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Inhaltsverzeichnis

Druckversion der Wiki-Seiten

Ich bin noch recht neu hier und habe gerade die Seite Wetterelemente und ihre Messung erstellt. Prinzipiell würde ich gerne verschiedene meiner Arbeitsblätter hier veröffentlichen.

Was mich bisher noch etwas stört, ist das Aussehen der Daten in Druckform. Die Schrift ist meines Erachtens viel zu groß und die [Bearbeiten] Links werden vor jeder Zwischenüberschritft angezeigt.

Ich würde anbieten, das Druck-Stylesheet zu überarbeiten, wenn das gewünscht ist (kenne mich mit CSS gut aus).

Aber zunächst: Sehen das andere genauso?

Ja, wär' super, wenn das verbessert werden würde. hier wurde ähnliches thematisiert. CSS-kenntnisse klingen gut, dann braucht man keine pdf-dateien. Gruß j--Uptojoe 16:29, 9. Jun. 2009 (UTC)
Auch die Schriftgrößen der Überschriften in der Nicht-Druckversion finde ich nicht ideal. Die Level-3 Überschriften wirken durch Fettdruck deutlich prominenter als die Level-2 (welche die Hauptabschnitte der Beiträge darstellen). Hier ein Screenshot --Retemirabile 16:49, 9. Jun. 2009 (UTC)
Hallo Andreas,
die Druckausgabe wird durch die Standardwerte in der MediaWiki-Software gesteuert, entspricht also vermutlich exakt dem, was auch in der Wikipedia üblich ist (was ja nicht unbedingt das Maß aller Dinge sein muss ;-)).
Wenn die Darstellung z.B. von Überschriften optimiert werden könnte, wäre es natürlich gut. Allerdings beträfe dann diese Änderung das Aussehen aller Druckseiten, sollte also auch unter diesem Aspekt geschehen, was dir sicherlich bewusst ist.
Da Achim für die Technik im ZUM-Wiki verantwortlich ist, weise ich ihn schon mal per Mail auf diese Diskussion hin und gehe dann davon aus, dass er sich mit dir per "E-Mail an diesen Benutzer" in Verbindung setzt.
Dass die "Bearbeiten"-Links beim Ausdruck erscheinen. lässt sich übrigens leicht vermeiden, wenn du die Seiten nicht angemeldet ausdruckst. Denn nur angemeldete Benutezr können Seiten bearbeiten; insofern sehen auch nur diese die "Bearbeiten"-Links.
Gruß --Karl.Kirst 23:01, 9. Jun. 2009 (UTC)

Inzwischen ist die Druckausgabe Dank Retemirabile deutlich verbessert worden. Jeder kann sich durch einen Klick im Kasten "Werkzeuge" (am linken Bildschirmrand unten) auf "Druckversion" selbst davon überzeugen. - Herzlichen Dank an Retemirabile sowie an Achim, der seinen Tel dazu beigetragen hat. --Karl.Kirst 14:18, 5. Okt. 2009 (UTC)

Aufbewahrungsfristen

Gibt es so etwas - Lehrer-seitig - bei schulischen Unterlagen, Notenlisten, Noten und Kommentaren bei Klassenarbeiten und Klausuren? --Michael Reschke 15:32, 13. Jun. 2009 (UTC)

Ja, die gibt es wohl. - Eigentlich müssten die in jeder Schule zu erfragen sein. Gerade Lehramtsanwärter sollten dies auch ungehindert erfragen dürfen. - Ich selbst musste zum Zeitpunkt dieser Anfrage passen, weiß aber jetzt zum Beispiel, dass Entschuldigungen der Schüler wohl nur bis zum Ablauf der Widerspruchsfrist gegen ein Zeugnis aufzubewahren sind. --Karl.Kirst 14:18, 5. Okt. 2009 (UTC)

Dateiüberprüfung

Zur Kennzeichnung von Dateien, bei denen ausreichende Angaben auf der Dateibeschreibungsseite fehlen, steht uns bisher die Vorlage:Bildquelle zur Verfügung. Diese möchte ich gerne - angelehnt an das Vorgehen in der deutschen Wikipedia - durch die Vorlage:Dateiüberprüfung ersetzen. - Hierfür gibt es vor allem zwei Gründe:

  1. Das Präfix Bild: ist in der MediaWiki-Software ersetzt worden durch Datei:, was absolut sachlogisch ist, denn diese Bezeichnung bezieht sich nicht nur auf Bild-Dateien, sondern auf alle Dateitypen, die ins ZUM-Wiki hochgeladen werden können, also z.B. auch auf PDF-Dateien.
  2. Die Bezeichnung Dateiüberprüfung ist allgemeiner als Bildquelle. Und zugleich sieht die Syntax dieser Vorlage in der Wikipedia vor, dass man spezifizieren kann, welche Angaben konkret fehlen, was vermutlich auch im ZUM-Wiki manches Mal für den jeweiligen Benutzer ein hilfreicher Hinweis wäre.

Zunächst kopiere ich die entsprechenden Quelltexte aus der Wikipedia. Diese müssten dann noch an die Gegebenheiten im ZUM-Wiki angepasst werden. Soweit ich Zeit finde, erledige ich das, freue mich aber über jede konstruktive Mitarbeit.

Gruß --Karl.Kirst 11:20, 3. Jul. 2009 (UTC)

MediaWiki:Uploadtext

Der MediaWiki:Uploadtext ist der Text, der beim Hochladen einer Datei auf der Seite Spezial:Hochladen sichtbar ist.

Da zu viele Benutzer die gewünschten Angaben zur hochzuladenden Datei auf Spezial:Hochladen nicht machen, müssen häufig solche Angaben nachgefordert werden, was zeitaufwändig und lästig ist. Deshalb schlage ich vor, die Hochladen-Seite umzugestalten:

  1. Das Eingabefeld muss stärker in den Blick gerückt werden.
  2. Der einführende Text muss deshalb radikal gekürzt werden.
  3. Ein deutlicher Hinweis macht klar, dass die Eingabefelder ausfüllt werden müssen.

Ich hoffe, dass dieses Vorgehen auf Zustimmung stößt und versuche einen Entwurf auf MediaWiki Diskussion:Uploadtext zu erstellen. Mitarbeit ist erwünscht.

Gruß --Karl.Kirst 12:19, 3. Jul. 2009 (UTC)

Den überarbeiteten MediaWiki:Uploadtext kann man jetzt auf Spezial:Hochladen sehen. - Der vorherige TExt ist noch zu finden unter MediaWiki_Diskussion:Uploadtext#Dokumentation_des_bisherigen_Textes.--Karl.Kirst 13:19, 3. Jul. 2009 (UTC)
Die Änderungen finden meine volle Zustimmung. Die radikale Kürzung des Textes ist wichtig und sinnvoll. Gruß-- Maria Eirich 14:07, 3. Jul. 2009 (UTC)
Mich überzeugt die Neufassung auch. --Fontane44 20:44, 3. Jul. 2009 (UTC)

Zur aktuellen Änderung bei der Lizenzierungspraxis

Persönliches vorab

@Stephan Griebel: Ich verstehe deinen Beitrag so, dass die verbliebenen Admins inzwischen Konsens hinsichtlich der Änderung der Lizenzierungspraxis herstellen konnten. Auch ich sehe einer Veröffentlichung des Mailverkehrs, sollte das mal erforderlich sein, gelassen entgegen, denn ich habe alles nach bestem Wissen und Gewissen erklärt und beantwortet. Ich denke allerdings, dass sich an einigen Mails auch noch etwas anderes zeigen lässt.

@Robert Roseeu: Du hast leider meine Erläuterungen auf der Liste missverstanden. Das habe ich erst vor wenigen Tagen verstanden. Siehe weiter unten. Wenn ich eine Position vertrete, dann weiche ich davon – solange ich von ihrer Richtigkeit überzeugt bin – nicht ab.

@Karl: Ich kenne deine Intention nicht und möchte dazu auch nichts sagen. Ich habe lediglich versucht, die aktuelle Weichenstellung zu beschreiben.

Grundsätzlich: Ich werde ohne Not keinen internen Mailverkehr veröffentlichen und niemanden, der am Projekt mitarbeitet, in die Pfanne hauen. Das Projekt liegt mir sehr am Herzen, weshalb ich die aktuelle Weichenstellung – die ohne Not vorgenommen wurde – sehr bedauere.

Ich gehe davon aus, dass ein Zustand im Wiki verhindert werden muss, bei dem Schülerinnen und Schüler sowie andere Benutzer zu Schaden kommen könnten. Darauf beziehen sich meine nun folgenden Erläuterungen. Ich gehe davon aus, dass ZUM Internet e. V. sowie die Mitarbeiter im ZUM-Wiki, in gleicher Weise daran interessiert sind, einen entsprechenden Zustand zu verhindern.

Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern schreibe hier lediglich meine Meinung.

Zur Diskussion auf der Admin-Liste

Ich hatte einen Tag u. a. mit Karl noch gemailt und ihm den Inhalt der Diskussion aus meiner Sicht erläutert:

“Wir streiten uns darüber, ob die DSB-Dateien und Kontext geduldet (meine Position) oder erlaubt (deine Position) werden sollen. So habe ich die Diskussion begriffen. Meine Meinung: Wenn du die Dateien erlaubst, dann wird das zu Problemen und d. h. zu Urheberrechtsverletzungen führen, die du weder administrativ, noch über die Software verhindern kannst. Das ist das Problem und ist unabhängig davon, was DSB an Freigaben beibringen kann oder tippt.“

Ich denke inzwischen, dass die Diskussion so unerfreulich verlief, weil meine Aussagen schlicht missverstanden wurde, was ich aufrichtig bedauere:

“Für die DSB-Dateien sollte gelten: Wir dulden diese Dateien lediglich und sind interessiert daran zu arbeiten. Unfreies Material im ZUM-Wiki ist grundsätzlich inakzeptabel.“

Um die Aussage zu verstehen, muss man wissen, was „grundsätzlich“ bedeutet. Auch das habe ich Karl noch einmal zu erklären versucht:

“Grundsätzlich ist ein "juristischer Terminus". Grundsätzlich heißt dem Grundsatz nach, Ausnahmen sind möglich ("dulden"). Dies sollte dir jeder Jurist bestätigen können. Frag ggf. im Bekanntenkreis.“

Das ist so bekannt, dass sogar die Wikipedia das erklärt. Siehe hier: GrundsatzWikipedia-logo.png.

Ich erhielt daraufhin folgende Antwort (Auszug):

“es mag sein, dass du sachlich im Kern recht hast. Aber erstens sind die BEnutzer des ZUM-Wiki in aller Regel keine Juristen oder mit allen Feinheitne juristischer Diktion vertraute Personen, sodass die bei uns verwendeten Formulierungen auch für jeden juristischen Laien klar verständlich sein müssen.
Auch wenn mir deine Erklärung zum Begriff "grundsätrzlich" ja durchaus geläufig ist, so habe ich Problem mit dem Begriff "inakzeptabel". “

Sollte diese Auffassung jemand teilen, möchte ich ihm dringend empfehlen von diesem Pferd ganz schnell herunterzukommen. Das ZUM-Wiki ist öffentlich und alles, was hier entschieden und gemacht wird, kann von außerhalb nachvollzogen werden. Juristen, die Abmahnungen verschicken, interessieren sich nicht dafür, ob ihr keine Juristen seid oder euch die Feinheiten juristischer Diktion nicht vertraut sind. Die möchten Geld sehen.

Im Bereich Lizenzen und Urheberrecht verlasst ihr den Community-Bereich und betretet einen Bereich, den ich mal als „juristischen Diskurs“ umschreiben möchte. Hier wird nicht mehr abgestimmt, sondern um die richtige Auslegung gegebener Vorschriften gerungen, um sich und andere vor Schaden zu bewahren.

Ich hoffe im Interesse des Projekts, dass ich in allem Unrecht habe. Sollte ich „sachlich im Kern recht“ haben, habt ihr ein echtes Problem. Persönlich mag ich das weder hoffen, noch euch wünschen.

Für mich war nicht vorhersehbar, dass euch die Bedeutung des Begriffs 'grundsätzlich' nicht klar ist. Mich hatte im Nachhinein nur gewundert, warum von „Glaubens-"Kriege"“, von „Er möchte immer Recht behalten.“ die Rede war und woher der Vorschlag A kam ('Nur CC-Lizenzen erlauben').

Was ich dort beschrieben habe - „Grundsätzlich inakzeptabel, in Ausnahmen dulden“ - war bis Anfang letzter Woche Sachstand im ZUM-Wiki. Auf dieser Basis wurde die Datei Datei:EPIKUROS GRÜSST DEN MENOIKEUS.pdf von mir am 30. Mai mit dem Vermerk „Noch einige Tage warten.“ zur Löschung markiert. Das war die bisherige Praxis. Das urheberrechtlich geschütztes Material ab letzter Woche im ZUM-Wiki erlaubt wird, ist eine Neuerung, die eurerseits herbeigeführt wurde. Ich halte das für problematisch und habe das intern auch deutlich artikuliert.

Ich hege persönlichen Groll gegen DSB

Das wurde mir unter anderem vorgeworfen. Ich möchte dazu ganz kurz antworten:

Um den 14. Juni wurde ich informiert, dass die DSB überlegt das ZUM-Wiki zu verlassen und in die Family umziehen möchte. Es wurde gefragt, was dabei zu beachten sei. Ich habe daraufhin erklärt, dass die CC-Lizenz genutzt und andere Dateien abweichend gekennzeichnet werden müssten, was 'jetzt' (zum damaligen Zeitpunkt) aber unlängst im ZUM-Wiki geschehe.

Hinsichtlich der Frage, ob das „DSB-Wiki“ im ZUM-Wiki verbleiben soll, wurde vorgeschlagen „Ich wäre dafür, das DSB-Wiki bleibt im ZUM-Wiki und bei den Bildern suchen wir einen Baustein, der dem Bild des Schöningh-Verlages entspricht“ (Mail vom 14. Juni 2009 17:53). Diesem Vorschlag habe ich mich angeschlossen: „ich denke, das kann man so machen.“ (Mail vom 14. Juni 2009 18:22). Von dieser Position bin ich bis heute nicht abgewichen. Einzelne Detailfragen, die zuletzt auf der Admin-Liste angesprochen wurden, wurden dort (Mails vom 14. Juni 2009) bereits diskutiert; ich habe dort – ohne Widerspruch – bereits meine Position vertreten.

Die Kennzeichnung der Dateien ist das, was ich erledigt habe, ist auch das, was euch per Mail an Karl von John Hendrik Weitzmann geraten wurde und was allgemein üblich ist. Was bei der internen Abstimmung zum ZUM-Wiki (Mails vom 14. Juni 2009) keinen Widerspruch verursachte.

Als Maria die CC-Lizenzen widerrufen hat, bin ich ihr zur Seite gesprungen und habe die Lizenzänderung durch eine befristete Benutzersperrung sichergestellt. Zu diesem Zeitpunkt hat sich kein anderer Admin blicken lassen. Wenn ihr dahingehend John Hendrik Weitzmann noch einmal fragen wollt, wird der euch sicher bestätigen, dass CC-Lizenzen 'unwiderruflich' sind. Siehe meine Beiträge in diesem Zusammenhang. Zumindest dass ich Maria zur Seite gesprungen bin und Uptojoe gesperrt habe, um ihre Lizenzänderung durchzudrücken und ihn vor einer dadurch bedingten Urheberrechtsverletzung zu bewahren, konnte inzwischen geklärt werden (Meine Diskussionsseite, diff-Link, zu Beginn: „falscher Zusammenhang“, nach Klärung „unmittelbarer Kontext stimmt“).

Dass eine „Richtigstellung der Lizenz“ bei einer CC-Lizenz nicht möglich ist, möchte ich anmerken. Das liegt in der „Unwiderruflichkeit“ begründet. Das ZUM-Wiki hat keine Inhalte, die dem ZUM-Wiki gehören, sondern speichert lediglich einen Bestand an „freien Inhalten“. Es ist keine Kontrolle möglich, wer wann welche Inhalte von hier übernimmt und in ein anderes Wiki transferiert. Das einzige, was hier sichergestellt werden muss, ist, dass die CC-Lizenz korrekt ist und er entsprechend nichts zu befürchten hat, wenn er sich an diese Lizenz hält. „Austausch“ gibt es etwa (Beispiel) zwischen Benutzern der Wikiversity (z. B. Jan Luca) bzw. Benutzern des ZUM-Wiki in Wikimedia-Projekten. Solange ein Benutzer im Wiki nicht editiert, sondern nur Bilder herunterlädt und irgendwo anders verwendet, kann sein „Besuch“ nicht erfasst werden. Niemand kann deren Übernahmen von Dateien sinnvoll kontrollieren oder dokumentieren und sie bei Änderungen an den Lizenzen rechtzeitig informieren, deshalb sind die echten freien Lizenzen unwiderruflich.

Dulden oder erlauben ist gehüpft wie gesprungen

Das könnte man meinen. Der Unterschied erscheint sicher zunächst graduell, allerdings haben es die Konsequenzen, die sich aus einer entsprechenden Formulierung, d. h. Entscheidung ableiten, in sich. Wenn wir die Dateien nur dulden (meine Position), haben Leute, die im administrativen Bereich aktiv sind, die Handhabe, diese Dateien auch abzuarbeiten: Ersetzen, Freigabe einfordern usw. Hier wäre dann die komplette Palette dessen möglich, was Wikipedia in solchen Fällen erarbeitet hat.

Werden diese Dateien erlaubt, dann spricht nichts dagegen, die DSB-Bausteine 'frei' zu verwenden. Die Dateien passieren die Eingangskontrolle, sind ganz normal im ZUM-Wiki zu finden und dagegen kann man weder etwas machen, noch etwas sagen. Ich führe das im Folgenden weiter aus.

Es gab einen Einwand: Das Grundproblem scheint auch bei Logo-Dateien und Cover-Dateien auf. Die „Gefahrenlage“ ist hier eine andere. Aus Erfahrung (Wikipedia) ergibt sich, dass Benutzer sich eher selten ein Logo auf ihre Benutzerseite setzen. Der Lizenzbaustein besagt in der Wikipedia:

“Die Datei darf ausschließlich zu enzyklopädischen Zwecken und in mit dem Logo im Zusammenhang stehenden Artikeln verwendet werden.“

Es kommt eher selten vor, dass Benutzer Logo-Dateien außerhalb des Zusammenhangs verwenden. Sie sagen: Bei der Firma XY habe ich gearbeitet und zeigen deren Logo. Das sollte noch gedeckt sein. Die Haftungsfrage haben wir mal andiskutiert. Mir ist da keine Änderung bekannt. Das ist insofern für mich relevant, weil ich als Admin in der Wikiversity sonst auch Probleme bekommen könnte.

Bei Covern ist die „Gefahrenlage“ aus anderem Grund eher gering. Wenn ein Buchcover im ZUM-Wiki steht und von einem Benutzer auf seiner Benutzerseite abgebildet wird, dann eher um zu zeigen „folgendes Buch besitze ich“. Das wäre – worüber wir uns verständigen konnten – kostenlose Werbung für den Verlag. Eine Änderung an der Datei halte ich für wenig realistisch, zudem hatte ich die Dateien im Blick. Einen Schüler abzumahnen ist – und das ist aus meiner Sicht der entscheidende Punkt - für einen Schulbuchverlag (von dort kam das Material) sehr unklug. Das würde relativ schnell bekannt und die Folge dürfte sein, dass Lehrerinnen und Lehrer dort keine Schulbücher mehr beziehen.

Für unsere Thematik relevant: Beide Datei-Typen können bei der normalen Admin-Tätigkeit gut erfasst werden, d. h. wenn ich über eine Seite schaue, habe ich als Admin in der Wikiversity immer im Blick, ob eine URV vorliegen könnte. Verdächtige Dateien schaue ich mir genauer an. Wie ein Logo aussieht und wie ein Cover aussieht (typische Merkmale) erkennt man beim Überfliegen einer Seite und zwar ohne die Notwendigkeit erst jede Dateibeschreibungsseite zu öffnen. Das Material, was gerade in den Kategorien „unfreies Material“ erfasst ist, ist so leicht nicht von freiem Material zu unterscheiden. Es gibt dort keine gemeinsamen Merkmale. Ohne erhöhten Administrationsaufwand ist eine echte Kontrolle nicht mehr möglich.

Die Bausteine sagen nichts anderes aus, als dass hier Material nicht frei ist und geben einen Hinweis, wer möglicherweise Rechteinhaber ist.

Ich glaube, dass wir bereits Konsens über die Situation der DSB-Bausteine herstellen konnten. Warum das keine Lizenzen sind, kann ich leicht zum Abendfüllenden Vortrag ausbauen. Ein anderer schrieb einmal, d. h. nicht ich:

“Die Lizenzbestimmungen der DSB sind sehr "ungenau". Der Bezug "Jede andere Verwendung ..." ergibt beispielsweise überhaupt keinen Sinn.“

Wer glaubt, er könne im Notfall DSB den Schwarzen Peter zu schieben, die Mitarbeiter aus dem ZUM-Wiki rauswerfen und sich dann bequem zurücklegen, irrt: Ich habe unlängst geschrieben, das die Mitarbeiter aus dem DSB-Bereich gut nachgearbeitet haben und für sich nun alles abgesichert haben. Auch Karl hat das im Forum bestätigt:

“Alexandra hat sowohl Achim als auch mit gegenüber bekundet, dass entsprechende Klarstellungen intern erfolgt sind und daraus folgende Kennzeichnungen im ZUM-Wiki demnächst erfolgen werden.“

Die Kennzeichnungen sind inzwischen erfolgt und zwar in Form von Konkretisierungen der Bausteine aus dem DSB-Bereich. Wer die Versionsgeschichte der Bausteine verfolgt und die Kommentare betrachtet, die neuen Dateien aus diesem Bereich inzwischen mitgegeben werden, wird dies unschwer erkennen. Ich kann nur wiederholen, was ich unlängst schrieb: Die Bausteine sagen, dass es sich um unfreies Material handelt und bei den neuen Bausteinen wird noch zusätzlich der eigentliche Rechteinhaber genannt, wobei nicht erkennbar wird, wie dort überhaupt die Rechtelage ist. Die „Lizenzen“ sind nicht allgemein anerkannt, nicht transparent und insbesondere scheint die Praxis, nach der Dateien die Lizenzen erhalten eher diffus. Das ist mein Eindruck. Alles, was bei einer „Lizenz“ nicht klar ist, muss in letzter Instanz an einem anderen Ort geklärt werden. Falls das geschieht, werden Kosten entstehen.

Das ZUM-Wiki ist nicht die Wikipedia

Stimmt absolut. In der Wikipedia würde man mit vielen Problemen anders umgehen. Eine Lizenzänderung (Widerrufen einer CC-Lizenz) würde dort zu einer infiniten Sperre führen, den Vorschlag machen oder die Position zu vertreten, urheberrechtlich geschütztes Material zuzulassen, würde ich dort auch nicht unbedingt machen.

Ich weiche aber an einem Punkt von dieser Aussage ab: Die Wikipedia basiert auf der MediaWiki-Software und ZUM-Wiki setzt genau diese Software ein. Ich zitiere:

“MediaWiki ist eine freie Webanwendung zum Betrieb eines Wikis, die ursprünglich für die freie Enzyklopädie Wikipedia entwickelt wurde. (...) Zum Speichern der Inhalte nutzt MediaWiki die relationale Datenbank MySQL. (...) MediaWiki entstand aus einer Wiki-Engine, die der deutsche Biologe Magnus Manske für die Online-Enzyklopädie Wikipedia entwickelte, als sich die zuvor eingesetzte UseModWiki-Engine den Anforderungen nicht gewachsen zeigte.“

Quelle MediaWikiWikipedia-logo.png

„Für die Wikipedia entwickelt“ bedeutet, dass die Software für die Wikipedia geschrieben und an die dortigen Verhältnisse angepasst wurde bzw. die Wikipedia Verfahren entwickelt hat, die an die Software angepasst sind. Einige Punkte, die ihr im ZUM-Wiki einführt, wurden bei der Entwicklung der Software nicht berücksichtigt. Es konnte bei MediaWiki niemand realistisch annehmen, dass jemand die Software später mit Schülerinnen und Schülern nutzen und zudem unfreies Material einspeisen würde. Die Software bietet daher keine Möglichkeit die – regelwidrige – Verwendung unfreien Materials zu verhindern. Daraus ergibt sich, dass das per Hand, d. h. von Admins erledigt werden müsste. Die Software bietet auch hier keine Arbeitserleichterung. Wenn ihr verhindern wollt, dass Benutzer – ich zitiere einfach mal – folgende Bestimmung einhalten, müsst ihr einiges tun:

“Die auf dieser Seite befindlichen Bilder und Texte dürfen nicht frei verwendet werden. Aufgaben und Bilder wurden der Digitalen Schule Bayern vom ISB Bayern nur für diese Seiten zur Verfügung gestellt und dürfen nur auf dieser Seite verwendet werden.“ (Quelle)

In der Kategorie müsste jetzt, wenn ihr Benutzer vor Urheberrechtsverletzungen schützen wollt, kontrollieren, dass sie die Dateien nicht auf ihren Benutzerseiten verwenden. Konkret: Regelmäßig auf die Kategorie klicken, die Dateien einzeln anklicken und schauen, ob ein Benutzer sich die Datei auf seine Benutzerseite gepackt hat. Das ist m. E. nicht realistisch zu leisten („nicht praktikabel").

Die momentane Version, wurde von Alexandra nach der Diskussion hergestellt:

“Aufgaben, Texte und Bilder auf dieser Seite wurden der Digitalen Schule Bayern vom ISB zur Veröffentlichung in der Wiki-Plattform der ZUM im Rahmen der Veröffentlichung der Jahrgangsstufentests in Form von interaktiven Lernpfaden zur Verfügung gestellt. Die Aufgaben sind frei. Autorentexte und Bilder unterliegen dem jeweiligen Lizenzinhaber und bedürfen dessen Genehmigung zur Veröffentlichung.“

Was steht denn da überhaupt?

  • Aufgaben, Texte und Bilder nur für die Jahrgangsstufentests und zwar in Form von Lernpfaden
    Damit ist jede andere Verwendung nicht erlaubt, zumindest laut Text
  • Aufgaben sind frei
    Lässt die Frage offen gemeinfrei, freie Lizenz, lizenzfrei – was bitte?
  • Autorentexte und Bilder bleiben weiterhin urheberrechtlich geschützt
    Das ist das, was bislang galt

Dieser Text ist bei weitem nicht mehr so restriktiv, wie die von mir monierte Fassung. Bei den Bildern bleibt leider das Grundproblem. Sobald ihre Zahl wächst, wächst die Wahrscheinlichkeit einer regelwidrigen Verwendung, d. h. Einbindung z. B. auf Benutzerseiten. Je mehr die Dateien regelwidrig verwendet werden, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass Rechteinhaber (d. h. Dritte) darauf aufmerksam werden und z. B. einer abmahnt, um Geld zu machen. Ich sage nicht, dass das passiert, sondern dass die Möglichkeit besteht. Bitte bedenkt, dass DSB, ISB und IQB Material aus ganz unterschiedlichen Quellen bezogen zu haben scheint und es dort vermutlich Einzelregelungen gibt. Die Rechteinhaber kenne ich nicht und kann für sie keine Hand ins Feuer legen. Kann jemand anderes aus der Runde garantieren, dass es dort nicht zu einer Abmahnung kommen wird, wenn Schülerinnen und Schüler Bilder gegen die obig von DSB genannten Regeln auf ihren Seiten einbinden? Wer würde dort einspringen und entsprechende Kosten übernehmen? Freiwillige vor. Auf einfache Fragen, sollte es einfache Antworten geben (Formulierungsvorschlag für Freiwillige: „Ich garantiere, dass dort nichts passiert. Ich übernehme ggf. entstehende Kosten, wenn ich mich irre. --~~~~“). Ich sehe nicht, dass DSB sich hier bislang eindeutig aussprechen konnte. Alternativ hätten wir uns diese Diskussion sparen können.

Auf der Mailingliste wurde von Stephan Griebel folgender Vorschlag gemacht:

“Die Frage nach den Rechten an einem z.B. Bild ist nichts, was nur uns bewegt, sondern in gleicher Weise z.B. auch einen Schulbuch-Verlag. Dort sitzen Bildredakteure, die nichts anderes tun, als gute Bilder zu suchen und Bildrechte zu recherchieren. Doch bei allem Bemühen bleibt auch diesen Profis am Ende im Bildquellenverzeichnis nur übrig festzustellen: "Es war nicht in allen Fällen möglich, den Inhaber der Bildrechte ausfindig zu machen und um Abdruckgenehmigung zu bitten. Berechtigte Ansprüche werden Selbstverständlich im Rahmen der üblichen Konditionen abgegolten." (Elemente der Mathematik, Schroedel Verlag)“

Ich möchte einfach formulieren: An der Spitze des Verlages steht in letzter Instanz eine Einzelpersönlichkeit (hierarchische Organisationsstruktur), die es sich leisten kann, eine Abmahnung zu riskieren und anschließend die Frage der Bildrechte zu klären, d. h. abzugelten. Die haben das Geld. ZUM-Wiki ist letztlich ein Netzwerk (alternative Organisationsstruktur). Ich sehe nicht, dass der Verein – wenn Fischbachs nicht privates Geld zuschießen – über die Finanzmittel verfügt, dies in gleicherweise leisten zu können.

Ich kann mir vorstellen, dass eine Schülerin oder ein Schüler die Datei Datei:Tierparade_T_Neubert.jpg schön findet. Wer kann sinnvoll sagen, dass Frau Neubert nicht abmahnt. Mich würde interessieren, wer dort die Hand ins Feuer legen möchte. Ich kenne Frau Neubert nicht, weiß nicht, was vereinbart ist und ob sie sich mal mit DSB verkracht. Ich sehe nicht, dass eine „DSB-Lizenz“ nicht widerrufen werden kann. Ich glaube, dass das einfach nicht geregelt wurde. Falls die „DSB-Lizenz“ so frei wie eine freie Lizenz ist, dann frage ich mich, warum nicht direkt eine freie Lizenz verwendet wurde.

Hinter der bunten Wiki-Oberfläche steckt eine MySQL-Datenbank: Das sollten Informatiker besser erklären können. Eine Datenbank stellt Daten auf Anfrage bereit, was nicht abgefragt wird, wird nicht bereitgestellt. Die großen Datenmengen verhindern, dass „einfach“ ein Zugriff auf eine einzelne Datei möglich ist. Wenn man nicht weiß, was man sucht, wird man nicht fündig. Heißt konkret, wenn ihr die Eingangskontrolle (Spezial:Neue_Dateien, Spezial:Neue_Seiten) ausschaltet, rutscht „problematisches Material“ durch, was anschließend nur noch mit erhöhtem Aufwand gefunden werden kann. Benutzer im Wiki nehmen i. d. R. an, dass das Material unproblematisch ist bzw. ihnen fehlt das tiefere Verständnis, die Problematik zu erkennen. Schülerinnen und Schüler, die 5 Tage die Woche Schule haben und nur in einem Fach das Wiki verwenden dürfen („müssen“), werden ganz sicher kein tieferes Verständnis entwickeln.

Wer die Zeche zahlt

Es sind eure Schülerinnen und Schüler bzw. eure Studentinnen und Studenten. Das ist leider strukturell bedingt. In der Wikiversity haben wir bereits einschlägige Erfahrung gemacht, weil in der Wikiversity Benutzer aus dem ZUM-Wiki vermehrt mit ihren Klassen gearbeitet haben. Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten wollen gute Noten haben. Sie hoffen, dass sie bessere Noten bekommen, wenn sie ihre Seiten und Beiträge grafisch aufhübschen. Da dies mit freien Dateien nur bedingt möglich ist, das Verfahren zudem nicht gerade komfortabel ist, kommt es – da sie die Problematik nicht sehen – zu Urheberrechtsverletzungen. Beispiele aus der Wikiversity habe ich gerade nicht zur Hand. Ich kann es mir denken: >Offensichtlich gibt es diese Fälle in der Wikiversity gar nicht.<

Das perfide an dieser Geschichte ist m. E., dass Benutzer im ZUM-Wiki nun auch mit Materialien, die ganz regelkonform im ZUM-Wiki eingespeist wurden, Urheberrechtsverletzungen produzieren können. Ich hatte bereits versucht euch das zu erklären: „...Bedingungen im Wiki zu schaffen, die Urheberrechtsverletzungen begünstigen“. In der Wikiversity ist es Benutzern eigentlich nicht möglich, eine Urheberrechtsverletzung zu produzieren, wenn sie Dateien aus dem Wiki verwenden. Ich formuliere behutsam: Ihr beschreitet einen Sonderweg.

Ich habe oben eine Grunderfahrung beschrieben, wenn Schülerinnen und Schüler im Internet arbeiten und ihre Seiten aufhübschen, weil sie bessere Noten wollen. Das ZUM-Wiki bildet hier leider keine Ausnahme. Ich hatte in meiner Mail darauf aufmerksam gemacht:

“Neue, echte Problemfälle sind hinzugekommen.“

Am 30. Juni 2009 hat ein Benutzer eine Datei von einer Bildagentur hier eingestellt. Die Quelle hat er sogar explizit genannt. Bei der angegebenen Seite ist zu lesen, dass die Seite „lizenzfreie“ Bilder bietet. Möglicherweise wurde hier lizenzfrei mit gemeinfrei verwechselt. Lizenzfrei bei einer Bildagentur bedeutet etwas anderes als „gemeinfrei“ oder „kostenlos“. Konkret ist dort zu lesen: „RF Lizenzfrei“. Der Benutzer kann nicht wissen, was das bedeutet, denn auch Wikipedia liefert unter RFWikipedia-logo.png nichts sinnvolles. Ergo weiß man um die Bedeutung, oder eben nicht. Fündig würde er erst, wenn er weiß, dass er nach royalty free suchen muss und eine Erklärung hier findet: BildagenturWikipedia-logo.png.

Die Bildagentur bietet die Datei zum Preis von etwa € 50,00 aufwärts an. Ich möchte schon fast wetten, dass die Lizenzgebühr für diese Datei nicht bezahlt wurde. Die Datei kann im ZUM-Wiki schon allein nicht mehr geduldet werden, sondern hier ist die umgehende Löschung dringend geboten. Der „Schüler“ verwendet die Datei nun, um seinen Beitrag, der benotet werden soll, aufzuhübschen. Ich habe die Daten stark verfälscht, um auch die nachträgliche Identifizierung des Benutzers zu erschweren. Dennoch sollte Benutzer und Datei für uns leicht aufzufinden sein. Mit dem Upload unterläuft der Benutzer das Geschäftsmodell der Bildagentur, ich würde denken, dass die Bildagentur bei Kenntnis dies verfolgt.

Das Problem existiert unabhängig davon, ob ich das kritisiere oder nicht. Denn die Probleme im ZUM-Wiki werden durch das Urheberrecht verursacht, das unabhängig von meiner Person gilt. Ich kann die Datei nicht mehr löschen und momentan haben wir einen Punkt erreicht, wo ich auf Urheberrechtsverletzungen nicht mehr hinweisen kann, ohne selbst die Benutzer unnötig zu gefährden. Wenn zukünftig jeder Hinweis von mir auf eine mögliche URV ausführlich dokumentiert wird (Beispiel) oder durch mich erst ausführlich begründet werden muss, gibt es für die Benutzer beim Verfahren keinen Vorteil mehr. Dann würde sich Dokumentation auf der einen und „Verschwinden“ problematischen Materials in den – vermeintlichen - Weiten der Datenbank auf der anderen Seite hinsichtlich Gefahrenpotential für die Uploader in etwa die Waage halten. Eine Mitarbeit meinerseits in diesem Bereich ist daher momentan schlicht nicht mehr sinnvoll. Siehe weiter unten.

Ich möchte anmerken, dass sich seitdem ich aus dem Bereich „Eingangskontrolle“ unsanft abgezogen wurde, niemand 'richtig' um diesen Bereich kümmert. Dieser Typ von Urheberrechtsverletzungen sollte ohne viel Aufwand einfach als solcher erkannt werden. Wer diese Dateien unangetastet lässt, weil er „freundlich“ sein möchte und ablehnt, den Benutzern auf die Füße zu treten, handelt in meinen Augen unverantwortlich und nicht im Interesse der betreffenden Benutzer. Lizenzfragen und URV-Problematik ist ein eigenes Thema für sich, ich setze bei 'normalen Benutzern' kein tieferes Verständnis der Materie voraus, wie man es bei Admins allgemein annehmen darf. Entsprechend ist hier ein anderes Vorgehen erforderlich, das ist meine Meinung und wie immer nicht maßgeblich.

Mir wurde mitgeteilt:

“Es fehlen aber häufig ausreichende und nachvollziehbare Begründungen sowie deine erkennbare Bereitschaft, dich mich Argumenten anderer inhaltlich auseinanderzusetzen.“

Daher nachfolgend zu Abmahnungen allgemein: Ich hatte vergangene Woche die Gelegenheit mit einem Juristen am Tisch zu sitzen und habe das Thema Urheberrechtsverletzungen und Abmahnungen kurzerhand zum Tischthema gemacht. Er merkte an, dass es nicht sein Arbeitsfeld sei, weshalb er genaue Auskünfte nicht geben könne.

Allgemein zum Ablauf: Ein Verstoß gegen Urheberrechte oder Lizenzbedingungen wird festgestellt und die Staatsanwaltschaft wird genutzt, die IP-Adresse des Benutzers zu knacken. Strafrechtlich passiert i. d. R. weiter nichts.

Anschließend auf der zivilrechtlichen Schiene die AbmahnungWikipedia-logo.png. Ihr findet dort in der Wikipedia alle weiteren Informationen. Stark vereinfacht:

Dreistellige Summe aufwärts + 100 EUR

Für die strafbewehrte Unterlassungserklärung scheint die Summe von 50.000 EUR ganz beliebt zu sein.

Die Summen hier übersteigen etwas meine Vorstellungskraft. Ich lege mich hier also nicht fest und glaube, dass ich durchaus etwas falsch verstanden oder falsch wiedergeben könnte. Sollte in eurem Bekanntenkreis jemand Ahnung haben (Jurist), wäre es lieb ihr erkundigt euch einmal und korrigiert ggf. Die Größenordnungen, um die es gehen kann, sagen mir, dass ich ausgesprochen vorsichtig agiere und eher einen Schritt weniger mache, als mich irgendwo einer Gefahr auszusetzen. Glauben, denken, vermuten oder hoffen sind in diesem Bereich Vokabeln, die ich nicht mag. Wenn ich übervorsichtig bin, tut mir das Leid. Ich könnte mir eine URV mit anschließender Abmahnung schlicht nicht leisten. Ich hoffe, dass ich den vom Verein in Aussicht gestellten Rechtsschutz selbst nie in Anspruch nehmen muss.

Ich denke, es gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Solange niemand auf die Idee kommt, dass hier eine URV-Zuchtstation entsteht, kommt auch niemand auf die Idee, sich die Inhalte genauer anzusehen. Weil bislang nichts passiert ist, bedeutet das nicht, dass auch zukünftig nichts passieren wird. Die Probleme bleiben unabhängig von meiner Person in der ZUM-Wiki-Datenbank. Ich habe euch darauf unlängst hingewiesen. Ich würde denken, dass sobald Benutzer aus dem ZUM-Wiki die erste Abmahnung ereilt, sehr bald die nächsten folgen werden. Dies macht Sinn um die Kosten-Nutzen-Rechnung aus Sicht des Anwalts zu verbessern (Aufwand => Profit). Wo ein Problem vorliegt, gibt es weitere Probleme.

Abarbeiten als Ausweg

Wenn DSB-Bausteine hier erlaubt werden, passieren diese Dateien die Eingangskontrolle, die es seit letzter Woche augenscheinlich nicht mehr gibt. Es gibt dann keine Handhabe mehr, die Dateien abzuarbeiten. Es gibt dann keinen Grund, warum die Dateien mit DSB-Baustein nicht inflationär anwachsen sollten. Allgemein gehe ich – nach einem Gespräch mit Mathematikern – davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Abmahnung mit der Menge 'urheberrechtlich geschützten Materials' ansteigt, weil damit die Wahrscheinlichkeit eines Verstoßes gegen das Urheberrecht wächst. Durch „Abarbeiten“ könnte das Gefahrenpotential in diesem Bereich spürbar gesenkt werden.

Ich möchte an einigen Beispielen illustrieren, was ansonsten gemacht werden könnte:

Ich konnte mir nicht verkneifen, passende Bildbeschreibungen zu finden. Ohne die Erfassung über die Kategorie – von mir geschaffen - hätte diese Dateien niemand gefunden. Warum ist hier gemeinfrei nicht möglich?

Echtes abarbeiten ist hier möglich:

Wer nachvollzieht, wo die Dateien verwendet werden (DSB/Informatik/Bildverarbeitung), wird sehen, dass sie dort – weil nur Beispiel - austauschbar sind. Die Bilder können ersetzt werden durch ein freies Bild (freie Lizenz), die verschiedenen Auflösungen lassen sich leicht herstellen. Es gibt daher aus meiner Sicht keinen Grund, sie auf der Seite zu verwenden. Im ersten Schritt werden sie ersetzt (freie Ersatzbilder, dann auch besser), im zweiten Schritt ausgetauscht, im letzten Schritt könnten sie gelöscht werden. Das ist Aufwand, aber gangbar.

Ansonsten würde mich interessieren, wer mir sagen kann, dass ich hier keinen Lizenzverstoß begehe. Die Dateien in der Kategorie zeigen mir, dass die Dateien in den jetzt drei Kategorien aus ganz unterschiedlicher Provenienz kommen. Würde mich nicht wundern, wenn die Rechtelage bei den einzelnen Dateien in gleicherweise sehr diffus ist. Momentan herrscht volle Intransparenz:

“aber letztlich legen wir die Formulierungen für die einzelnen Bausteine fest, da wir zum einen die Vereinbarungen mit den entsprechenden Institutionen getroffen und Rücksprache mit diesen gehalten haben, zum anderen selbst entscheiden, was mit unseren Inhalten passiert oder eben nicht.“ (Zitat)

Für weiteres 'unfreies Material' in den Kategorien sind m. E. andere Maßnahmen möglich, so dass am Ende nur ein kleiner Restbestand bleiben dürfte, wo diese Bausteine tatsächlich nötig sind bzw. anderweitig gemeinsam erfasst werden können. Der Weg über Freigaben wurde scheinbar nirgendwo ernsthaft erwogen oder beschritten. Ich habe keine Datei aus dem DSB-Bereich gelöscht, noch zur Löschung vorgeschlagen, sondern nur angeregt und in keinerweise von einem schnellen Vorgehen gesprochen („mittelfristig“):

“Content Liberation Army ist eine Arbeitsgruppe der Wikimedia, die sich konzentriert und systematisch um die Freigabe von Dateibeständen, vornehmlich Bildern kümmert. Dabei werden staatliche Stellen momentan vorrangig angesprochen, weil hier die Argumentation (mit Steuergeldern finanziert - warum haben Steuerzahler keinen freien Zugriff) am leichtesten ist. Zum besseren Verständnis: Das ISB Bayern und das IQB sind staatliche Stellen (Landesebene), entsprechend könnte man dort - mittelfristig - in gleicher Weise tätig werden. Was bei Bildern geht, geht auch bei Texten (siehe Schindlers Bericht, Abschnitt Wissenschaftlicher Dienst, Bundestag).“

Mal als kleiner Exkurs: Keine meiner Änderungen im Bereich Lizenzfragen und Urheberrecht im ZUM-Wiki wurde bislang sachlich widersprochen. DSB-Mitarbeiterinnen haben sich massiv über meine Anmerkungen beklagt, haben aber fleißig alle notwendigen Änderungen vorgenommen und meine Änderungen nicht revertiert. Mich hat das ausnahmsweise nicht gewundert.

Auch andere Änderungen, die ich herbeigeführt habe, wurden auf der Adminliste massiv angegriffen, nicht aber im Wiki revertiert. Vielmehr hat Karl zuletzt durch Seitenschutz den von mir hergestellten Status Quo betoniert. Dies betrifft u. a. die Seiten ZUM-Wiki:Urheberrechtsfragen, die Vorlage:Kurzinfo DSB ISB, die Vorlage:Kurzinfo DSB/IQB. Der Text wurde zwar leicht geändert, nicht aber bestritten, dass die Bausteine nötig und ihre aktuelle Platzierung auf den Seiten notwendig ist. Die Erfassung der Dateien über eine eigene Kategorie wurde gleichsam nicht zurückgenommen. So what? Mir erschließt sich eure Aufregung wirklich nicht.

Hätte ich nichts gesagt, wäre aktuell nicht einmal klar, dass im ZUM-Wiki bereits Textseiten unter nicht freien Lizenzen veröffentlicht wurden. Inzwischen haben wir 3 verschiedene Sondermarkierungen. Ich denke, das wird noch mehr, wenn auch möglicherweise zukünftig nicht ersichtlich. Der Hinweis kam von mir, wie auch die zentralen Bearbeitungen in diesem Bereich. Alle meine Vorschläge in diesem Bereich wurden bislang in konkrete Maßnahmen umgesetzt, trotz verbal heftig vorgetragener Kritik und der Grundaussage „Mit uns niemals.“ Das von irgendeiner Seite meinen Ausführungen bislang sachlich widersprochen werden konnte, kann ich nicht sehen. Für Belege, die das Gegenteil beweisen, wäre ich dankbar. Auch ich kann betriebsblind werden.

„Unterschiedliche Lizenzierungen sind Irrweg und nicht Ausweg“

Unterschiedliche Lizenzierungen sind ein Problem, weil dann verschiedene Bedingungen genau beachtet werden müssen, was zu Komplikationen führt. Dies gilt auch für die GNU FDL. Früher hätte man angenommen, dass mit einer freien Lizenz eine gemeinsame Grundhaltung verbunden ist, die z. B. hier zum Ausdruck kommt: „Wir sammeln das Wissen der Menschheit – auch Deines“ (Quelle). Wenn ich bei der Wikipedia aktiv bin, dann will ich damit kein Geld verdienen, sondern anderen etwas Gutes tun. Vgl. die Arbeit von Ingo Frost zum „Zivilgesellschaftlichen Engagement in virtuellen Gemeinschaften?“. Er beschreibt dies (Arbeit zur Wikipedia) dort ausführlich.

Wenn es den Konsens mal gegeben hat, dann löst er sich heute zunehmend auf. Es gibt Benutzer, die mit Beiträgen in Wikimedia-Projekten Geld verdienen möchten. Die Diskussion wird momentan in der Wikipedia geführt Wikipedia:Kurier-Artikel zur DiskussionWikipedia-logo.png, vgl. etwa den Infobrief „[Infobrief Wiki-Welt 11] IWW, Ausgabe 7: Bezahlt? Zensur? Leiden?“ von Ziko van Dijk vom 26. Juni 2009 21:03. Die Diskussion ist breiter, als das an den angegebenen Stellen deutlich wird. Insbesondere wurde andiskutiert, Gelder von VG Wort (Stichwort METIS) zu erhalten. Das wäre bis vor einigen Jahren undenkbar gewesen.

Außerdem gibt es auch Wikipedia-Autoren, die durch Abmahnungen – lizenzwidrige Verwendung ihrer Texte (Fall 2) oder Bilder, die sie unter freier Lizenz in ein Wikimedia-Projekt eingestellt haben - Einnahmen hatten:

Archiv 4 der Diskussionsseite von Wikipedia:KurierWikipedia-logo.png

Die Dateibeschreibungsseite bei diesem Bild ist informativ:

Beispieldatei mit eindeutigen ErläuterungenWikipedia-logo.png

Auch ohne die ergänzenden Hinweise wäre sie in der Lage Unterlassungs- und Schadenersatzforderungen bei Verstoß gegen die Lizenzbedingungen geltend zu machen. Andere Benutzer haben das bereits – ohne solche Zusatzerläuterungen – gemacht. Ich hatte mich mit Karl per Mail sehr intensiv über die Urheberrechtsproblematik und Lizenzfragen ausgetauscht, die Links sind ihm daher bereits bekannt sowie zumindest ein weiteres Beispiel (Fall 2).

Letztendlich wird durch unterschiedliche Lizenzierungen bei Texten der administrative Aufwand nach oben getrieben, insbesondere dann, wenn man die Einhaltung der Lizenzen überprüfen will. Alles wird verkompliziert. Sollte es mehrere verschiedene Lizenzen für Texte in einem Wiki geben, führt das zu Inkompatibilitäten, die nicht im Sinne des Erfinders sind. Sie verkomplizieren den Aufwand unnötig, der bei einfachen Aufgaben anfallen kann (Seitenzusammenlegung usw.). Zugleich bietet das Angriffsfläche für Benutzer, die Wikipedia nicht nur „spielen wollen“ (Wikipedia-Bezeichnung für „als Autor mitschreiben“), sondern das auch zu ihrer Einnahmequelle machen wollen.

Bei Texten liegt ein Verstoß gegen die Lizenzbedingungen vor, wenn ihr einen Text übernehmt, aber die Lizenz nicht einhaltet. Bei teilweisen Übernahmen der anders lizenzierten Inhalte im ZUM-Wiki auf andere ZUM-Wiki-Seiten ohne Berücksichtigung der veränderten Lizenz wird damit Angriffsfläche geboten. Je mehr Texte abweichend lizenziert sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Lizenzbedingungen nicht eingehalten werden.

Vereinfacht: (1) Gefahr von Angriffsfläche, das Potential in diesem Bereich kann ich schwer einschätzen. (2) Hauptproblem: Es verkompliziert die Arbeit. Wenn du als Admin administrative Arbeiten im Wiki erledigst und auf diese Seiten stößt, wirst du das nachvollziehen können. Das muss ansonsten als sehr theoretisches Problem erscheinen. Die Problematik bei Texten mit nicht freien Bausteinen ist m. E. anders, d. h. hier größeres Problem. Eine Abmahnung wird gern bei Bildern eingesetzt, ich meine aber, dass das bei Texten in gleicherweise möglich ist. Mir ist allerdings bislang kein konkreter Fall bekannt; die obig genannten Fälle sind auch eher zufällig bekannt geworden, ergänzend die Aussage eines Wikipedia-Autors:

“Auch ich habe mit solchen Abmahnungen bereits Geld verdient. Im letzten Fall musste ich eine Verschwiegenheitsverpflichtung eingehen, d.h. die Nachnutzer wollen sich nicht an die Spielregeln halten, sondern nur den jeweiligen Beschwerdeführer stillbekommen.“

Allgemeinplätze

„Mangelnde Geduld“ - Ich habe mehrfach betont, dass ich nicht drängeln kann. Ich habe auch mehrfach betont, dass ohne die Offenlegung der Freigabe kein Fortschritt in der Sache erreicht werden kann. Die Freigabe liegt nach 2 (?) Monaten immer noch nicht. Von mir aus hätte die Diskussion - bei Bedarf – auch persönlich z. B. bei der Mitgliederversammlung im November geführt werden können. Momentan wurde nicht von mir eine Entscheidung übers Knie gebrochen.

„Ich treffe Entscheidungen“ - Ich habe keinen Einfluss auf die Entscheidungen im ZUM-Wiki. Ich habe lediglich nach bestem Wissen und Gewissen versucht Konsequenzen aufzuzeigen, die Entscheidungen, d. h. Weichenstellungen haben können. Ihr habt eine Entscheidung getroffen, von der ich mich distanziere und zu der ich niemandem ernsthaft raten könnte.

„Ich bin nicht freundlich“ - Finde ich in diesem Zusammenhang unsachlich. Wenn Urheberrechtsverletzungen bekämpft werden, dann geschieht das mit dem Ziel Benutzer vor Abmahnungen zu schützen, also in ihrem Interesse.

Position muss übernommen werden

Ich frage in die Runde (Zitat aus einer Mail von mir):

“Bislang habe ich mich im ZUM-Wiki um den Bereich "Urheberrechtsfragen" gekümmert. Ohne erweiterte Rechte kann ich das nicht mehr sinnvoll erledigen, die Position muss entsprechend neu besetzt werden. Zeitaufwand dürfte bei 10 Minuten / Tag liegen. Die Altlasten sind unter Kategorie:ZUM-Wiki:Dateiüberprüfung erfasst. Neue, echte Problemfälle sind hinzugekommen.“

Ich sehe nicht, dass Karl oder Achim das neben ihrer normalen Arbeit noch sinnvoll erledigen können. Entsprechend sollte für diesen Bereich ein anderer Admin die Verantwortung übernehmen, das möchte ich anregen. Karl hat das Wikipedia-Verfahren ins ZUM-Wiki gebracht, davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Das System haben wir in der Wikiversity nicht eingeführt, weil es ein Bürokratiemonster ist und von Benutzern genutzt wird, die Urheberrechtsverletzungen 24 h am Tag bekämpfen (möchten) und zugleich das System sinnvoll (Stichwort Quantität) einsetzen können. Die Wikiversity sollte mehr Bilder haben, als das ZUM-Wiki. Wir kommen ohne das bürokratische Verfahren mit fünf Kategorien aus.

Entscheidend ist nicht die korrekte Kennzeichnung (Vorlage:Dateiüberprüfung) mit einem Quellen- oder Lizenzbaustein der Dateiüberprüfung, sondern dass im Interesse des Projekts und der Benutzer Urheberrechtsverletzungen schnellstmöglich abgearbeitet werden. Es würde reichen, wenn jemand die Neuzugänge sowie die von mir bis letzte Woche erfassten Altlasten durchgeht und richtige Entscheidungen trifft. Den Gesamtbildbestand bin ich bislang etwa zweimal vollständig durchgegangen, wobei ich bislang noch jedesmal URVs finden konnte. Da wird entsprechend auch ein dritter oder vierter Durchlauf nötig sein.

Empfehlung für „einfache“ Benutzer

Beim Abendessen hatte ich mit dem Juristen auch die Frage der Haftung / Aufsichtspflicht mal andiskutiert. Er meinte, dass es dazu noch keine Entscheidungen gebe, weil das bislang noch nicht in den Fokus geraten ist. Er meinte, dass Juristen „erfinderisch“ seien, weshalb das vermutlich eine Frage der Zeit ist, bis Entscheidungen vorliegen.

Ich denke jeder Kollege und jede Kollegin muss selbst überlegen, was er oder sie verantworten kann. Sollte sie mit Schülerinnen und Schülern im Internet (z. B. im ZUM-Wiki) arbeiten wollen, wäre es sicher nicht verkehrt in einer der ersten Stunden einen Flyer mit Informationen zum Urheberrecht zu verteilen und das Thema Urheberrecht und Abmahnungen anzusprechen. Bis hierhin Hinweis des Bekannten. Persönlich würde ich das ergänzend kurz im Kursheft oder Klassenbuch vermerken. Damit wird der Schwarze Peter an die Schülerinnen und Schüler weitergereicht; jeder muss für sich entscheiden, ob er das mit sich vereinbaren kann und will.

Persönlich werde ich mit Schülerinnen und Schülern nicht im ZUM-Wiki arbeiten. Das ist meine persönliche Entscheidung. Ich kann mir vorstellen (!), dass durch die Änderung bei der Lizenzierungspraxis eine Gefährdung gegeben ist, die mit den Vorschriften zur Fürsorgepflicht kollidiert (bei mir § 10 SchulG-EKB, 5, 1 und 2). Solange es da noch keine Entscheidungen gibt, vermute ich ein Problem, ich möchte allerdings auch nicht der „erste“ sein, der es verbindlich erklärt bekommt.

Abschließend

Ich verstehe das grundsätzliche Problem. Als ich Pedell (= Admin) in der Wikiversity wurde, haben mich ähnliche Fragen beschäftigt. Ich habe also überlegt, ob man 'unfreies Material' nicht einfach in einem Wiki erlauben dürfte. Außerhalb der Wiki-Welt geht das doch scheinbar auch. Das würde viele Probleme vereinfachen. Wer sich allerdings klar macht, was uns die freien Lizenzen bieten und was sie sicherstellen, wird ganz schnell feststellen müssen, dass freie Lizenzen vielleicht nicht immer bequem in der Handhabung sind, allerdings Sicherheit bieten. Wer sich klar macht, was 'unfreies Material' bedeutet, wird feststellen, dass das in letzter Konsequenz stets zu einem nicht wünschenswerten Zustand führen muss.

Abschließend: Ich gebe das hier zu bedenken. Überlegt bei Gelegenheit, was ich euch auf der Mailingliste geschrieben und hier noch einmal ausführlich erklärt habe. Wenn ihr für das ZUM-Wiki die Entscheidung getroffen habt, dass ihr einen anderen Weg gehen wollt, dann ist das eure Entscheidung. Wenn ihr der Meinung seid, dass das mit den Lizenzen so in Ordnung geht, dann soll das so sein.

Bislang haben meine Anmerkungen zu dieser Thematik jeweils zu einer – aus meiner Sicht – spürbaren Verbesserung im ZUM-Wiki geführt. Das Deadmin finde ich vor diesem Hintergrund nicht tragisch. Wenn dieser – bei mir 14seitige (Textdatei) – Beitrag dazu führt, dass sich die Situation für Schülerinnen und Schüler verbessert, würde mich das glücklich machen und der Aufwand hätte sich aus meiner Sicht gelohnt.

Sollte ich mich an einer Stelle geirrt haben oder etwas falsch dargestellt haben, wäre ich auch dort für eine Information dankbar. Ich bin in der Wikiversity weiterhin mit der Abwehr von Verstößen gegen Lizenzbedingungen sowie von Verstößen gegen das Urheberrecht befasst. Das, was ich euch hier geschrieben habe, wird also dort unmittelbar in Aktionen (Löschung, Markierung usw.) umgesetzt. Wenn ich irgendwo falsch liege - auch ich bin kein Jurist -, würde ich das gern wissen.

Alle meine Inhalte (Beiträge > Texte) hier im ZUM-Wiki stehen unter der CC-BY-SA 3.0 DE-Lizenz, ich bin mir nicht bewusst, dass ich (bei Texten oder Dateien) an irgendeiner Stelle gegen das Urheberrecht oder gegen Lizenzvereinbarungen verstoßen habe. --Michael Reschke 13:30, 5. Jul. 2009 (UTC)

Icon-Rechtshinweis-blau2-Asio.svg Bitte beachte den Hinweis zu Rechtsthemen!

Nachtrag

“Statt weiter darüber zu streiten, wer Recht hat, wäre es günstig, wenn wir einfach weiter konstruktiv im ZUM-Wiki zusammenarbeiten.“

Ob das möglich ist, wird sich zeigen, soll allerdings an mir nicht scheitern. Das wir darüber übereinkommen, dass wir divergierende Meinungen vertreten, könnte ein Anfang sein. --Michael Reschke 13:30, 5. Jul. 2009 (UTC)

Ich habe in der Wikipedia im Artikel RFWikipedia-logo.png die Zeile:
„# Royalty free, eine Form der Lizenzierung bei einer Bildagentur“
so eben ergänzt. Das Problem werden andere Benutzer (andere Wikis) in gleicher Weise haben. --Michael Reschke 21:37, 5. Jul. 2009 (UTC)
Hallo Michael, danke für die Information über deine "Copyrightbedenken". Gruß j--Uptojoe 17:28, 6. Jul. 2009 (UTC)
Ich hoffe, es ist alles korrekt dargestellt. Vertiefend und verlässlich das Skript von Prof. Hoeren. --Michael Reschke 22:01, 6. Jul. 2009 (UTC)


Das Projekt liegt mir sehr am Herzen, 

Hallo Michael,

diese Aussage vom 5. Juli 2009 gilt hoffentlich immer noch, denn das wäre eine gute Grundlage für eine weitere konstruktive Zusammenarbeit.

weshalb ich die aktuelle Weichenstellung – die ohne Not vorgenommen wurde – sehr bedauere. 

Diese Formulierung scheint aus deiner Sicht offensichtlich folgerichtig zu sein. Ich stelle hier für dich und alle Mitlesenden noch einmal klar, dass sich das ZUM-Wiki nach wie vor als ein Projekt mit freien Inhalten versteht. Und dieses Projekt hat klar inhaltliche Ziele (siehe ZUM-Wiki:Über ZUM-Wiki). Bei der Verfolgung dieser Ziele scheinen nun den aktiven Admins im Moment einige Kompromisse notwendig zu sein. Dass damit durchaus Probleme verbunden sind, siehst nicht nur. Allerdings benötigt die Lösung mancher Fragen einige Zeit und lässt sich nicht "über's Knie brechen".

Gruß --Karl.Kirst 13:37, 29. Jul. 2009 (UTC)

Abstimmung über Michael "Copyfrage" nach Abschluss des Meinungsbildes

Beantrage nach Abschluss des Meinungsbildes eine Abstimmmung über die von Michael gestellten "Copyfrage". Gruß j--Uptojoe 04:05, 7. Jul. 2009 (UTC)

Abstimmung über Michael "Copyfrage" nach Abschluss des Meinungsbildes

Beantrage nach Abschluss des Meinungsbildes eine Abstimmmung über die von Michael gestellten "Copyfrage". Gruß j--Uptojoe 04:06, 7. Jul. 2009 (UTC)