ZUM-Unterrichten - Logo.png
Viele Inhalte sind umgezogen ins neue ZUM-Unterrichten.

Unterrichtsreihe

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
< Mensch(Weitergeleitet von Unterrichtsreihe/Mensch)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nuvola apps edu miscellaneous.png   Unterrichtsidee

Fächerverbindender Unterricht zum Thema Mensch, Klasse 10
Beteiligte Fächer in diesem Entwurf: Kunst, Erdkunde, Ethik, Biologie

Ziele

  • Die Schüler sollen biologische, philosophische, künstlerische und geographische Standpunkte und Aspekte zur Betrachtung des MENSCHEN kennen lernen. Dabei analysieren die Schüler verschiedene Elemente aus den Einzelwissenschaften und bringen diese in dem Schnittpunkt MENSCH zusammen.
  • Die Schüler sollen umfassend zu diesem Thema informiert werden, ohne an die Grenzen der Einzelwissenschaften zu stoßen. Es sollen ihnen auch Möglichkeiten dargeboten werden, sich selbstständig und über die Unterrichtszeit hinaus mit diesem Thema zu beschäftigen.
  • Die Schüler sollen sich mit vielen verschiedenen Aspekten des Menschseins auseinandersetzen und sich ihrer eigenen Existenz bewusster werden.
  • Durch den Vergleich verschiedener Menschenbilder und der damit verbundenen Weltbilder erarbeiten die Schüler die Einflüsse, die diese Deutungen auf das Verhältnis des Menschen zu anderen Menschen, bzw. zur Natur und zur Technik haben. Dadurch erfassen sie Zusammenhänge und Vernetzungen von Natur und Technik der heutigen Zeit.
  • Vor diesem Hintergrund setzen sie sich mit aktuellen ethischen Problemen, die aus dem modernen wissenschaftlich-technischen Fortschritt resultiert und lernen dabei philosophische oder religiös geprägte Positionen zu den Herausforderungen unserer Zeit kennen. Die Aufforderung, Verantwortung für die Zukunft zu tragen, bringt sie dazu, auch ihr eigenes Verhältnis zu Natur, zu anderen Menschen und zur Technik kritisch zu überdenken.

Aufbau

  • Antike/Mythos:

Nicubunu-Tools.png Methodenvorschlag: Texterarbeitung in

  • Gruppenarbeit: Ergebnis: Schaubild über Stellung des Menschen im Kosmos in den angelesenen Positionen, Vorstellung der Gruppen
  • oder als Gruppenpuzzle
  • Mittelalter/Neuzeit:
  • 19. Jahrhundert
  1. historischer Überblick über die Schöpfungsgeschichte, Lamarck, Darwin
  2. Veränderung der Arten: Mendelsche Gesetze
  3. Selektion: natürliche und künstliche Auslese, Diskussion: Sozialdarwinismus
  4. Mutation, Isolation
  5. Abstammung des Menschen: Vergleich des Menschen mit tierischen Primaten (Morphologie, Anatomie, Verhalten), Verwandtschaftsbeziehungen
  6. Vorfahren des Menschen: Merkmale, zeitliches Auftreten, Einordnung in Entwicklung, Fundorte; Lucy, Herstellung eines Faustkeils
  7. Menschenrassen, Merkmale
  8. Kulturelle Evolution: Antirassismus als Gebot des Humanismus, Kurzfilm: Afrodeutsch
  • 20./21. Jahrhundert
  • Globalisierung I: Eine Welt? (Besuch eines Eine-Welt-Ladens), Kunst Picassos anhand von afrikanischen Masken
  • Globalisierung II (Erdkunde): Bedeutung der Weltmeere als Wirtschaftsraum, Erdölförderung --> Umweltschutz, Mensch als Schöpfer seiner Umwelt
  • Philosophische Standpunkte: Arnold Gehlen (Mensch als Mängelwesen), Helmut Plessner, Max Scheler, Jean Paul Sartre (Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt)
  • Synthese: künstlerische Auseinandersetzung mit dem Gegenüber: Porträt, dazu Schreibaufgabe (Wie sehe ich mein Gegenüber? Wie sieht die Zukunft meines Gegenübers aus (fiktiver Text)? Wie sehe ich die Zukunft der Menschheit?), Möglichkeit der Kommentierung der Texte durch Mitschüler (Schreibgespräch, Kommentarlawine)
  • Test
  • Erörterung zu einem frei gewählten Zitat (z.B. Fragement der Vorsokratiker) oder einer bestimmten typischen menschlichen Eigenschaft

Fragmente der Vorsokratiker:

  • Protagoras von Abdera (um 485-415 v. Chr.) in Platons Dialog Theaitetos 152 a
Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der Seienden wie sie sind, der Nichtseienden, wie sie nicht sind (sog. homo-mensura-Satz).
  • Demokrit (um 460-370 v. Chr.)
34. Der Mensch, eine kleine Welt.
154. Die Menschen sind in den wichtigsten Dingen Schüler der Tiere geworden: der Spinne im Weben und Stopfen, der Schwalbe im Hausbau und der Singvögel, des Schwans und der Nachtigall, im Gesang und zwar auf dem Wege der Nachahmung.
  • Alkmaion von Kroton (um 500 v. Chr.)
1a. Der Mensch unterscheidet sich von den übrigen Geschöpfen dadurch, dass er allein begreift, während die übrigen zwar wahrnehmen, aber nicht begreifen.
Der schönste Affe ist hässlich, mit dem Menschengeschlecht verglichen. (Diels 82)

Siehe auch