Zinn

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Definition

Zinn ist ein silbrig glänzendes und sehr weiches Schwermetall. Im Periodensystem ist das chemische Element Zinn unter dem Symbol "Sn" (lateinisch "stannum") und der Protonenzahl "50" wiederzufinden. "Sn" besitzt die meisten stabilen Isotope unter allen Elementen. Besonders markant an diesem Metall, sind auch der niedrige Schmelzpunkt (231,93°C) und der dafür relativ hohe Siedepunkt (2601,85°C).


Eigenschaften

Symbol: Sn
Ordnungszahl: 50
Periodennummer: 5
Gruppe: 4. Hauptgruppe
Geruch: geruchlos
Geschmack: geschmacklos
Aggregatzustand (bei
Zimmertemperatur): fest
Schmelztemperatur: 231,93°C
Siedetemperatur: 2601,85°C
Dichte: 7,28 g/mol³
relative Atommasse: 118,71
Elektronegativitätswert: 1,9
Mohshärte: 1,5



Geschichtlicher Hintergrund von Zinn

Der Elementname Zinn leitet sich vom althochdeutschen "zin" ab. Das Elementsymbol "Sn" geht auf die alte lateinische Bezeichnung "stannum" zurück.

Die ältesten Funde weisen nicht auf reines Zinn, sondern auf eine Zinn-Kupfer Legierung (Bronze) hin. Diese kamen ca. 3500 v.Chr. erstmals vor und wurden zur Herstellung von Beilen, Speerspitzen usw. verwendet. In China und Japan soll reines Zinn bereits 1800 v.Chr. hergestellt worden sein. In Ägypten fand man heraus, dass 600 v.Chr. reines Sn den Mumiengräbern beigegeben wurde. Eine industrielle Bedeutung bekam es erst, als man im 19. Jahrhundert begann, Weißblech herzustellen.


Wofür wird Zinn heute gebraucht?

Zinn wird heute vor allem bei der Veredelung von Weißblech (z.B. Konservendosen) verwendet. Auch bei Orgelpfeifen findet es seine Anwendung, da es seine silbrige Farbe über viele Jahre beibehält. Weiterhin dient es zur Herstellung von Halbleitern für elektronische Bauteile. Die Euromünze besteht zu 1% aus Zinn.