Immanuel Kant: Unterschied zwischen den Versionen

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* http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant#Erkenntnistheorie
 
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Aktuelle Version vom 13. März 2017, 22:57 Uhr

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen." Immanuel Kant zur Frage ,,Was ist Aufklärung? (1784)


Inhaltsverzeichnis

Zur Person Kant

Immanuel Kant wurde am 22. April 1724 in Königsberg geboren. Seine Eltern tauften ihn ursprünglich Emanuel, da er laut dem preußischen Kalender am Tag des heiligen Emanuel geboren wurde. In der Familie von Johann Georg und Anna Regina wurde Kant stets gefördert, da die Eltern einen hohen Wert auf Bildung legten. Er wurde als viertes von 9 Kindern geboren, jedoch haben 5 der Geschwister das Erwachsenenalter nicht erreicht. Seine Interessen lagen bei der Philosophie sowie bei der Ergründung der Wissenschaften. Nach kurzzeitigen Universitätsbesuchen verdiente er seinen Lebensunterhalt durch diverse Beschäftigungen als Hauslehrer.


Arbeit

In seiner Laufbahn als Philosoph war Kant einer der maßgebenden Persönlichkeiten, die der Aufklärung dienten und diese vorantrieben. Mit kritischen und gezielten Aussagen förderte er die Entwicklung dieses Zeitalters und bewegte somit einige Menschen dazu, alles zu hinterfragen, und nichts so hinzunehmen, wie es ihnen anfangs erscheint. Sein Grundziel war es, die Menschen zum eigenen Denken sowie zum Nutzen ihres Verstandes zu bewegen.


Drei Regeln des Philosophieren

Zum Beurteilen verschiedener Tatsachen gibt Kant die folgenden Grunsätze an:

  • Selbst denken.
  • Sich in die Stelle jedes anderen denken.
  • Jederzeit mit sich selbst einstimmig denken.

Im ersten Gebot bezieht er sich darauf, dass der Mensch sich eine eigene Meinung bilden soll, die unabhängig von der Meinung einer beispielsweise höher gestellten Person ist. Der Mensch soll die Freiheit des eigenen Denkens nutzen und sich nicht den Zwängen der Unmündigkeit ergeben. Auch das Auseinandersetzen mit dem Denken der anderen ist wichtig. Unter Einbeziehung der anderen Denkweisen folgert sich laut Kant schließlich die folgerichtige Denkungsart. Diese drei Regeln des Philosophierens stammen aus Kants Werk ,,Anthropologie in pragmatischer Hinsicht.


Erkenntnistheorie

In Kants Werk ,,Kritik an der reinen Vernunft'' folgert er, dass die Erkenntnis ohne Anschauung und sinnliche Wahrnehmung nicht möglich ist. Das Individuum erreicht die Erkenntnis indem es sich sein eigenes Urteil bildet. Hierbei werden laut Kant die Sinneswahrnehmungen mit den Wahrnehmungen des Verstandes gleichermaßen gemischt. Diese beiden Wahrnehmungen dienen als Quellen der Erkenntnis und sind voneinander abhängig. Einen weiteren Unterschied sieht Kant im äußeren Sinn, bei dem wir Vorstellungen im Raum nebeneinander und gleichzeitig wahrnehmen sowie im inneren Sinn, bei dem die Vorstellungen als zeitlich aneinandergereihte Abfolge wahrgenommen werden. Die Anschauung von Raum und Zeit ist die Grundlage der Sinneswahrnehmung.


Kants Ethik

Also Folge von Missverständnissen in Kants Werk der ,,Kritik an der reinen Vernunft' veröffentlicht Kant die ,,Grundlegung zur Mataphysik der Sitten' bei denen der kategorische Imperativ die Hauptrolle spielt. Von dort an dient die Freiheit des Individuums als Voraussetzung um die praktische Vernunft auszuüben. Die drei Grundlagen seiner Ethik bestehen aus dem sittlich Guten, dem freien Willen sowie der Maxime des kategorischen Imperativs. Kant legt bezüglich der Maximen drei grundlegende Formeln fest:


  • Naturgesetzformel: „[...] handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte.
  • Allgemeine Gesetz Formel: „[...] handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.“
  • Menschheitszweckformel: „Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“


Quellen