Zwei Segel

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Zwei Segel (1882)

Zwei Segel erhellend
Die tiefblaue Bucht!
Zwei Segel sich schwellend
Zu ruhiger Flucht!

5
Wie eins in den Winden

Sich wölbt und bewegt,
Wird auch das Empfinden
Des andern erregt.

Begehrt eins zu hasten,

10
Das andre geht schnell,

Verlangt eins zu rasten,
Ruht auch sein Gesell.


Quelle: Conrad Ferdinand Meyer: Sämtliche Werke in zwei Bänden. Band 2, München 1968, S. 102. Zitiert nach: Zeno.org. Lizenz: Gemeinfrei