Elementarteilchen und Radioaktiver Zerfall/Radioaktivität: Unterschied zwischen den Versionen

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Henri Becquerel war ein Physiker, der sich im späten 19. Jahrhundert mit Floureszenz (also der Eigenschaft von Körpern, dass sie nach Bestrahlung selber beginnen zu strahlen) beschäftigte. Dabei untersuchte er Uransalze.  
Henri Becquerel war ein Physiker, der sich im späten 19. Jahrhundert mit Floureszenz (also der Eigenschaft von Körpern, dass sie nach Bestrahlung selber beginnen zu strahlen) beschäftigte. Dabei untersuchte er Uransalze.  


Da der Physiker Röntgen 1895 seine Entdeckung der Röntgenstrahlung, die bestimmte Materialien durchdringen kann, veröffentlichte, war Becquerel motiviert, sich selber mit Röntgenstrahlung zu beschäftigen.  
Da der Physiker Röntgen 1895 seine Entdeckung der Röntgenstrahlung, die bestimmte Materialien durchdringen kann, veröffentlichte, war Becquerel motiviert, sich selber mit Röntgenstrahlung zu beschäftigen.  


'''Seine Vermutung war, dass seine Uransalze, wenn er sie von der Sonne bestrahlen ließ, Röntgenstrahlung aussenden würden.''' Nachweisen wollte er dies, indem er eine Fotoplatte lichtdicht in schwarzer Pappe verpackt hat. Dies tat er, weil Röntgenstrahlung die schwarze Pappe durchdringen würde und somit auf der Fotoplatte ankommen würde. Wenn er nun Uransalze von der Sonne bestrahlen ließe und diese daher anfangen würde, Röntgenstrahlung auszusenden, dann würde die Röntgenstrahlung trotz der schwarzen Pappen auf der Fotoplatte ankommen, was dann auf der Fotoplatte sichtbar sein müsste.
'''Seine Vermutung war, dass seine Uransalze, wenn er sie von der Sonne bestrahlen ließ, Röntgenstrahlung aussenden würden.''' Nachweisen wollte er dies, indem er eine Fotoplatte lichtdicht in schwarzer Pappe verpackte. Dies tat er, weil Röntgenstrahlung die schwarze Pappe durchdringen und somit auf der Fotoplatte ankommen würde. Es gab nun zwei mögliche Fälle:
 
Entweder die Uransalze strahlen nur, wenn er sie vorher von der Sonne bestrahlen ließ,  
 
oder sie strahlen auch ohne vorherige Bestrahlung. Sowas wurde zur damaligen Zeit allerdings noch nie beobachtet...


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Aktuelle Version vom 24. November 2023, 21:38 Uhr

Henri Becquerel war ein Physiker, der sich im späten 19. Jahrhundert mit Floureszenz (also der Eigenschaft von Körpern, dass sie nach Bestrahlung selber beginnen zu strahlen) beschäftigte. Dabei untersuchte er Uransalze.

Da der Physiker Röntgen 1895 seine Entdeckung der Röntgenstrahlung, die bestimmte Materialien durchdringen kann, veröffentlichte, war Becquerel motiviert, sich selber mit Röntgenstrahlung zu beschäftigen.

Seine Vermutung war, dass seine Uransalze, wenn er sie von der Sonne bestrahlen ließ, Röntgenstrahlung aussenden würden. Nachweisen wollte er dies, indem er eine Fotoplatte lichtdicht in schwarzer Pappe verpackte. Dies tat er, weil Röntgenstrahlung die schwarze Pappe durchdringen und somit auf der Fotoplatte ankommen würde. Es gab nun zwei mögliche Fälle:

Entweder die Uransalze strahlen nur, wenn er sie vorher von der Sonne bestrahlen ließ,

oder sie strahlen auch ohne vorherige Bestrahlung. Sowas wurde zur damaligen Zeit allerdings noch nie beobachtet...


Aufgaben 3.2: Versuch von Becquerel

Beschreibe die beiden Fälle, die in der Animation zu sehen sind.


Aufgaben 3.3: Versuchsprotokoll für Becquerel

Übertrage das Versuchsprotokoll in deinen Ordner und fülle es für Henri Becquerel aus.

Versuchsprotokoll.jpg

Aufgaben 3.4: Zusammenfassung Becquerel
Becquerel entdeckt mit seinem Versuch die Radioaktivität. Fülle folgenden Lückentext aus. Mache danach einen Screenshot und füge den Text deinem Ordner hinzu.

Der Versuch von Henri Becquerel mit Uransalzen und Fotoplatten war ein entscheidender Meilenstein in der Entdeckung der Radioaktivität und legte den Grundstein für das Verständnis der spontanen Aussendung von Strahlung durch radioaktive Materialien. Im Jahr 1896 führte Becquerel eine Reihe von Experimenten durch, die zu bahnbrechenden Erkenntnissen führten.

Becquerel begann seine Untersuchungen, indem er Uranverbindungen auf Fotoplatten legte und diese dann in totaler Dunkelheit aufbewahrte. Zu seiner Überraschung stellte er fest, dass die Fotoplatten, die in Kontakt mit den Uransalzen waren, sich trotz der Abwesenheit von Licht selbst entwickelten und Bilder auf ihnen erschienen. Dieses Phänomen widerlegte die damals vorherrschende Meinung, dass die Strahlung von Uran auf irgendeine Weise mit vorheriger Bestrahlung durch Licht in Verbindung stand.

Weitere Experimente zeigten, dass die Strahlung von Uransalzen nicht nur Fotoplatten beeinflusste, sondern auch andere Materialien wie Schichtblätter und Elektronenröhren. Becquerel erkannte, dass die Uransalze eine unsichtbare Strahlung emittierten, die in der Lage war, Materie zu durchdringen und chemische Veränderungen in Fotoplatten und anderen Substanzen hervorzurufen.

Die Erkenntnisse aus Becquerels Versuchen legten den Grundstein für die moderne Physik und Chemie der Radioaktivität und hatten weitreichende Auswirkungen auf die Medizin, die Energiewirtschaft und viele andere Bereiche der Wissenschaft und Technologie. Becquerels Arbeit war somit ein wichtiger Schritt in der Erforschung der geheimnisvollen Welt der radioaktiven Strahlung.

Lerneinheiten

1. Der Aufbau eines Atoms

2. Kennzahlen von Atomkernen

3. Radioaktivität

4. Nachweis von Radioaktivität

5. Verschiedene Arten von Strahlung

6. Aktivität

7. Halbwertszeit

8. Zerfallsgesetz