Tragödie

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Die Tragödie (auch: das Trauerspiel) ist ein Form des Dramas.

Inhaltsverzeichnis

Definitionen

Aristoteles (394-321): POETIK

"Die Tragödie ist Nachahmung einer edlen und abgeschlossenen Handlung von einer bestimmten Größe in gewählter Rede, derart, daß jede Form dieser Rede in gesonderten Teilen erscheint und daß gehandelt und nicht berichtet wird und daß mit Hilfe von Mitleid und Furcht eine Reinigung von eben derartigen Effekten bewrkstelligt wird.
Ich nenne "gewählte Rede" jene, die Rhythmus, metrische Form und Sangbarkeit besitzt; das "in gesonderten Teilen" nenne ich, daß einiges bloß im Sprechvers ausgesagt wird, anderes aber im Liede." (Kap. 6, Reclam Nr. 2337, S. 33)

Volker Meid: Sachwörterbuch zur Deutschen Literatur

"Tragödie, eine der Hauptgattungen des Dramas. Den dt. Begriff ›Trauerspiel‹ führte Martin Opitz 1628 in Anlehnung an das Niederländische ›Treurspel‹ ein.[...]
Die neuzeitliche Tragödientheorie ist zum großen Teil Rezeptions- und Auslegungsgeschichte der Poetik des Aristoteles, insbesondere seiner Definition der T. als »Nachahmung einer guten und in sich geschlossenen Handlung von bestimmter Größe«, eine »Nachahmung von Handelnden und nicht durch Bericht, die Jammer und Schaudern hervorruft und hierdurch eine Reinigung von derartigen Erregungszuständen bewirkt« (Übersetzung von Manfred Fuhrmann). Vorbild für die Tragödiendichtung der Neuzeit war allerdings nicht die attische T. (Aischylos, Sophokles, Euripides), die Aristoteles vor Augen hatte, sondern die röm. T. Senecas. Sie prägte die europäische T. der Renaissance (elisabethanisches Theater) und des Barock." (Reclam 1999, S. 1102)

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Siehe auch