Gerechtigkeit: Unterschied zwischen den Versionen

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WIE WÜRDEN SIE ENTSCHEIDEN? (Das Möbelpacker-Dilemma)
 
WIE WÜRDEN SIE ENTSCHEIDEN? (Das Möbelpacker-Dilemma)
  

Version vom 2. November 2005, 20:16 Uhr

Inhaltsverzeichnis

Denkanstöße

WIE WÜRDEN SIE ENTSCHEIDEN? (Das Möbelpacker-Dilemma)

Ein Team von fünf Möbelpackern führt einen Umzug durch. Sie stehen - wie immer - unter Zeitdruck und der Platz im Wagen ist knapp, so dass sie sich gut überlegen müssen, wie sie die Möbel verstauen. Sie bekommen für den Umzug 1000 Euro. Die fünf Männer haben sich bei der Arbeit folgendermaßen verhalten:

A ist kräftig, strengt sich an und schafft daher sehr viel.
B ist nicht so kräftig, strengt sich aber an und erbringt eine normale Arbeitsleistung
C strengt sich nicht an, ist aber kräftig und erbringt eine normale Arbeitsleistung
D ist weder kräftig, noch strengt er sich besonders an und schafft dementsprechend wenig
E schließlich ist körperlich fürs Möbelpacken nicht mehr geeignet, kann aber das Verstauen von Möbeln gut planen. Er steht auf dem Wagen und dirigiert sehr geschickt das Aufladen.

Wie würden SIE die 1000 Euro auf die fünf Arbeiter verteilen?

Voraussetzung: Arbeitsmoral: Ergebnis: Bezahlung:
A ist kräftig strengt sich an leistet viel _______________
B nicht kräftig strengt sich an leistet normal _______________
C ist kräftig strengt sich nicht an - leistet normal _______________
D nicht kräftig strengt sich nicht an - leistet wenig _______________
E nicht kräftig strengt sich nicht an - guter Planer _______________

Welche der folgenden Gesichtspunkte sind für Ihre Entscheidung ausschlaggebend gewesen: Kraft, Arbeitsmoral, Arbeitsklima, Tagesform, Gruppengeist, Erfahrung, Gleichbehandlung .... In welcher Reihenfolge?

1. _________________________ 2. _________________________ 3. ________________________


Robert Spaemann:

"Gerechtigkeit ist die Anerkennung einer fundamentalen Symmetrie in den Beziehungen von Menschen, und zwar dort, wo es um die Verteilung knapper Güter geht. Diese Symmetrie besteht nicht in einfacher Gleichheit aller, sondern darin, daß Assymmetrien der Rechtfertigung bedürfen. Diese Rechfertigung aber muß von der Art sein, daß jeder, der selbst bereit ist, gerecht zu denken, dieser Assymetrie zustimmen kann. Wo ein Mensch diskriminierenden Maßnahmen unterworfen wird, die ihm selbst gegenüber gar nicht gerechtfertigt werden können, wo er als Staatsbürger benachteiligt wird, weil er z.B. Jude, Neger oder Sohn eines Großgrundbesitzers ist, da ist jene fundamentale Symmetrie verletzt, ohne die es keine Gerechtigkeit gibt." (Moralische Grundbegriffe 1981, Seite 50/1)

Materialien für den Unterricht

  • Gerechtigkeit ist mehr als für jeden das Gleiche - Gespräch mit Otfried Höffe (College-Radio, BR-Online); Online-Stream, Arbeitsmaterialien für den Unterricht, Literaturliste
  • Aktion "Fair ist mehr" - Aktion des Deutschen Fußballbundes. Fallbeispiele für Fairness in der Rubrik "Bundessieger"
  • Arbeitsblatt mit Zitaten von Philosophen zum Thema Gerechtigkeit + Aufgabenstellungen (pdf)
  • Themenblätter im Untericht: Soziale Gerechtigkeit - Utopie oder Herausforderung? (pdf, Quelle: BpB)

Schulfernsehen

  • Weltbewegend - SWR Schulfernsehen, 8 Folgen mit je 30 Minuten mit Fallbeispielen aus Entwicklungsländern (Frauen packen an; Bauern in Aktion; Anwälte der Natur; Wüstenträume; Rechte für Kinder; Nahrung aus dem Meer; Ohne Wasser kein Leben; Ungewöhnliche Helden), Website mit didaktischen Hinweisen, Arbeitsblättern, Literaturverzeichnis und Linkliste


Hintergrundinformationen


siehe auch