Verhältnis von Sprache, Denken, Wirklichkeit

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Sapir-Whorf-Hypothese

Eine Welt ohne Zahlen und ohne Farben

Die Pirahã im Amazonasgebiet von Brasilien kennen angeblich nur Zahlwörter für ein und zwei sowie einen Begriff für viele. Außerdem sollen sie keine Begriffe für Farben kennen. - Insbesondere das Fehlen von weiteren Zahlwörtern scheint ihre Wahrnehmung der Welt zu beeinflussen, wie Forscher festgestellt haben.

Verschiedene Berichte informieren hierüber:

Wie einflussreich ist Sprache? Ethnologen untersuchen Verhältnis von Sprache und Gedanken - Von Kristin Raabe (Deutschlandfunk. 20.08.2004)
"Neurologie. - Sprache ist ein konstitutives Element des Menschen, möglicherweise auch von anderen hochentwickelten Tieren. Doch welchen Einfluss hat dieses Kommunikationsmittel auf unsere Denkfähigkeit, wie strukturiert es unsere Gedanken? Dieses Thema beschäftigt nicht erst Philosophen in der jüngsten Vergangenheit und. Ein Team aus Ethnologen und Sprachforschern hat es im Dschungel von Amazonien ganz konkret verfolgt."
LINGUISTIK - Leben ohne Zahl und Zeit - von von Bredow (Spiegel online, 24.04.2006)
"Das Volk der Pirahã kennt keine Vergangenheit, keine Farbwörter, keine Nebensätze. Das macht seine Sprache zur merkwürdigsten der Welt - und zum Zankapfel der Linguisten."
Eine Welt ohne Zahlen und ohne Farben Herbert Hasenbein, heise.de, 21.08.2004) (Download des Textes)
"Apaitsiiso - die Sprache, die aus dem Kopf geboren ist
In der Linguistik besagt die Sapir-Whorf-Hypothese, dass es bestimmte Gedanken in einer Sprache gibt, die von jemandem, der eine andere Sprache spricht, nicht verstanden werden können. Der Denkprozess, so die Argumentation, wird wesentlich durch die Muttersprache und ihre Besonderheiten beeinflusst."
Linkliste
PirahãWikipedia-logo.png

Materialien

"Das Verhältnis von Sprache, Denken und Wirklichkeit ist im Oberstufenunterricht ein Schwerpunkt des Lernbereichs Reflexion über Sprache. Da das eher sprach- philosophische Thema wegen der Anforderungshöhe komplexer gedanklicher Sachtexte bei Schülerinnen und Schülern nicht gerade beliebt ist, muss vor allem ein Frage- und Lesehorizont aufgebaut werden, z. B. mit GRZESIKs Konzept des themengeleiteten Lesens."

Siehe auch