Diskussion:Die Bildung und das Netz: Unterschied zwischen den Versionen

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Mein Weg zu Lindners Buch und meine erste Reaktion)
 
(Mein Weg zu Lindners Buch und meine erste Reaktion: bitte den)
 
Zeile 34: Zeile 34:
  
 
Da mag ich in den vorhergehenden Absätzen noch so oft betont haben, dass Anwesenheit "im selben Raum" für Verständigung oft zentral ist. --[[Benutzer:Fontane44|Fontane44]] ([[Benutzer Diskussion:Fontane44|Diskussion]]) 21:43, 1. Mai 2019 (CEST)
 
Da mag ich in den vorhergehenden Absätzen noch so oft betont haben, dass Anwesenheit "im selben Raum" für Verständigung oft zentral ist. --[[Benutzer:Fontane44|Fontane44]] ([[Benutzer Diskussion:Fontane44|Diskussion]]) 21:43, 1. Mai 2019 (CEST)
 +
:Inzwischen glaube ich, den Artikel im wesentlichen auf den Weg gebracht zu haben nach dem Grundsatz: "Man versucht, möglichst schnell ein greifbares Produkt zu erzeugen, das man ausprobieren und von anderen kritisieren lassen kann." - Ich werde weiterhin vervollständigen, verlinken und, wo m.E. sinnvoll, kürzen; aber ich werde wieder verstärkt andere Aufgaben wahrnehmen. Ich bitte alle, die die Möglichkeit haben, den Artikel weiter zu verbessern. Martin Lindners Buch verdient es. [[Benutzer:Fontane44|Fontane44]] ([[Benutzer Diskussion:Fontane44|Diskussion]]) 12:55, 5. Mai 2019 (CEST)

Aktuelle Version vom 5. Mai 2019, 12:55 Uhr

Mein Weg zu Lindners Buch und meine erste Reaktion

Dieser Text soll deutlich machen, dass ich zwar Lindners Buch gelesen habe und die Textauszüge auf die Seite ins ZUM-Wiki gestellt habe, weil ich das Buch als lohnende Lektüre einschätze, dass ich aber längst nicht so netzaffin bin, wie man es als erfolgreiche Web-LernerIn sein sollte und dass ich in einigen Punkten nicht mit ihm übereinstimme.:

Meine Annäherung an Martin Lindners Text geschieht in diesem Blogartikel etwas ungewöhnlich. In anderen werde ich versuchen, Stellen, die mir wichtig erscheinen, weitestgehend unkommentiert vorzustellen. Dazu habe ich von ihm die Erlaubnis bekommen. (Inzwischen habe ich diese und weitere Auszüge hier ins Wiki gestellt.)

Hier eine kurze Andeutung, wie mich diese Textstelle aus dem Buch erreicht hat und wie sie wieder ins Netz gelangt ist: Ich habe das Buch vor der Erstellung subskribiert (heißt heute: "per crowdfunding schwarmfinanziert"), bei einem ZUM-Treffen im Druckexemplar gelesen, den Verfasser bei passender Gelegenheit gebeten, es mir zur Verfügung zu stellen, es mir im azw3-Format aus dem Netz heruntergeladen, gerätselt, wie ich es in meinen Kindle hineinbekomme, in [gutefrage.net gutefrage.net] angefragt, eine richtige Antwort bekommen (auch wenn der Antwortende das azw3-Format nicht kannte), aber mit der Antwort nichts anfangen können. (Was mein Problem war, schildere ich dort.) Schließlich habe ich es aber geschafft, es wenigstens in amazondrive unterzubringen. Meine Vorstellung: Wenn es bei amazon ist, ist es nicht mehr weit bis zum Kindle.

Im drive konnte ich es freilich wegen des Formats nicht lesen. Das wollte ich auch gar nicht, es sollte ja im Kindle sein. Hätte ich jetzt jemanden gehabt, der "leibhaftig im selben Raum" gewesen wäre, wäre ich über einen besseren Weg informiert worden. So habe ich einen hochqualifizierten Informatiker bemüht, der einen Kindlebesitzer, mit dem er "im selben Raum" war, befragt und darauf mir kluge Ratschläge gegeben hat. Unfähig, die Ratschläge zu deuten, habe ich den Verfasser des Buches bemüht, ihm mein Problem aus meiner Sicht geschildert, was er, da er nicht "leibhaftig im selben Raum" war, nicht recht deuten konnte.

Genug, offenkundig habe ich den Text dann irgendwie im Kindle lesen können.

Sogleich habe ich dort meine Markierungen gesetzt, um es von dort wie üblich auf den Computer zu übertragen. Der aber erkannte nicht, dass das Buch wirklich im Kindle war, erkannte auch meine Markierungen nicht und konnte mir nicht den Text anzeigen.

Alles kein Problem. Ich lese die markierte Stelle meinem iphone vor, das konfiguriert die Mail, die mein Computer empfängt. Die kopiere ich in diesen Blogartikel, korrigiere die Verständnisfehler der Spracherkennung und schon steht Martin Lindners Textpassage im Netz. Freilich nur, wenn ich sie rechtzeitig gespeichert habe.

Wie oft war diese Textpassage auf dem Weg vom Verfasser zu mir und von mir zum Blog und vom Blog zu Ihnen im Netz?

Ich stimme Martin Lindner durchaus zu, dass man die Gedankengänge eines Wissenschaftlers, der häufig twittert, gelegentlich bei ihrer Entstehung mitverfolgen kann. Und das weiß ich sehr zu schätzen. Zudem ist es über das Netz leichter möglich, sich auf einer Art Augenhöhe zu fühlen. (Beispiel: Twittergespräch über Wissenschaft - Ist hier erkennbar, wer Professor ist, wer Doktor, wer gar kein ausgewiesener Wissenschaftler?)

Kurz gesagt, wir würden uns duzen, auch wenn wir nie zusammen "im selben Raum" gewesen wären. Aber von der Augenhöhe bleibt wenig übrig, wenn der eine sich im Netz nicht wie ein digital native, sondern wie ein Wissenschaftler bewegt, der seine Arbeitstexte so routiniert aufspürt, wie er es zuvor in Seminar- und Universitätsbibliothek, über Fernleihe und im Archiv getan hat.

Dennoch: Greta Thunberg kann mit großer Autorität von den Politikern fordern: "Ihr müsst mehr für die Abschwächung des Klimawandels tun!" und gleichzeitig auf die Frage, was geschehen soll, antworten: "Das weiß ich nicht".

Denn ihr ist schon lange bekannt, dass Hunderte von Wissenschaftlern sich über wesentliche Schritte einig sind (vielleicht auch Tausende oder Millionen). Und in der Wikipedia findet sich (sogar in 133 Sprachen) zu Klimaschutz Grundlegendes zum Problem in einer für eine intelligente 16-Jährige durchaus verständlichen Sprache. Und die Qualifizierung als exzellenter Artikel bedeutet inzwischen, dass das Gebotene inzwischen höheren Ansprüchen genügt als früheres Lexikonwissen.

Es gibt andere Hürden, aber dass Politiker deshalb, weil sie sich auf das Fachwissen ihres Ministeriums stützen können, sich über ihr Aufgabengebiet qualifizierter äußern könnten als Schüler, wird ihnen schon länger kaum noch abgenommen.

Da brauchte es nicht Seehofer, der Migration als "Mutter aller Probleme" bezeichnete, als ob Klimawandel und Migration nichts miteinander zu tun hätten. Und auch keines Scheuer, der als Verkehrsminister eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen als "gegen jeden Menschenverstand" bezeichnete, obwohl die überwältigende Mehrheit der Länder Europas eine solche Beschränkung eingeführt hat. Und auch keines Trump.

Und die Aussage von 2017 "je mehr man sich in Online-Netzwerken aufhält, desto weniger ist man auf den Zusammenschluss mit den Leuten angewiesen, die leibhaftig im selben Raum sind." ist nicht erst durch den Schülerstreik in rund 130 Ländern bewiesen, bei dem z.B. in einem Land nur 4 streikende Schüler waren, die aber die Nachricht von ihrem Streik international bekannt machen konnten.

Da mag ich in den vorhergehenden Absätzen noch so oft betont haben, dass Anwesenheit "im selben Raum" für Verständigung oft zentral ist. --Fontane44 (Diskussion) 21:43, 1. Mai 2019 (CEST)

Inzwischen glaube ich, den Artikel im wesentlichen auf den Weg gebracht zu haben nach dem Grundsatz: "Man versucht, möglichst schnell ein greifbares Produkt zu erzeugen, das man ausprobieren und von anderen kritisieren lassen kann." - Ich werde weiterhin vervollständigen, verlinken und, wo m.E. sinnvoll, kürzen; aber ich werde wieder verstärkt andere Aufgaben wahrnehmen. Ich bitte alle, die die Möglichkeit haben, den Artikel weiter zu verbessern. Martin Lindners Buch verdient es. Fontane44 (Diskussion) 12:55, 5. Mai 2019 (CEST)