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* Beschreibe den Flug der Sonde ''Voyager 1'' vom Sart mit der Rakete bis zum Erreichen des interstellaren Raums (ohne Berücksichtigung der Phasen im Orbit der besuchten Planeten).
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* Erkläre, unter Verwendung der Newtonsche Axiome, die Bewegung der Rakete in den verschiedenen Phasen der Mission.
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==Videos zu Vorbereitung der nächsten Sitzung==
 
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Immer wenn wir neue Formeln oder Konzepte kennenlernen versuche ich, rechtzeitig ein Erklär-Video dazu zu erstellen und werde es auf der jeweiligen Sitzungs-Seite verlinken. Die beiden ersten Videos sind schon etwas älter. Fragen zum Verständnis könnt Ihr sehr gerne direkt unter dem Video posten - ich versuche immer zeitnah auf Fragen zu reagieren. Alternativ könnt Ihr die Frage auch in die nächste Sitzung mitbringen und wir diskutieren sie dann gemeinsam.
 
Immer wenn wir neue Formeln oder Konzepte kennenlernen versuche ich, rechtzeitig ein Erklär-Video dazu zu erstellen und werde es auf der jeweiligen Sitzungs-Seite verlinken. Die beiden ersten Videos sind schon etwas älter. Fragen zum Verständnis könnt Ihr sehr gerne direkt unter dem Video posten - ich versuche immer zeitnah auf Fragen zu reagieren. Alternativ könnt Ihr die Frage auch in die nächste Sitzung mitbringen und wir diskutieren sie dann gemeinsam.

Version vom 5. September 2017, 14:13 Uhr

Die Erde - ein blassblauer Punkt
Eine Darstellung der Raumsonde Voyager 1
the golden record

Die Raumsonde Voyager 1 erstellte nach erfolgreichem Vorbeiflug an Jupiter und Saturn auf betreiben von Carl Sagan ein Foto-Mosaik des Sonnensystems. Eines der dabei erstellten Bilder ist das berühmte Bild "Pale Blue Dot". Die Voyager ist derzeit weiter in den interstellaren Raum unterwegs und ist damit das am weitesten von der Erde entfernte, von Menschen geschaffene Objekt.


Pale Blue Dot

Carl Sagan: Pale Blue Dot

Carl Sagan:

From this distant vantage point, the Earth might not seem of any particular interest. But for us, it’s different. Consider again that dot. That’s here. That’s home. That’s us. On it everyone you love, everyone you know, everyone you ever heard of, every human being who ever was, lived out their lives.

The aggregate of our joy and suffering, thousands of confident religions, ideologies, and economic doctrines, every hunter and forager, every hero and coward, every creator and destroyer of civilization, every king and peasant, every young couple in love, every mother and father, hopeful child, inventor and explorer, every teacher of morals, every corrupt politician, every ‘superstar,’ every ‘supreme leader,’ every saint and sinner in the history of our species lived there — on a mote of dust suspended in a sunbeam.

The Earth is a very small stage in a vast cosmic arena. Think of the rivers of blood spilled by all those generals and emperors so that in glory and triumph they could become the momentary masters of a fraction of a dot. Think of the endless cruelties visited by the inhabitants of one corner of this pixel on the scarcely distinguishable inhabitants of some other corner. How frequent their misunderstandings, how eager they are to kill one another, how fervent their hatreds. Our posturings, our imagined self-importance, the delusion that we have some privileged position in the universe, are challenged by this point of pale light.

Our planet is a lonely speck in the great enveloping cosmic dark. In our obscurity — in all this vastness — there is no hint that help will come from elsewhere to save us from ourselves. The Earth is the only world known, so far, to harbor life. There is nowhere else, at least in the near future, to which our species could migrate. Visit, yes. Settle, not yet.

Like it or not, for the moment, the Earth is where we make our stand. It has been said that astronomy is a humbling and character-building experience. There is perhaps no better demonstration of the folly of human conceits than this distant image of our tiny world. To me, it underscores our responsibility to deal more kindly with one another and to preserve and cherish the pale blue dot, the only home we’ve ever known.

Carl Sagan (1994): Pale Blue Dot: A Vision of the Human Future in Space. Quelle: Pale Blue Dot, CC BY-SA.

Carl Sagan:

Aus dieser großen Entfernung, erscheint die Erde nicht von besonderem Interesse. Aber für uns ist das anders. Denk noch mal über diesen Punkt nach. Das ist "hier". Das ist "zu Hause". Das sind wir. Darauf ist jeder den du liebst, jeder den du kennst, jeder von dem du jemals gehört hast, jeder Mensch der jemals lebte, lebte hier.

Die Summe unserer Freuden und Leiden, tausende selbstsichere Religionen, Ideologien, Wirtschaftstheorien, jeder Jäger und Sammler, jeder Held und jeder Feigling, jeder Schöpfer und jeder Zerstörer von Zivilisation, jeder König und jeder Bauer, jedes Liebespaar, jede Mutter und jeder Vater, hoffnungsvolle Kinder, Erfinder und Entdecker, jeder Moralapostel, jeder korrupte Politiker, jeder "Superstar", jeder "herausragende Anführer", jeder Heilige und Sünder in der Geschichte der Menschheit lebte hier – auf einem Staubkorn, erleuchtet von einem Sonnenstrahl.

Die Erde ist eine sehr kleine Bühne in einer riesigen kosmischen Arena. Überlege dir welche Ströme von Blut, all die Generäle und Herrscher vergossen haben, um vorübergehend triumphal über einen Bruchteil eines Punkts im All zu herrschen. Überlege dir welche endlosen Grausamkeiten die Bewohner einer Region dieses Pixels, den kaum von ihnen zu unterscheidenden Bewohnern einer anderen Region angetan haben. Wie oft sie sich falsch verstehen, wie sehr sie darauf aus sind, einander zu töten, wie leidenschaftlich sie einander hassen. Unser eitles Gehabe, unsere eingebildete "Wichtigkeit", die Illusion, dass wir im Universum einen besonderen Platz einnähmen – all das wird in Frage gestellt von diesem einen blassen, blauen Punkt.

Unser Planet ist ein einsamer Fleck in der großen kosmischen Dunkelheit. In unserer Bedeutungslosigkeit - in diesem endlosen Weltall - gibt es keinen Hinweis darauf, dass Hilfe von irgendwoher zu uns kommen wird, um uns vor uns selbst zu schützen. Die Erde ist die einzige bekannte Welt auf der es Leben gibt. Es gibt keinen anderen Ort - zumindest nicht in naher Zukunft - wohin die Menschheit auswandern könnte. Besuchen, ja. Siedeln, noch nicht.

Ob wir wollen oder nicht, die Erde ist der Ort, an dem wir uns bewähren müssen. Man sagt, die Astronomie mache demütig und forme den Charakter. Und vielleicht gibt es keine bessere Darstellung der Torheit unserer Einbildungen als dieses, aus weiter Ferne aufgenommene Bild unserer winzigen Erde. Für mich unterstreicht es unsere Verantwortung, freundlicher miteinander umzugehen. Wir müssen ihn hegen, wertschätzen und bewahren, diesen blauen Punkt, das einzige Zuhause, das wir je kannten.


Aufgabe

  • Beschreibe den Flug der Sonde Voyager 1 vom Sart mit der Rakete bis zum Erreichen des interstellaren Raums (ohne Berücksichtigung der Phasen im Orbit der besuchten Planeten).
  • Erkläre, unter Verwendung der Newtonsche Axiome, die Bewegung der Rakete in den verschiedenen Phasen der Mission.

Videos zu Vorbereitung der nächsten Sitzung

Immer wenn wir neue Formeln oder Konzepte kennenlernen versuche ich, rechtzeitig ein Erklär-Video dazu zu erstellen und werde es auf der jeweiligen Sitzungs-Seite verlinken. Die beiden ersten Videos sind schon etwas älter. Fragen zum Verständnis könnt Ihr sehr gerne direkt unter dem Video posten - ich versuche immer zeitnah auf Fragen zu reagieren. Alternativ könnt Ihr die Frage auch in die nächste Sitzung mitbringen und wir diskutieren sie dann gemeinsam.

Basierend auf den Inhalten der Videos gibt es in der jeweils kommenden Sitzung Übungsaufgaben als Hausaufgabe.

Im ersten Video erkläre ich kurz die Bedeutung der Newtonschen Axiome:

Im zweiten Video erkläre ich, wie die Gravitationskraft zwischen zwei beliebigen Körpern berechnet werden kann: