Weltpolitik

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Weltpolitik bezeichnet zum einen alle politischen Vorgänge in der internationalen Politik insgesamt, zum anderen den Versuch, auf all diese Vorgänge entscheidenden Einfluss zu nehmen, wie etwa beim Versuch der Begründung einer neuen WeltordnungWikipedia-logo.png oder auch nur den Versuch einer RegionalmachtWikipedia-logo.png, auch außerhalb ihrer Region Einfluss zu gewinnen.

Weltpolitik als innerer Zusammenhang aller politischen Vorgänge auf der Welt ist erst im Verlauf der Neuzeit entstanden. Sie manifestierte sich in den beiden Weltkriegen und insbesondere in der Blockbildung im Kalten Krieg ab 1947.

Weltpolitik als Versuch, eine Weltordnung zu schaffen, wurde von Großbritannien mit seinem EmpireWikipedia-logo.png in Ansätzen, im Ersten Weltkrieg insbesondere von Woodrow Wilson durch seinen Einsatz für eine Weltfriedensordnung, wie sie im VölkerbundWikipedia-logo.png ohne die USA nur sehr unvollkommen entstand, nach 1945 von den beiden SupermächtenWikipedia-logo.png USA und Sowjetunion durch die Bildung der Vereinten NationenWikipedia-logo.png und nach 1990 von den USA bei ihrer Abkopplung von der UNO betrieben.

Weltpolitik als Versuch, über die eigene Region hinaus Einfluss zu gewinnen, ist typisch für die europäischen Mächte im Zeitalter des Imperialismus.

Literatur

  • Czempiel, Ernst-Otto: Weltpolitik im Umbruch. Das internationale System nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, 2., neubearbeitete Auflage, München (C.H. Beck), 1993, ISBN 3-406-37827-7.
  • Link,Werner: Die Neuordnung der Weltpolitik: Grundprobleme globaler Politik an der Schwelle zum 21.Jahrhundert, München (C.H. Beck) 2001.
  • Rittberger, Volker; Kruck, Andreas; Romund, Anne (Hg.): Grundzüge der Weltpolitik. Theorie und Empirie des Weltregierens, Wiesbanden (VS Verlag) 2010, ISBN 978-3-531-16352-9.

Siehe auch