenden Arbeiten keineswegs trivial sind.

Da die Hardwarekosten im 21. Jahrhundert drastisch gesunken sind, ist die Kostenersparnis beim Einsatz eines Terminalservers und Thin-Clients nicht mehr ausschlaggebend. Zudem gibt es sehr viele Anwendungen (vor allem im technischen Bereicht), die nicht auf einem Terminalserver lauffähig sind. Daher sollte man sich als Schule den Einsatz eines Terminalservers im voraus gründlich überlegen.

Weblinks

Siehe auch