Fotografie: Unterschied zwischen den Versionen

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== Kunst – Fotografie ==
 
== Kunst – Fotografie ==
  

Version vom 4. November 2007, 11:45 Uhr

Kurzinfo
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Inhaltsverzeichnis

Kunst – Fotografie

Tafelbild:

griech.: phos/ photos = Licht; graphein = schreiben, aufzeichnen

--> Lichtschreibkunst, Lichtzeichnen; Lichtbild


Der fotografische Blick

am Beispiel: Neues Sehen (= Stilrichtung der Fotografie, Entstehung 20er Jahre des 20. Jh.)


  • ungewöhnliche Motivwahl
  • ungewöhnlicher Blickwinkel --> bewusstes Sehen
  • Darstellung von Details
--> Figur und Grund
--> Bildgegenstand und Format
  • Interesse liegt bei (geometrischen) Formen
  • grafische Auffassung von Licht und Schatten / Hell und Dunkel


Unterrichtsideen

Körperwahrnehmung und Fotografie

Nuvola apps edu miscellaneous.png   Unterrichtsidee

Häufig wird unsere Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung anderer durch Vorurteile und Klischees eingeengt. Viele weiße Menschen kennen beispielsweise den Effekt, dass sie die Gesichtszüge bei schwarzen Menschen nicht so gut wie bei Weißen wahrnehmen. ("Weiß" und "Schwarz" sind hier entgegen der Rechtschreibung groß geschrieben nach einer Konvention in der Weißseins-Forschung, um zu betonen, dass es sich um soziale Konstrukte handelt und nicht um Eigenschaften von Menschen.)

Eine besondere Bedeutung hat die Einschränkung der Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung anderer im Zusammenhang mit Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Hier können visuelle Klischees direkt gesundheitsgefährdend wirken. Folgendes Spiel kann helfen, die Wahrnehmung zu verbessern und zugleich fotografieren zu lernen:

  1. Die SchülerInnen fotografieren von allen möglichen Menschen, die sie kennen, jeweils: das Gesicht, den kompletten Körper sowie die Region um den unbedeckten Bauchnabel. (Das macht wirklich Spaß!)
  2. Wenn genügend Fotos beisammen sind, werden sie in drei Haufen eingeteilt: nur Gesichter, nur ganze Körper, nur Bauchnäbel.
  3. In einem Wettspiel geht es dann darum, Gesichter und Bauchnäbel richtig zuzuordnen. Die Ganzkörperaufnahmen dienen dabei als Hilfe, wenn die Zuordnung Gesicht/Bauchnabel nicht gelingt (das bringt aber Punktabzug).

Dabei können die SchülerInnen (und auch die LehrerInnen) lernen und erleben, dass es noch eine ganze Menge mehr an menschlichen Körpern zu entdecken gibt als deren Entsprechung/Nichtentsprechung mit visuelle Klischees. Über die Trennung von Gesicht und Bauchnabel wird darüber hinaus das Klischee des Schlanken und Dicken dekonstruiert. Man findet etwa Gesichter, zu denen ein dicker Bauch besser passen würde wie ein dünner usw.

Siehe auch