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Friedrich Hebbel: Unterschied zwischen den Versionen

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Theodor Storm schreibt in einem Privatbrief am 22.12.1871:
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"... gerade in der Lyrik scheinen mir Hebbels reinste und beste Leistungen zu liegen."
  
 
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Aktuelle Version vom 3. Mai 2021, 17:00 Uhr

Friedrich Hebbel (1813-1863 ) realistischer Dramatiker und Lyriker.

Inhaltsverzeichnis

Werke in Auswahl

Gedichte

Sommerbild

Ich sah des Sommers letzte Rose steh'n,

Sie war, als ob sie bluten könne, roth;

Da sprach ich schauernd im Vorübergeh'n:

So weit im Leben, ist zu nah' am Tod!


Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,

Nur leise strich ein weißer Schmetterling;

Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag

Bewegte, sie empfand es und verging.

Analyse


Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!

Die Luft ist still, als atmete man kaum,

Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah',

Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.


O stört sie nicht, die Feier der Natur!

Dies ist die Lese, die sie selber hält,

Denn heute löst sich von den Zweigen nur,

Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.


Der Heideknabe

Text

Anleitung für eine Klassenarbeit


Theodor Storm schreibt in einem Privatbrief am 22.12.1871: "... gerade in der Lyrik scheinen mir Hebbels reinste und beste Leistungen zu liegen."

Prosa

Tagebücher (Tagebuch)

Hebbels Tagebücher zeigen einem Menschen, der mit äußerster Kraft an sich arbeitet, Autodidakt, der sich zu Hohem berufen fühlt und der auf diesem Wege viele Schwierigkeiten durchsteht.

Golo Mann über Hebbelss Tagebücher: Mann verweist darauf, dass er selbst begonnen habe, "ein Tagebuch zu führen mit der Überschrift 'Im Stil Hebbels.' - seines war besser. Übrigens trotz aller von außen kommenden Erniedrigungen, der Armut, der Hilfe unerfreulicher Gönner oder Gönnerinnen, entschieden stolzer. Sogleich die ersten Sätze: 'Ich fange dieses Heft an nicht allein meinem künftigen Biografen zu gefallen, obwohl ich bei meinen Aussichten auf die Unsterblichkeit gewiss sein kann, dass ich einen erhalten werde. Es soll ein Notenbuch meines Herzens sein und diejenigen Töne, welche mein Herz angibt, getreu, zu meiner Erbauung in künftigen Zeiten aufbewahren.' Nicht eigentlich Notizen am Abend oder am nächsten Morgen über des Tages Tun und Geschehen. Selten Datierungen; immer dort, wo lange Partien aus eigenen Briefen abgeschrieben werden; sonst nur gelegentlich. Neue Freunde oder Bekannte werden nicht eingeführt, nicht einmal sein schlichter Münchner Bettschatz; sie erscheinen da, wo sie ihm etwas des Erinnerns Wertes sagen, wo es etwas Komisches, Groteskes, Ernstes, Trauriges über sie zu notieren gibt. An einem Münchner Jahresende erwähnt er, im Laufe des Jahres Schelling und Goerres kennen gelernt zu haben; wann das war, und welchen Eindruck diese beiden höchst merkwürdigen Gestalten auf ihn gemacht hatten, erfahren wir nicht. [...] Jugend, zumal einsame, ist die Epoche des Philosophierens, im Gespräch mit anderen oder mit sich allein. Er liest keine Philosophen von Profession, nur solche, die, wie Lichtenberg, auf eigene Faust grübeln – 'Originalphilosophen' nannte man sie im 18. Jahrhundert. Genau dies ist er selber.' Alles kann man sich denken, Gott, den Tod, nur nicht das Nichts.' Mit sich selber beschäftigt bis zum Extrem, manchmal zufrieden und dankbar euphorisch nie, oft zweifelnd bis zur Verzweiflung – die Quellen als eines Unglücks sei sein Dichtertalent, zu bedeutend um unterdrückt zu werden zu gering, um ihn zu tragen – immer angespannt, immer äußere und innere Erlebnisse mit dem selben Willen zum Wissen analysieren, hält er auch seine nächtlichen Träume für wert, festgehalten zu werden. Und seine Phantasie ist die stärkste und buntes der im Traum. Das Politische im engeren Sinne interessiert ihn kaum. Freilich aber kann er nicht umhin, über das historische Stück Zeit nachzudenken, mit ihm er wird zu Rande kommen müssen: noch immer die nach revolutionäre, nach napoleonische Zeit. Ein Zeitalter der Ruhe, meint er. Auch: ein Zeitalter der Massen, nicht mehr der einzelnen, welche Letztere es umso schwerer haben, sich zu finden und sich durchzusetzen. Übrigens ist er selber durchaus kein Revolutionär, nicht wie sein Jahrgangsgenosse, Georg Büchner." (Golo Mann in: Die ZEIT 17.12.1982)

Gesamtausgabe der Werke

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