Cornelia Funke

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Tintenblut

  • 15. September 2005 Tintenblut wird veröffentlicht: 729 Seiten, Eur 22,90 ISBN 3-79-150467-3
[...] Während in Tintenherz Gestalten aus der Tintenwelt in die äußere eindrangen, so wechseln in Tintenblut Gestalten aus der äußeren Wirklichkeit in die Wirklichkeit des Buches, die Tintenwelt. ...
Sonntag 27.11.2005 | 11.12.2005 | 18.12.2005 | 01.01.2006 | 08.01.2006 | 15.01.2006 | 22.01.2006 | 14.05 Uhr | NDR Info
Regie: Ulrich Maske, Mit Rainer Strecker und anderen, NDR/Goya-Lit (Jumbo) 2005 | je 50 Min. | Ursendung
"Es ist soweit: Eine Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben. An den Erfolg von "Tintenherz", das als Buch und in der beim NDR produzierten CD-Version Rekordauflagen erzielte, wird "Tintenblut" fraglos anschließen. Die Fortsetzung von Meggies Abenteuer, bei dem Menschen virtuos aus Büchern in die Wirklichkeit heraustreten, während andere unaufhaltsam in der Handlung einer Geschichte verschwinden, verspricht noch mehr Spannung. Gefährlich wird es und scheinbar aussichtslos. ..." (NDR-Info)
"Auf der neuen Cornelia Funke Internetseite von Scholastic gibt es das erste Kapitel der englischsprachigen Ausgabe von Tintenblut (Inkspell) zum Reinhören, Ihr findet kleine Überraschungen zu Drachenreiter (Dragon Rider) und vieles mehr. Außerdem könnt Ihr Auszüge der englischsprachigen Ausgaben von Herr der Diebe (Thief Lord), Tintenherz (Inkspell) und Drachenreiter (Dragon Rider) lesen, bewerten und erfahren, was andere Fans über die Bücher sagen." (www.scholastic.com/corneliafunke/)

Tintenherz

Noia 64 apps kontour.png   Meinung

Das Buch - das Tor zur Welt, aber zu welcher?

Die Geschichte spielt in unserer Gegenwart, es gibt Autos, Bankkarten und Handys. Sie spielt in unseren Landen, vor allem aber an der italienischen Küste. Und schließlich: Unsere Welt ist nicht die einzige, es gibt da noch eine zweite Welt, die der Bücher. Das ist nichts Neues, bekommt aber in 'Tintenherz' eine ganz konkrete Bedeutung: Figuren aus Buchwelten tauchen in unserer Welt auf und stiften darin Verwirrung und Chaos, dafür verschwinden dann auch Personen aus unserer Welt in die andere. Das Tor von der einen zur anderen und zurück sind die Wörter, aber nur, wenn sie schön und mit Andacht gelesen werden und von einem begnadeten Vorleser.

Ein solcher ist Mortimer, Buchbinder und Vater der Heldin Meggie, 12. Diese ist, wie zu erwarten war, eine Leseratte und leider ohne Mutter, denn Mortimers Ehefrau verschwand vor neun Jahren unter noch ungeklärten Umständen.

Die Geschichte beginnt damit, dass eines Abends ein geheimnisvoller Feuerschlucker auftaucht und Mortimer vor einem gefährlichen 'Capricorn' warnt, woraufhin Mo(rtimer) sein Auto packt und mit der Tochter zu Tante Elinor umzieht. Diese ist leidenschaftliche Büchersammlerin und lebt in einem mit Büchern angefüllten Haus. Dort will Mo ein ganz bestimmtes Buch verstecken, von dem Gefahr ausgeht.

Das gelingt aber nicht, Mo wird entdeckt und samt diesem Buch von schwarz gekleideten Bösewichtern nach Italien mitgeschleppt, wo sich der Oberbösewicht Capricorn in einem verlassenen Dorf mit seinen Spießgesellen eingenistet hat.

Was hat es mit dem Buch nun auf sich?

Es heißt Tintenherz, ist eine Fantasy-Geschichte mit Kobolden, Feen, Fabeltieren und leider auch mit Bösewichtern und anderen finsteren Gestalten. Zu diesen gehören Capricorn und seine Kumpane. Als Mo vor neun Jahren seiner Tochter aus diesem Buch vorlas, erschienen sie plötzlich im Zimmer, während Mos Frau daraus verschwand. Seitdem ist Meggie ohne Mutter und die Welt um einige üble Gestalten voller.

Dieser Capricorn hat kein Interesse daran, in die Tintenherz-Welt zurückzukehren, er hat längst ein kleines Imperium errichtet und um dieses zu sichern, lässt er alle Exemplare von Tintenherz aufsuchen und vernichten. Aber vorher soll Mortimer ihm mit seiner 'Zauberzunge' noch die finsterste aller Tintenherz-Gestalten aus dem Buch herauslesen, damit Capricorn noch mehr Macht gewinnen kann.

Aus dieser Konstellation heraus entwickelt sich eine spannende und verwickelte Handlung, in der weitere Figuren aus anderen Bücherwelten mitspielen und sich schließlich eine kleine Heldengruppe herausschält: Vater Mortimer, Tochter Meggie, ein Junge aus Tausendundeiner Nacht, ein undurchsichtiger Gaukler und sein bissiges Kuscheltier, die komisch-verschrobene Tante und schließlich noch der Autor des verflixten Buches selbst.

Sie alle zusammen bestehen spannende Abenteuer und - so viel darf wohl verraten werden - retten die Welt von noch mehr Unheil.

Cornelia Funke setzt in Tintenherz gekonnt und routiniert die bekannten Techniken der Spannungserzeugung ein, stellt eine Heldengruppe zusammen, die jeder Lesergruppe etwas bietet, und wirbt durch die Thematik für das Lesen von Büchern. Tintenherz ist eine Art Post-PISA-Buch, erschienen im Herbst 2003, mit der Botschaft: Wer Bücher liest, hat mehr vom Leben, denn ihm erschließen sich neue Welten. Dass diese neuen Welten allerdings Bedrohungspotenzial haben können, macht die Botschaft des Romans dann wieder vielschichtiger und - zum Glück - weniger "pädagogisch".

Und schließlich: Die Story verlangt nach Verfilmung und nach Fortsetzung - beides ist im Gange: Im September erscheint Tintenblut (siehe oben) und zur Zeit - so liest man - schreibt Cornelia Funke am dritten Buch, das das Wort 'Tinte' im Titel trägt.

(Klaus Dautel 15:41, 20. Jul 2005 (CEST))


Bitte ändere den Inhalt dieses Beitrags nicht. Denn er gibt eine persönliche Meinung wieder.

Cornelia Funke

"... Cornelia Funke wird gelegentlich als die deutsche Antwort auf Joanne K. Rowling (*1965) bezeichnet. Ihre Gesamtauflage liegt bei etwa 3 Mio. Büchern (2004). Das Time Magazine zählte sie 2005 zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. ..." (Wikipedia)


Weblinks


Siehe auch